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Freitag, 3. April 2026

Der Weg des Shugendo

 

„Einen Berg

bewusst zu Besteigen

ist etwas mystisches“.

Hukwa

In alten Zeiten verehrte man in Japan viele Berge die als heilig galten. Im frühen 7.Jahrhundert entwickelte sich dort Shugendo – der Weg -mit dessen Hilfe die Menschen mittels Pilgerschaft und Rituale oder durch Rückzug in die Bergeinsamkeit ihre geistigen Kräfte stärkten. Bedeutung und Ziel von Shugendo werden durch die Herkunft des Namens klar ersichtlich: Shugendo bedeutet: beginnende Erleuchtung des einem Pilger innewohnenden göttlichen Wesens; gen-seine Verwirklichung; und do- das Erlangen dessen, was Buddha als Nirwana und die Japaner als „nehan“

bezeichnen. Von den 134 geheiligten Bergen der Shugendo-Sekte war der Berg Hakuro mit seinen 33 Haupttempeln der bedeutenste. Auf dem Berg sind zu jeder Jahreszeit Rituale vorgenommen worden, in deren Verlauf Pilger in „den Berg eintraten“ und diese Welt zugunsten einer „Andersswelt“ hinter sich ließen. Eihei Dögen schrieb:

„Seit urvordenklichen Zeiten sind die Berge der Lebensraum der großen Weisen, sie haben die Berge zu ihren Kammern gemacht, zu ihren Körpern und Geist. Und durch diese weisen Männer wurden die Berge verwirklicht. Wieviele große Weise wir in den Bergen dort auch versammelt glauben, seit sie ins Gebirge eingingen, ist niemand auch nur einem einzigen von ihnen begegnet. Das ist nur das Verwirklichen des Lebens der Berge: nicht eine einzige Spur ihres Eingehens blieb zurück“.

H.W.

Samstag, 16. Oktober 2021

Du bist das URATOM

In den Tiefen unseres Geistes 
in der Verborgenheit 
des UNBEWUSSTEN 
existiert etwas ganz ANDERES 
etwas EXISTIERT 
unterhalb unserer Oberfläche 
in den Tiefen unseres Inneren 
jenseits der alltäglichen Grausamkeiten 
die wir dem PLANETEN antun 
existiert ein 
ALLTAG 
in dem ein allesumfassendes SEIN wie ein Herbstnebel uns umgibt in diesem Nebel wandert das 
URATOM  
jene SUBSTANZ die wir wirklich sind 
in der ECHTHEIT unseres SEINS 
stell dir vor: 
Da ist ein ATOM das Millionen von Jahren verborgen war in einem Eisberg und jetzt da der Eisberg schmilzt und das Atom aus seiner ERSTARRUNG erwacht, beginnt seine Wanderung: 
es erscheint in 
einem Grashalm 
einem Baum 
einer Ameise 
einem Karpfen 
einem Hirsch 
in einem 
MENSCHEN 
und 
SCHMETTERLING 
dann verschwindet das Atom wie der Schmetterling durchlaäuft die nächste METAMORPHOSE um irgendwann in irgendeinem UNIVERSUM seine nächste WANDERUNG zu beginnen 
STELL DIR VOR 
DU BIST DAS ATOM. 
hukwa

 

Montag, 8. Februar 2021

Die geheiligte Einheit der Biossphäre

Die christliche Mystikerin Hildegard von Bingen hatte im 12. Jahrhundert eine wunderschöne Vision der schöpferischen Natur. Sie berichtet von einer inneren Stimme die sie hörte: "Ich bin jene höchste, glühende Kraft, die alle Lebensfunken aussendet. Der Tod hat keinen Teil an mir, und doch bin ich es, der ihn zumißt, weswegen ich mit Weisheit, wie mit Flügeln, umgürtet bin. Ich bin jener lebendige glutvolle Geist der göttlichen Substanz, der in der Schönheit der Felder glüht. Ich leuchte im Wasser, ich brenne in der Sonne, im Mond und in den Sternen. Mein ist jene geheimnisvolle Kraft des unsichtbaren Windes. Ich erhalte den Lebensoden alles Lebendigen. Ich atme im grünen Pflanzenwuchs und in den Blumen, und wenn das Wasser lebendigen Wesen gleich herniederfließt, so bin ich es. Ich habe jene Säulen geformt, die die ganze Erde tragen... Sie leben weil ich in ihnen und ein Teil ihres Lebens bin. Ich bin die Weisheit. Mein ist das Brausen des donnergleichen Wortes, durch welche alle Dinge erschaffen wurden. Ich durchdringe alle Dinge, auf das sie nicht sterben. Ich bin das Leben." 
Was Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert geschrieben hat kann man in unsere Zeit übersetzt die "geheiligte Einheit der Biosphäre" (Gregory Bateson) nennen. Das Seinsmuster das alles Lebendige im Kosmos zusammenhält. 
hukwa

