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Freitag, 24. April 2026

Gartenandacht

 An der Grenze zum Schweigen 
finden wir 
das Tor zur Transzendenz. 
hukwa 
Ich gehe in den Garten um die Welt hinter mir zu lassen. verstecke mich vor Dummheit und Oberflächlichkeit, vor Wichtigtuern und Egoismus. betrete das Reich der Pflanzen in metaphysischer Andacht. Bewundere Löwenzahn,Akelei und ihre Artgenossen. In mir ein Gefühl des zu hause sein. so vergehen die Tage, unscheinbar von aussen doch innen ein Fest der Wunder. 
hukwa

Montag, 27. Juni 2022

Sommerliches Du

 Im Schattengarten 
verweile ich 
Echsenauge im Baumgesicht 
Libelle geht auf Jagd 
Morgensonne 
hängt in den Spinnweben 
des Erlengebüsch 
Sperlingsgezetter 
in sommerlicher Glut 
es spricht das dunkelnde Du. 
hukwa

Donnerstag, 23. Juni 2022

Taubenschwänzschen

 Aus Windenblüten 
wie ein Phönix 
das Taubenschwänzschen. 
hukwa 
Heute sah ich das erste Taubenschwänzschen in diesem Jahr. Es flog aus einer Windenblüte auf. Bisher sah ich die Taubenschwänzschen immer erst Ende April bei uns. 
hukwa

Dienstag, 7. Juni 2022

Der Garten ein spiritueller Meditationsraum

 Im Rosengebüsch 
wie ein silberner Pfeil 
die Elster. 
Dies Haiku entstand als am Morgen die Elster aus dem Rosenbusch flog. 
Aus dem Rosengebüsch 
schnellte wie ein silberner Pfeil 
die Elster.
Jeden Morgen wenn ich den Garten betrete übe ich mich darin die Pflanzen als metaphysische Wesen zu sehen. Wennn ich mich in diesem alten Garten aufhalte erwacht mein Zen-Geist, dann fühle ich die Aura von Satori. So ist mir der Garten ein spiritualisierter Raum.  
hukwa
 

Montag, 6. Juni 2022

Entblößte Erde

 In meinem Gartenschuppen befindet sich eine kleine Sammlung von Naturbüchern in die ich während der Gartenarbeit immer wieder mal hineinschaue. heute morgen las ich folgenden text von Vladimir Soloukhin der sehr nachdenklich stimmt: "Wir zertampeln die Kräuter zu Staub, wir entblößen die Erde durch Bulldozer und Traktoren, wir bedecken sie mit Beton und glühenden Asphalt. Wir übergießen sie mit Öl, Müll und Säure, Alkalis und anderen Giften..." 
Ich bekomme das seltsame Gefühl nicht los dass wir uns mehr Mühe dabei geben unsere natürliche Mitwelt zu zerstören anstatt sie zu retten. 
hukwa

Sonntag, 5. Juni 2022

Rosenblüte und Dompfaff

Hundsrose und Kartoffelrose blühen im alten Garten. Wildrosen sind mir die liebsten Rosen. An beiden Sträuchern haben sich auch schon Erzwespe und Rosengallwespe eingefunden.letztere hat bereits ihren Haarfilz in den Blattachseln der hundsrose gebildet. Es ist immer wieder erstaunlich wie schnell sich die Siedlungsdichte von Kleinstlebewesen und Insekten entwickelt wenn man im Garten nicht all zu starren "Sauberkeitsidealen" nachhängt und der Natur ihren Lauf lässt. 
Im dichten Efeu versteckt sich der Dompfaff. Ich nehme Notizbuch und stift zur Hand und ein Haiku entsteht. 
Im Grün des Efeus 
ein roter Schimmer 
des Dompfaffs Gefieder.  
hukwa 

Montag, 30. Mai 2022

Früher Morgen im alten Garten...

Fotos©UteKW


 

Feinstoffliche Gedanken

 Wärend des Frühlingswindes 
lausche ich 
dem Flüstern der Bäume. 
hukwa 
Den Unterschied zwischen feinstofflichen und grobstofflichen Denken kann man besonders bei Überlegungen über die Natur erfahren. Die Natura naturans ist die erzeugende schöpferische Natur, die Natura naturata ist die wirkende Natur, die Welt der Einzeldinge in der Natur. Feinstoffliche Gedanken sind immer schöpferisch, sie schauen die "Naturdinge" in ihrer Ganzheit. Wenn man in der Eichel die Eiche erkennt, denkt man feinstofflich. Metaphysisch betrachtet heißt das in der Natur eine höhere Naturerkenntnis zu erkennen. 
hukwa

Sonntag, 22. Mai 2022

Sommer erwacht

Sommerliches Leben. Abstand vom Gewoge der Zeit.Die Gunst der Stunde jetzt nutzen. Fliehen in den Ätherraum der Meditation. 

