Samstag, 6. Januar 2024

Anteische Magie und Reinkarnation

 Nämlich die Gespenster schlafen nicht 
Ihre bevorzugte Nahrung sind unsere Träume. 
Heiner Müller
 In seiner "Gräbersymbolik" schreibt J.J. Bachofen; "Es gibt zwei Wege zu jeder Erkenntnis, der weitere, langsamere, mühsamere verständiger Kombination, und der kürzere, der mit der Kraft und Schnelligkeit der Elekrtizität durchschritten wird, der Weg der Phantasie, welche vor dem Anblick und der unmittelbaren Berührung der alten Reste angeregt, ohne Mittelglieder das Wahre wie mit einem Schlag erfasst." Der Begriff anteische Magie stammt von Aby Warburg, er meinte damit eine durch direkte Berührung ausgelöste Entladung latender Erinnerungsgehalte (unseres Unbewussten). Je tiefer wir in die persönliche Geschichte "hineinwandern", desto mehr kommen wir mit unserer persönlichen "Urgeschichte" (Reinkarnationsablagerungen) in Kontakt. Es tauchen vergessene Erinnerungen im Gedächtnis auf, die uns anfangs fremd erscheinen, jedoch durch intensives Nachdenken plötzlich erfahrbar werden. Mit der anteischen Magie kann man sich Schritt für Schritt in die eigene Urgeschichte hineinbewegen. 
hukwa