Montag, 19. August 2019

Die spirituelle Dimension der Nacht

Wenn die Nacht hereinbricht gehöre ich nicht mehr der materialistisch-irdischen Welt an sondern bewege ich mich ganz in einer spirituellen Welt. Es ist mir dann als schlüpfte ich aus einem Kokon heraus und betrete ein Reich das ich als meine wirkliche Heimat bezeichnen möchte. Dann gelingt es mir den Mantel der profanen Welt abzulegen und in eine transzendentale Dimension einzutreten. In jene Welt die von Hindus, Buddhisten und Anderen als die wirkliche Welt bezeichnet wird.
hukwa

Dienstag, 28. Mai 2019

Nur eine Form...

Jetzt, im Monat Mai sind es die ewigen Gestaltungen der Natur die mich in die Wälder locken. Eine Kraft von der alle Dinge erfüllt sind kann man nun spüren. Nur in den Wäldern erscheinen noch jene Wunder die durch die Zivilistion andern Orts schon lange verloren gingen. Es sind die gleichbleibende Gesetze die hier vorherrschen und doch ist auch eine stete Änderung in ihnen sichtbar.Und oft spüre ich nun dass ich selbst nur eine Form dieser Kraft und Naturenergie bin.
hukwa

Dienstag, 7. Mai 2019

Allegorie

Heute Morgen um 5.Uhr früh saß ich unter dem mächtigen Eichbaum im Trippstadter Schlosspark und lauschte dem Frühlingskonzert der Vögel.
In solchen Momenten spüre ich sehr deutlich, eine Ähnlichkeit mit dem Wesen der Pilze. Wenn wir einen Pilz betrachten schauen wir ja nur seinen Fruchtkörper, sein wirkliches Wesen und unterirdisches Leben, sein Wurzelgeflecht ist für uns fast unsichtbar. Für mich ist dies eine Allegorie zur menschlichen Seele. Spielt sich in unserem Unbewussten nicht der Hauptteil unseres Lebens ab?
hukwa

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Mittlerin zwischen den Welten

Ziel eines Lebens das auf einem spirituellen Fundament aufbaut ist die Vereinigung mit etwas höherem, einem Höchsten - Einen. Dies ist nichts anderes als die Rückbindung (religio) zur Quelle. Oft kehrt man zu diesem Urgrund zurück ohne das man es bemerkt nämlich durch die Reise die unsere Traumseele jede Nacht unternimmt. Unser Traumbewusstsein ist sehr vielschichtig. So wie es Menschen gibt die ein reines Herdendasein leben, und am täglichen Sein vorbeilaufen weil ihr leben nur Oberfläche ist so ist es auch mit unserem Traumbewusstsein: Manche schauen in Träumen mehr als Andere. In solchen Fällen von bewussten Traumleben funktioniert die Traumseele als Mittlerin zwischen den Welten und den Jahrhunderten. Diese Traumseele schenkt uns jene Überwirklichkeit die es uns ermöglicht Zeitreisen zu unternehmen.
hukwa

Montag, 11. Dezember 2017

Altes und neues

Für die meisten Menschen ist die Weisheit einfach nur Narrheit. Sie können die Hintergründe des Daseins nicht schauen. Für diese Menschen hat nur das Neue Bedeutung. Sie spotten über das Althergebrachte, dabei merken sie nicht dass sie den Ast auf dem sie Sitzen zersägen. Wenn wir der Geschichte der Natur innewerden, wenn sie uns immer bewusst begleitet, öffnet sich uns ein mystischer Vorhang dabei können wir einen Blick in die wirkliche Realität tun.
hukwa

