Samstag, 2. Mai 2009

Die Natur liebt die Abwesenheit von Fehlern - Gedicht

zwischen dem geflecht alter fichtenwurzeln und
moosen
dem knalligen grün des farn
blüht der fingerhut
der monschein der durch die bäume fällt
verzaubert die nacht
dazwischen der lockruf des waldkauz
die schatten der fledermäuse
erinnern mich an eine zeile aus einem gedicht
DIE NATUR LIEBT DIE ABWESENHEIT VON FEHLERN
ich atme tief die gerüche von
fingerhut nachtkerze und feuchtem moos ein
ein nachtfalter verfängt sich in meinem haar
mir ist als ginge seine elastizität und energie in mich über
ich reflektiere das licht der sterne in mir
erahne
alles ist aus dem gleichen stoff entstanden
ich sehne mich danach so makellos zu sein
wie die blüte des fingerhut
meine ekstase erreicht in dieser waldnacht
den härtegrad eines diamanten
DIE NATUR LIEBT DIE ABWESENHEIT VON FEHLERN
ich weiß nun
die wirkliche philosophie der freiheit
ist eine politik der seele.
hukwa

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