Sonntag, 1. Februar 2026

Dasein am Morgen

 Ich würde etwas vermissen 
wenn ich nach dem Morgenspaziergang 
kein Haiku nach Hause bringen würde. 
hukwa 
Bei meinen Spaziergängen, egal zu welcher Jahreszeit, ist es mir sehr wichtig etwas mit Nachhause zu bringen, sei dies ein Haiku, ein gedicht oder ein schönes Teil geformtes Holz. In vielen Dingen und Gedanken versteckt sich oftmals ein Geheimnis. Dies zu Erkennen gibt dem Dasein einen Sinn. 
hukwa

Spiegelverbindung

 Die Spiegelung des Vollmond 
im Waldteich 
Verbindung von bewussten und unbewussten. 
hukwa

Samstag, 31. Januar 2026

Verwandlung

 "Nur der Tag bricht an 
für den wir wach sind". 
Thoreau 
Aus der Welt des Unbewussten 
steigen die Strukturen der Poesie auf 
verwandeln sich in Dichtung. 
hukwa

Verschmelzung

Wenn Dichtung mit dem 
Universum verschmilzt 
entstehen Haikus. 
hukwa 

Seelenraum

 Innere Stille 
ist Teil 
der kosmischen Ordnung. 
hukwa

Freitag, 30. Januar 2026

Das Haiku als metaphysische Erfahrung

Auge in Auge 
die alte Krähe und ich 
ein Moment innerer Stille. 
hukwa 
 
Ein Haiku das Natur zum Inhalt hat 
ist in seinem ontologischen Sinn 
eine metaphysische Erfahrung. 
hukwa 

Donnerstag, 29. Januar 2026

elan vital

 Aufgeladen mit der schöpferischen Kraft 
des elan vital 
gehe ich in den neuen Tag hinein. 
hukwa

Mittwoch, 28. Januar 2026

Dienstag, 27. Januar 2026

Versäumnis

 Wer nie in  seinem Leben 
die Erfahrung des Geheimnisvollen machte 
muss ein Versäumnis anmelden. 
hukwa

Montag, 26. Januar 2026

Nebelwald

 Atem des Winters 
sich kreuzende Wege im Wald 
Wohin 
Nebelschwaden 
im Dickicht der Bäume 
Landschaft 
wie von einer magischen Hand entworfen
unvermittelt einen Weg wählen 
hineingehen 
in grauweiße Nebellandschaft. 
hukwa

Sonntag, 25. Januar 2026

Die Farbe ist der Prüfstein der Wirklichkeit

 Der zarte Laut des Rotkehlchens 
im Schneewald 
gehört zur Sinfonie des Universums. 
hukwa 
Am Morgen ist die Landschaft weiß.In der Nacht fiel Schnee. Ich laufe durch den Wald, konzentriere mich auf die weiße Landschaft. Im schnee erkenne ich noch andere kaum merkbare Farbtöne. Gelb, leichtes Blau, Grün, Rot, nur über meditatives Schauen bemerkbar. Jetzt verstehe ich die metaphysische Bedeutung die sich in dem Ausspruch von Aldous Huxley versteckt: "Die Farbe ist der Prüfstein der Wirklichkeit". 
hukwa

Früh am Morgen

 Das Haiku am Morgen 
ein schöperischer Akt 
von symbolischer Bedeutung. 
hukwa

Samstag, 24. Januar 2026

Waldwiese

 Wie Blütenschimmer 
der Reif am frühen Morgen 
verzaubert die Waldwiese. 
hukwa

Freitag, 23. Januar 2026

Klang als Stille

 Einem Vogelkonzert lauschen 
ist 
Kommunikation ohne Worte. 
hukwa 
Mit bestimmten Klängen ist es wie mit der Stille, sie ziehen mich auf eine höhere Ebene des Seins und in einen Zustand von Kontemplation. Dennoch muss ich sagen das ich die Musik die mir am Morgen die Natur zuspielt, ein Vogelkonzert oder das Rauschen des Windes,dem des Konzertsaals oder der stereoanlage vorziehe. 
hukwa