Sonntag, 29. Oktober 2017

Der Schlüssel zum Universum oder die kosmische Bestimmung des Menschen

Aus Indien wird uns eine uralte Legende überliefert: Vor Anbeginn der Welt war nur Gott. Das war für ihn wohl recht langweilig. Aufgrund seiner Allmacht schuf er deswegen die Welt aus sich selbst heraus, um damit spielen zu können. Die ersten Wesen aber die er dabei geschaffen hatte, kannten ihre Herkunft und fanden die Welt nicht so interessant und wussten den Weg zurück zu Gott immer wieder zu finden. Der war damit bald wieder in der gleichen Situation als zu Anfang. Also berief er eine Konferenz aller Götter ein, die er dazu gezeugt hatte das sie ihm beim regieren der Welt ein wenig zur Hand gingen. Diese schlugen ihm nun hinsichtlich seiner Probleme vor, den Himmel doch einfach abzuschließen und den Schlüssel zu verstecken. Aber wo? Viele Vorschläge wurden gemacht, ohne das man sich hätte einigen können. Die menschlichen Wesen, die nun die Erde bevölkerten, waren sehr intelligent und würden ihn sicher überall suchen, selbst in den Tiefen der Meere und Ozeane, ja selbst im Universum, wenn sie einst die Möglichkeit dazu haben.
Niemals aber werden die Menschen nur einen Schritt in sich selbst hineintun, meinte Gott, daher werde ich denn Schlüssel zum Universum im Menschen selbst verstecken. In der Tiefe des menschlichen Unbewussten also versteckte Gott den geheimnisvollen Schlüssel.
Was könnte der Schlüssel wohl darstellen, denn Gott Tief in uns versteckt hatte? Vielleicht ist der Schlüssel ein Symbol für etwas das mit unserer verbindjung zum Kosmos zu tun haben könnte? Vielleicht ist es dass was die alten Taoisten Chi nannten? Jene Ur-Einheit aus der die universellen Gegensätze von Ying und Yang hervorgehen, die durch ihr Wechselspiel denn Grundstein für die Vielfältigkeit unserer sichtbaren Welt legen. Das gleiche wiederholt sich bei den Hindus in dem Sanskritbegriff Mulaprakriti, einer Urquelle, aus der durch Involution und anschließende Evolution alle Dinge entspringen. Das chinesische Tao hat die gleiche Bedeutung. Die Upanishaden sprechen von der "Mutter aller Dinge", die Brahman ist.
"Brahman dehnt sich aus; aus ihm ist die Materie hervorgegangen, und aus der Materie das Leben, der Geist, die Wahrheit und die Unsterblichkeit...(Mundaka, Upanishaden, Vers8).
In seinem Essay, Kosmos, Geburt und Wiedergeburt einer Vision, schreibt Ervin Laszlo:" Die Vision, die in den neuesten Kosmologientheorien wieder auftaucht, drückt sich vielleicht am deutlichsten im Raja-Yoga aus; "der königliche Weg", wird in Pantanjalis-Yoga – Sutra dargestellt, und östliche Gelehrte halten ihn für die wirkungsvollste Möglichkeit die Einheit zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen zu erlangen. Yogi Swami Vivekananda beschreibt die Kosmologie des Raja – Yoga anhand zweier Grundelemente: Akasha und Prana. Akasha ist die Substanz, die allem, was existiert, zugrunde liegt, während Prana die Urenergie ist, die auf alles einwirkt und alles formt. Am Anfang gab es nur Akasha, und am Ende wird es wieder nur Akasha geben. Akasha wird zur Sonne, zur Erde, zum Mond, zu Sternen und zu Kometen; aus ihm wird der tierische und der menschliche Körper, die Pflanzen, und alles was existiert. Prana hingegen ist die unendliche und allgegenwärtige Kraft, die auf Akasha einwirkt. Prana ist Bewegung, Gravitation und Magnetismus; es ist gegenwärtig in den Handlungen der Menschen, in den Nervenströmen des Körpers und sogar in der Kraft der Gedanken. Am Ende einer kosmischen Phase lösen sich alle Kräfte wieder in Prana auf, so wie alle Dinge in Akasha vergehen. Und Akasha ist nicht passiv: Als legendäre
"Akasha Chronik" bewahrt es die Spuren von allem auf, das im Kosmos stattfindet".
