Sonntag, 28. März 2010

Der kleine Hänfling

While birds, and butterflies, and flowers,
Make all one band of paramours
Thou, ranging up and down the bowers,
Art sole in thy employment: .......

Dieses kleine Gedicht meines englischen Lieblingsdichters Wordsworth zog durch meine Gedanken als ich Gestern Nachmittag im Landartgarten arbeitete. Ein kleiner Hänfling sah mir bei der Arbeit zu. Während ich Steine aufsetzte untersuchte er jene Stellen wo ich die Steine entnahm nach Kerbtieren und Würmern. Wir waren beide äusserst vertieft in unser Tun und ganz allein im Wald ein kleiner Hänfling und ein Mensch. Wir verlebten den kurzen Nachmittag in einem wunderschönen Nichts-Tun. Ein Tun und ein Moment der mit Geld nicht aufzuwiegen ist. Für ganz kurze zeit öffnete sich die Sphäre zur Anderswelt. Ich setzte mich auf einen Baumstumpf und betrachtete den kleinen Teich, neben meinem Waldgarten. In ihm erkannte ich das er ein Auge der alten Erdmutter ist. Mit einem Male schien sich die Umgebung zu verwandeln. Sie sah immer noch aus wie zuvor- jedoch erkannte ich alles viel intensiver. Es war nur ein Augenblick, dennoch eine ewigkeit im Sein als ich spürte das die ganze Umgebung zu mir sprach. Ein wunderbares Gefühl durchdrang meinen Körper und Geist. Nach einiger Zeit ging ich wieder an die Arbeit, der kleine Hänfling blieb bei mir, beobachtete mich und hüpfte, freudig wie mir schien, umher. Der kleine Hänfling und ich verbrachten einen wunderschönen Nachmittag miteinander, manchmal drang vom Waldhügel der Ruf des Schwarzspechtes zu uns, als habe auch er Anteil an unserem gemeinsamen Nachmittag.
hukwa

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