Donnerstag, 22. Januar 2026

Ein Haiku entsteht

 Es gibt eine Beziehung 
zwischen mir und dem Wintergoldhähnchen 
dort in den Fichtenzweigen. 
hukwa 
Am frühen Morgen im Garten. Gleich neben mir in der Fichte konnte ich ein Wintergoldhähnchen beobachten und es beobachtete mich. Ein Moment für ein Haiku. 
hukwa

Haiku und Symbol

 Im Licht des Vollmonds 
erschien in der Nacht 
der Himmel so ganz anders. 
hukwa 
Unter Symbol versteht man ein Wort oder Zeichen, einen Gegenstand oder eine Handlung, die über die eigene Wirklichkkeit und den alltäglichen Sinn hinausweisen. 
hukwa

Mittwoch, 21. Januar 2026

Wintersymbol

 Des Winters mystisches Rot 
der Dompfaff 
in der weißen Birke. 
hukwa 
Das Symbol steht immer stellvertretend für eine geistige Realität. Es ist sichtbares Zeichen einer unsichtbaren Wirklichkeit. Es ist Verhüllung und Offenbarung zugleich, das jedoch immer einen unübersetzbaren Rest beibehält. 
hukwa

Montag, 19. Januar 2026

Winternebel

Am frühen Morgen 
so still und verlassen 
die Wiese im  Winternebel. 
hukwa 

Sonntag, 18. Januar 2026

Wachsein und Traumwelt

 Der bewusste Träumer 
wird sich manchmal fragen 
was wirklicher ist 
der Traum oder das Wachsein. 
hukwa 
Ob wir träumen oder wach sind, wir befinden uns immer auf derselben Daseinsebene. Das was uns irritiert ist nur der Übergang vom Traum in den Wachzustand. Solange wir träumen sind wir von der Traumwelt überzeugt und sie ist real. Sobald wir erwachen wird der Traum zu einer psychologischen Randerscheinung. beides aber sind nur unterschiedliche Ebenen unserer Gesamtheit. 
hukwa

Dompfaff am Morgen

Im kahlen Baum 
am frühen Morgen 
ein einsamer Dompfaff. 
hukwa

Samstag, 17. Januar 2026

Im Traumfluss meiner Gezeiten

 Es ist der Traumfluss meiner Gezeiten 
meiner persönlichen unendlichen Geschichte 
den ich jede Nacht befahre 
eine Reise im Nachen unendlicher Zeiten 
zu meinen uralten einstigen Inkarnationen  
zu meinen Verwandten im Werke Shakespear 
und Milton 
mich bewegend durch Raum und Zeit 
schicke ich meinen Bewusstseinskörper 
durch die Äonen des Weltinnenraums 
mich selbst zu finden 
neu zu erfinden 
das alte wiederfinden 
den das Wesen ist ewig 
nur die Form ändert sich 
im Lauf der Gezeiten 
den ich bin der ich bin 
der ich immer war 
derReisende im 
Traumfluss der Gezeiten. 
hukwa

Wahrnehmung

 Alles was uns umgibt 
Subjekt und Objekt 
sind Prozesse eines großen Ganzen. 
hukwa 
das was wir Wahrnehmen ist nichts anderes als das Gefüge und die Verbindung unsichtbarer Partikel die wir nur über den Geist erkennen können. 
hukwa

Freitag, 16. Januar 2026

Daseinsbereiche

Es gibt Menschen die besitzen eine größere Bewegungsfähigkeit des Bewusstseins als ihre Mitmenschen. dadurch haben sie die Möglichkeit in tiefere Dimensionen und Seinsbereiche vorzudringen, regelrecht in andere Welten.  
hukwa

Mittwoch, 14. Januar 2026

Störung

 Nur Dogmatismus und Engstirnigkeit 
können auf Dauer 
unsere persönliche Entwicklung stören. 
hukwa

Dienstag, 13. Januar 2026

Gruppenmensch oder Roboter

 Soweit sich die Individualität 
noch nicht ganz entfaltet hat 
bleibt man ein Gruppenmensch 
und im schlimmsten Fall ein Roboter. 
hukwa

Entfremdung

 Es ist der Erfolg unserer Irrtümer
der uns der 
Natur entfremdet. 
hukwa

Montag, 12. Januar 2026

Wie ist das eigentlich mit Gott?