Leider ist der Mensch von heute zu rational eingestellt als dass er in dieser Chronik noch lesen könnte, er ist von der ihn umgebende Wirklichkeit so überzeugt, dass er andere Wirklichkeiten und Ebenen, in seiner Welt, nicht als existierend anerkennt. Aber dennoch wird er hineinwachsen müssen, durch die kosmische Evolution an der er ja beteiligt ist. S. Radhakrishnan schreibt in seiner wunderbaren Bhagavadgita – Übersetzung folgendes..."Der Mensch befindet sich auf der vierten Stufe, vijnana oder Vernunft. Er ist nicht der Herr seiner Handlungen. Er hat Kenntnis von der allumfassenden Wirklichkeit, die in dem ganzen Weltenplan wirkt. Er scheint Materie, Leben und Geist zu kennen. Er beherrscht in einem hohen Grade die materielle Welt, das Leben und selbst die dunklen Regungen seiner Wesensanlagen, ist aber noch kein vollkommen erleuchtetes Bewusstsein geworden. Wie die Materie vom Leben, das Leben vom Geist und der Geist durch die Vernunft abgelöst wird, so wird der verständige Mensch in ein höheres, göttliches Leben hineinwachsen. Fortschreitende Selbsterweiterung ist ein Naturtrieb. Gottes Weltplan oder die kosmische Bestimmung des Menschen besteht in der Verwirklichung des unsterblichen Bestrebens durch den sterblichen Körper, der Erfüllung des göttlichen Lebens in diesem und durch dieses physische Gefäß und das intellektuelle Bewusstsein."
Das Göttliche wohnt im innersten Wesenskern des Menschen und kann nicht ausgelöscht werden. Es ist das innere Licht, der Schlüssel zum Universum, die kosmische Bestimmung des Menschen.
Gleiche Ansichten finden wir bei Platon, bei Spinoza und Leibnitz. In Platons Ideenlehre sind die Ideen objektiv und göttlichen Ursprungs, sie gehen auf das Eine zurück. In einem jenseitigen Raum hinter der sichtbaren materiellen Welt sind sie das Ziel allen menschlichen Strebens. Das irdisch-materielle ist nur ein Schatten (Maya?), denn die eigentliche Wirklichkeit beginnt außerhalb des stofflichen Lebens, in einer anderen zeitlichen Dimension.
Nach Spinoza gibt es drei Gattungen von Erkenntnis. Die Sinneswahrnehmung, das rationale Denken und die intuitive Erkenntnis: "Die rationale Erkenntnis geht diskursiv vor, während die intuitive Erkenntnis mit einem Blick in die ontologische Tiefe dringt. Sie erfasst die Modi als Ableitungen aus der Substanz, sie sieht in ihnen die Substanz selbst und ihre Notwenigkeiten. In der Wissenschaft, in der rationalen Erkenntnis, verbinden wir einen Modus mit einem anderen Modus in der Kette der Ursachen. In der intuitiven Erkenntnis dagegen verknüpfen wir nicht mehr Modus mit Modus, sondern wir verbinden die Modi mit ihrer kausalen Notwendigkeit mit der ontologischen Notwendigkeit der Substanz". (Jean Hersch). Also, nicht Modus an Modus, sondern Modus an Substanz. Zu dem Begriff Modi schreibt Spinoza:"...unter Modus verstehe ich die Affektionen (vorübergehende Zuständlichkeiten) der Substanz". Modi sind alle endlichen, unselbstständigen Einzeldinge, Einzelheiten, die in den zwei gänzlich getrennten Reichen des Räumlichen und des Denkens als vorübergehende Formen der unterschiedlichen Substanz existieren.
Man kann also sagen: Die Substanz ist in jenem jenseitigen platonischen Raum der Ideen zu Hause. Über die Modi erreichen uns sozusagen "Wellen" der Substanz. Der Mystiker würde sagen: Uns erreichen schwache Lichtstrahlen des göttlichen Lichtes.
Leibnitz erklärt uns das ähnlich in seiner Mondalogie: Die wahren Substanzen sind selbsttätige, kraftbegabte, seelische Einheiten, Monaden, deren Wesen vorstellen ist. Jede Monade ist ein Spiegel des Universums. Die Monaden bilden eine Stufenfolge von der untersten schlummernden Monade, deren Seelenleben noch unbewusst ist, bis zur göttlichen Monade, der Monade der Monaden.
Dies ist Philosophia perennis, die ewige Philosophie, mit ihren immer und ewig geltenden Wahrheiten, die zusammen das höchste, aufgerichtete Wissen verkörpern.

hukwa
Foto©hukwa

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Das ist wahre Mystik

Manchmal sollte man den Begriff der Größe vergessen. Dann wird der Waldteich zum Ozean und ein kleiner Berggipfel zum Himalaja. Wenn ich mit dem kosmischen Ganzen verbunden bin fallen alle Grenzen und ich erkenne im fallenden Herbstlaub das sich bald zersetzen wird, die Formbildende, schöpferische Urkraft der Natur. Nichts in der Natur verschwindet je ganz, alles atmet in sich den Keim eines Neuen, eines Anderen. Wie Blake sollte man sich darinnen üben, im Sandkorn eine ganze Welt zu sehen und im Regentropfen den Ozean erblicken. Wer die Signatur lesen kann lässt alle Grenzen hinter sich. Das ist wahre Mystik! Carpe diem!
hukwa

Donnerstag, 24. August 2017

Von der hermetischen Kette und dem platonischen Ring

Alles was die Natur durchzieht ist mit der "großen Sympathie" verbunden. Der Mensch ist ein Einziges, um dieses Einzige zu Erkennen, muss man es vorerst dreifach sehen:
als ein biologisches seinem körperlichen Leib nach;
ein ätherisch-kosmisches seinem Geiste nach;
ein göttlich-tranzendentes seiner Seele nach. 
Also nimmt der Mensch an allen drei Welten (Jezirah, Aziluth, Briah) teil. Deshalb nennt man den Menschen Mikrokosmos. Seine aufgabe ist es letztendlich mit der Natur in Einklang zu existieren.
hukwa

Sonntag, 20. August 2017

Elfenblut

Fingerhut
Zwergenhut
stehst so still am Waldesrand
Einsamkeit umhüllt dich
Fingerhut
Zwergenhut
geflügelte Elfin bei dir wohnt
man sieht sie nur bei vollem Mond
wo im fahlen Licht
Schwärmer fliegen
im Nachtfalterflug
Fingerhut
Zwergenhut
dein Saft ist reines Elfenblut
zarte Blüten
sanfte Blätter
möge dich die Elfin
ewiglich behüten.
hukwa

Mittwoch, 16. März 2016

Der richtige Weg zum kosmischen Bewusstsein

Die meisten Menschen sehen den Kosmos mit den Augen der Positivisten, die ein "totes" Universum schauen. Der homo religiosus, als der mystische Mensch, versucht den wissenschaftlichen Gedanken über den Kosmos, mit seinem mystischen Gefühl zu assimilieren. Dies ist der richtige Weg zum kosmischen Bewusstsein.
hukwa

Montag, 7. März 2016

ErdSein

Wenn ich auch durch Sternenmeere reise
ich Pilger
durch Milchstrassen Äonen
gefallener Engel und
wiedergeborener Stern
so bleibe ich dir treu
Alte Erde
schau ich aus fernen Galaxien
deinen blauen Körper sanft
so spür ich das Salz deiner Meere
in meinen Adern Rauschen
ich rieche den Duft deiner harzigen Wälder
schmecke die Sandkörner deiner Wüsten
die Hitze deiner Vulkane
brennt in meinen Gedanken
Alte Erde
auf ewig verbunden ist unser Sein.
hukwa