Ein Wesen das sich um nichts kümmert kann es eigentlich gar nicht geben, das sagte schon Cicero. Vielleicht ist es mit Gott so wie mit den Göttern Epikurs, die sich in Zwischenwelten zurückgezogen haben dem Menschen die Welt über-lassend? Oder wie mt dem deistischen Gott der Aufklärung, der sich nach der Schöpfung aus ihr entfernte? Wie mit dem Gott des viktorianischen Agnostizismus, der für unser Erkenntnisvermögen unereichbar ist? Alles in allem pflegen wir in unserer metaphysischen Unwissenheit ein verkehrtes Gottesbild, hat nicht ein angeblicher Gott einmal gesagt: Du sollst dir kein Bildnis von mir machen? Gott ist also nichts anderes als eine spekulative Vorstellung- doch wohlgemerkt: Der Gott der menschlichen Vorstellung! 
hukwa

Atem der Zeit

 Der Mond gießt sein Licht in den Garten 
wo ist dunkel wo hell 
Busch und Baum atmen Zeit 
hukwa

Sonntag, 11. Januar 2026

Kosmische intuition

 Der Weg der kosmischen Phantasie 
führt vom Selbstbewusstsein 
zum transzendenten Bewusstsein. 
hukwa

Samstag, 10. Januar 2026

Jeden Tag

 Jeder Morgen sollte mit 
einem Gedicht beginnen. 
hukwa 
In jedem Moment unseres Lebens haben  wir zwischen schöpferischen und reaktiven Verhaltensmöglichkeiten zu wählen. Es liegt an uns ob wir auf den Zyklus des schöpferischen Prozesses aufspringen. 
hukwa

Traum am Morgen

 Januarmorgen 
erinnert an Vergangenes 
im frühen Traum 
kam zu mir 
die alte Kindheit. 
hukwa

Freitag, 9. Januar 2026

Unterwegs zur wahren Heimat

 Wir sollten unser Leben als Reise ansehen 
um zu jenem Ort zu gelangen 
der unsere wahre Heimat ist. 
hukwa 
Es gibt ein buddhistisches Gleichnis das obigenn Denksatz sehr gut ausdrückt: 
Wer den Menschen als ein im Grunde geistiges Wesen ansieht wird an die Bergschwäne des Himalaya erinnert, die wenn sie ihren See in den Bergen verlassen haben, von Tümpel zu Tümpel ziehen, ohne sich irgendwo niederzulassen, bis sie zu ihrer wahren Heimat in die klaren Gewässer ihres Bergsees zurückkehren. 
hukwa

Donnerstag, 8. Januar 2026

Pfad meiner Inkarnationen

 Diesen Morgen reserviere ich 
für die Momente 
da Vergesssenes sich in mir regt. 
hukwa 
Manchmal habe ich das Gespür, das mich tief in meine innere Welt trägt, dann befinde ich mich auf dem Pfad meiner Inkarnationen und werde zuum Seelenwanderer. 
hukwa

Winterruf

 Nebel und Schnee am Waldteich 
aus der Ferne erreicht mich 
der Ruf des Schwarzspechts. 
hukkwa

Mittwoch, 7. Januar 2026

Innerer Reichtum

Meditation  und Stille 
sind der Zugang 
zur inneren Schatzkiste. 
hukwa 

Mystisch und schön

 Der Eibenbaum 
mit seinen roten Beeren 
von Schnee bedeckt. 
hukwa

Winterruhe

 Beim Schneespaziergang 
begleitet mich 
das Werden und Vergehen. 
hukwa

Dienstag, 6. Januar 2026

Wintergeheimnis

 Das Geheimnis des Winters 
verborgen in Eis und Schnee 
und den Erinnerungen an die Kindheit. 
hukwa