Sonntag, 21. Februar 2016

Mein Großvater der Kranich

Im letzten Herbst hatte ich einen seltsamen Traum. Ich träumte mein Großvater wäre in der Reinkarnation eines Kranichs zurückgekehrt. Am nächsten Tag geschah etwas ganz seltsames, etwas das eigentlich gar nicht Geschehen dürfte. Es war im Oktober zur Zeit da die Kraniche über unseren Ort ziehen. Es ist immer wieder etwas ganz besonderes ihren Wanderzug zu beobachten. Die Vögel waren fast schon außer Sichtweite, als sich plötzlich ein Einzeltier aus dem Zug löste, zurückflog, kreischend eine Runde über mir drehte um sich seinen Artgenossen wieder anzuschließen. Ich bin sicher der Geist meines Großvaters lebt in diesem Vogel weiter. Ich freue mich schon auf den Frühjahrzug der Vögel.
hukwa

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Eine schamanistische Seance beim Scharderkopf

Es war während der Zeit des Oktobervollmondes. Der Wald trug schon sein buntes Herbstkleid. Am Abend machten wir uns auf den Weg hoch zum Berg. Anfangs benötigten wir noch Taschenlampen aber nach etwa einer Viertelstunde ging plötzlich hinter der mächtigen, alten Douglasie der Vollmond auf. Nun schien der Wald wie verzaubert. Wir spürten sehr deutlich dass wir in eine andere Bewusstseinsstufe hineinliefen. Aus der Ferne rief der Waldkauz und bei der alten Schutzhütte angekommen, beobachteten wir eine Zeitlang die Fledermäuse die hier durch die Nacht schwirrten. Bis auf wenige Naturgeräusche war es sehr still im Wald. Gespenstisch still.
Beim Scharderkopf angekommen bestiegen wir die Felsgruppe und nahmen auf dem Plateau unsere Plätze ein. In dieser wunderschönen Vollmondnacht war die Aura dieses Platzes noch mystischer als es schon am Tage hier ist. Überall standen mächtige buchen und Eichenbäume und durch ihr entlaubtes Geäst wanderte der unruhige Mond. Es war windstill und man roch überall den Herbst, sein welkes Laub, das Moos und die feuchte Erde.
Nach einiger Zeit der Meditation bereitete ich die Seance vor.
Ich streute das Tabakopfer aus, zündete das Rauchwerk an und stellte vier brennende Fackeln auf.
In einer Kupferschale brannte ich mit harzigen Kiefernholz ein kleines Lagerfeuer. Dann holte ich die Trommel hervor, begann sie zu schlagen und nach einiger Zeit die schamanistischen Anrufungen zu singen.
Anfangs war es sehr still nur meine Stimme hallte leise durch den Wald. Irgendwann ertönte der Ruf des Waldkauz der anscheinend immer näher kam. Es dauerte nicht lange dann hörten wir alle das er direkt auf einem der Bäume neben den Felsen saß. Sein Ruf schien nun mit dem Gesang mithalten zu wollen. Nach einiger Zeit brach sein Ruf abrupt ab, ich hörte sofort mit dem Singen auf. Innerhalb weniger Sekunden kam nun Wind auf. Eine unbekannte, ja unwirkliche Stimmung hatte mit einem mal die Umgebung erfasst. Ich spürte die Innere Unruhe meiner Begleiter, mir waren ja solche Situationen recht gut bekannt, dennoch, einer gewissen unheimlichen Stimmung die sich nun ausbreitete konnte ich mich auch nicht ganz erwehren.
Der Wind wurde langsam aber stetig stärker, wirbelte das Herbstlaub vom Boden auf und plötzlich hörte man das knacken von Ästen. So schnell wie er aufgestiegen war legte sich der Wind wieder nur das Geräusch von brechenden Ästen blieb. Es kam immer näher, bis an den Fuß des großen Felsens auf dem wir saßen, dort verstummte es. Uns war klar, wir waren nicht mehr alleine, unter uns war etwas, und zwar etwas Unheimliches, beängstigendes. Meine Begleiter wurden immer unruhiger und ängstlicher, mir war klar das es nicht mehr lange dauern könnte und sie würden in Panik ausbrechen. Ich deutete ihnen im Fackellicht mit Handzeichen an, dass sie sich vollkommen ruhig verhalten sollten. Dann stand ich auf holte die Opfergaben hervor und legte sie an den entsprechenden Platz auf dem Felsen und begann leise zu singen. Jetzt hörte man wieder das knacken von dürrem Astholz, es hörte sich an wie Schritte die sich langsam entfernten. Ich hörte auf mit dem singen, machte den Anderen durch Handzeichen klar dass sie auf keinen Fall sprechen sollten. Wir reinigten den Platz aufs sorgfältigste, ich achtete darauf das nichts zurückblieb außer den Opfergaben, dann traten wir schweigend den Rückweg an.
Als wir weit genug vom Berg entfernt waren sagte ich das wir nun wieder reden können. Mir schien es das dies für alle eine große Erleichterung war, so als würde durch das Reden ein geheimnisvoller Bann gebrochen.
Keiner aber sagte auch nur ein Wort über das seltsame, unheimliche Erlebnis.
hukwa






Samstag, 15. November 2014

Der mystische Kompaß des William Blake

"Ich reiste durch ein menschlich Land,
Ein Land von Mann und Weibern auch,
Schreckliche Dinge sah ich dort,
Kein kalter Wanderer ahnt den Brauch."

So lesen wir bei William Blake in seinem Gedicht "The Mental Traveller" - "Der Wanderer im Geist". Blake war ein Geistwanderer (wie ich auch) der Zeit seines Lebens mystische Reiche durchwanderte. Ich bin mir sicher dass Blake einen direkten Zugang zur "Anima Mundi" der platonischen Philosophie hatte. Diese müssen wir uns als eine Art "kollektives Weltgedächtnis" vorstellen. Die Anima Mundi besteht unabhängig von unseren individuell verkörperten Erinnerungen speist sich dennoch aus deren Gedanken und Bildern. Um ins Werk von Blake einzudringen benötigt man einen mystischen Kompass, ebenso um in die Anima mundi einzudringen
hukwa

Sonntag, 21. September 2014

Ich bin im Ei des Dompfaffs - naturmystische Gedanken

Naturmystik ist eine Mystik des reinen Schauens, sie will uns nicht erklären, sondern lehrt uns das Fühlen. In dem wir Natur in ihrer Ganzheit erfassen sind wir auf dem Weg Naturmystiker zu werden.
Suzuki hat dies einmal sehr schön ausgedrückt:
"Kindlichkeit muss nach langen Jahren der Übung in der Kunst des Sich - Selbst - Vergessens wieder erlangt werden. Ist dies erreicht, dann denkt der Mensch und denkt doch nicht. Er denkt wie der regen, der vom Himmel fällt; er denkt wie die Wogen, die auf dem Meere treiben; er denkt wie die Sterne, die den nächtlichen Himmel erleuchten; wie dass grüne Laubwerk das aufsprießt unter dem milden Frühlingswind. Er ist in der Tat selbst der Regen, das Meer, die Sterne, das Grün..."
Diese wundervollen Worte des großen Zen - Gelehrten drücken genau das aus was ich "Weg der Naturmystik" bezeichne. Es kommt der Moment da merkt der Naturmystiker, das er im Ei des Dompfaffs ist, er ist Teil des wogenden Getreidefeld; er ist im Lied der Amsel drin.
hukwa

Dienstag, 10. Dezember 2013

Alltag Allsehen Allhören

Der ganzheitliche Mensch wird in seinem All - Tag zum Allseher. Ein solcher Allseher ist der Mensch nämlich potentiell. Es sind seine Sinnesorgane die dieses Allsehen, Allfühlen, Allhören nur auf die materialistische Welt beschränken.
hukwa

Sonntag, 3. November 2013

Herbstwachstum

Wie ein Baum zwei Wachstumsperioden hat, eine im Frühjahr und eine im Herbst, so fühle ich dies auch in mir. Das Herbstwachstum ist ein spirituelles Wachstum. Man muss es pflegen damit man es nicht verliert. Die beste Pflege ist die Natur, das beobachten der Tiere und der Aufenthalt in den Wäldern. Im Herbst werde ich zum Naturmystiker - den die Natur ist die Sprache der Allseele.
hukwa