Vollmond und Schnee

 So alt und vertraut 
des Waldkauz Ruf in der Nacht 
bei Schneefall im Vollmondschein. 
hukwa

Montag, 5. Januar 2026

Nachtgespenst

 Vollmond und Schnee 
der Umriß des Apfelbaums im Garten 
wie ein Nachtgespenst. 
hukwa

Sonntag, 4. Januar 2026

Das verlorene Herz der Kindheit

 Der Preis der Kindheit 
sind unsere verlorenen Träume.
 Gorkij schrieb: "Die Kinder sind die Blumen des Lebens, sind unser Werk und Spielzeug".Doch wir Erwachsene-ohne Ausnahme-sind alle ehemalige Kinder und oft Menschen die den Kindern gegenüber in Stumpfheit leben. So werden viele von uns ehemaligen Kindern, oft zu Verrätern an der eigenen Vergangenheit. Was ist es was wir Erwachsenen noch mit den Kindern gemeinsam haben? Ich denke es ist die Angst und die Tagträumerei, doch das berühmte "Kinderherz" haben wir lange schon verloren. 
hukwa

Samstag, 3. Januar 2026

Schneewald

 Schweigen im  Wald 
aus dem Dickicht 
der Ruf des Wintergoldhähnchens. 
hukwa

Freitag, 2. Januar 2026

Eigenzeit-Traumzeit

Die einzige Zeit 
die wir als Eigenzeit bezeichnen können 
ist unsere Traumzeit. 
hukwa 
 Die Frage die sich stellt bei der Beschäftigung mit der Zeit ist doch die:worauf unsere Existenz als Mensch eigentlich beruht ist?  Zwischen Einstieg und Ausstieg des Alltags liegt ein Leben das für die meisten vom Diktat der Zeit bestimmt wird. Die zerstörerische Kraft wirtschaftlicher Programmzeiten macht die Menschen zum Sklaven der Zeit, Dies heißt Verlust der Eigenzeit. 
hukwa

Epikurs Garten

 Die Erinnerung 
kann eine Einkehr in 
Epikurs Garten sein 
manchmal auch ein Streifzug 
durchs Fegefeuer. 
hukwa

Donnerstag, 1. Januar 2026

Neujahrstag

 Am Neujahrstag 
scheint das Gestern 
so lange schon vergangen. 
hukwa

Dienstag, 30. Dezember 2025

Imagination

 Gefangen wie in einem Traum 
dennoch ein Reisender zu sein 
ist man der Herr seiner Imagination. 
hukwa

Montag, 29. Dezember 2025

Geist

 Unser Geist ist kein Glied 
der Kausalkette 
er ist der Faden an dem die Perlen hängen. 
hukwa

Sonntag, 28. Dezember 2025

Danilo Kis und die "Enzyklopädie der Toten"

 Nirgendwo 
ist 
Irgendwo. 
hukwa 
Danilo Kis war zweifelslos einer der interessantesten Schriftsteller Europas. Ein Autor des Labyrinthischen, des Traums und der Parabel. Einer der wider das Vergessens schrieb und literarisch in der Nachfolge von Jorge Luis Borges steht. Seine "Enzyklopädie der Toten", erzählt keine Storys über große Persönlichkeiten der Geschichte sondern beschreibt jene Namenslosen und Unbekannte, deren Lebensweg im Nirgendwo des Vergessens endet. Wie Borges richtet auch Kis seinen Blick auf eine imaginäre Bibliothek die Ähnlichkeit mit dem mythischen Totenreich aufweist. Vorbei an einem stummen Pförtner, dem man einen Passierschein vorzeigen muss gelangt man in die unterirdischen Gefilde wo sich die Bibliothek befindet. Das Leben der Unbedeutenden, der Ruhmlosen, der Unscheinbaren findet sich hier aufgelistet. Die Bibliothek als Akasha-Chronik. 
hukwa

Der Geruch von Schnee

 Zerrupfte schwarze Krähe 
in der weißen Birke 
Schneegeruch liegt in der Luft. 
hukwa