 Spürst du tief in dir 
nahende sommerliche Glut 
lausche der Sprache von 
Baum und Strauch 
lebe an der Quelle beim alten Eichbaum 
Sperlingsgezwitscher 
unterm Schuppendach 
im alten Garten 
ist der Sommer erwacht. 
hukwa

Freitag, 20. Mai 2022

Ein Akt von Hingabe und Meditation

An der Blüte der Akelei 
in tiefer Seelenruhe 
der Marienkäfer. 
hukwa  
Der frühe Morgen im Garten, in der freien Natur ist mir ein Schlüssel zu den Tiefen meines Unbewussten, zu jenen Geheimnissen in mir, die mich mit einer uralten Vergangenheit verbindet. 
Früher Morgen 
im Garten 
umgeben von Pflanzen und Vögeln 
Kröten und Insekten 
dem billigen Geschwätz der Welt entzogen 
erkenne ich die unendliche Bewegungen 
meines Geistes 
spüre die Sympathie der Natur 
jedem Wesen hier 
unsichtbar oder sichtbar 
zolle ich meine Achtung und Aufmerksamkeit 
lasse meine Tätigkeiten 
zu einem Akt von  
Hingabe und Meditation werden. 
hukwa 

Donnerstag, 19. Mai 2022

Da ist viel mehr

 Ich sitze im Garten 
bewundere die Vielfalt der Pflanzen 
mein Denken ist dem Universum gleich 
die Sehnsucht nach der Höhe 
schon vor zweitausend Jahren 
saß ein Philosoph 
in seinem Garten 
umwuchert von Pflanzen 
wissend 
da ist viel mehr 
als ihr euch in eurer Ilusion vorstellt. 
hukwa

Dienstag, 17. Mai 2022

Echsenauge im Baumgesicht

Holunderblüte 
rätselhafte Grüße 
im Garten verweile ich 
Echsenauge im Baumgesicht 
Hornisse geht auf Jagd 
die Akelei im Wind 
es spricht 
des Gartens dunkelndes Du 
im Duft des Holundergebüschs. 
hukwa 

Sonntag, 15. Mai 2022

Pflanzenkommunikation

"Die Pflanze lässt sich- sei es physisch oder metaphysisch- von der Welt, die sie beherbergt, nicht trennen. Sie ist die intensivste, die radikalste und die paradigmatischste Form des in-der-Welt- seins." E.Coccia 
Ein Garten bietet seinem Eigner und Pfleger mehr als "nur" Pflanzen. Der Garten schenkt Atmosphäre und Aura, Klima und Harmonie. Er biete Allgemeinbildung und Weisheit, je nachdem wie man sich in ihm bewegt und sich mit ihm beschäftigt. In meinem Garten befinden sich Pflanzen die ich seit über 20 Jahren kenne und Pflege. Da stellt sich natürlich auch eine natürliche Kommunikation mit den Pflanzenwesen ein. Eine solche "Unterhaltung" geht meist vom Unbewussten aus, sie beginnt sobald ich den Garten betrete.                
hukwa 

Freitag, 13. Mai 2022

Wie man sich einen Kraftplatz schafft

Ich komme derzeit nicht so oft zum Schreiben. Der Garten als Denk- und Arbeitsraum beansprucht viel Zeit. Man darf den Garten dennoch nicht als reinen Arbeitsraum sehen sondern vor allem als Meditationsraum. Diesen "Raum" muss man zuerst in sich selbst schaffen, schließlich muss man ihn erweitern, auf die eigene Wohnung, auf den Garten, auf ein Stück Natur. So schafft man sich Orte der Kraft. Wenn ich einen solchen von mir geschaffenen Raum betrete, versetze ich mich in die Stimmung als würde ich einen Andachtsraum betreten. Im Garten habe ich jenen Teil der ans Nachbargrundstück grenzt mit Strohmatten und japanischem Knöterich "abgedichtet". Knöterich bannt gut die verschmutzte Aura von Anderen. 
hukwa

Donnerstag, 12. Mai 2022

Die ätzende Schleimspur des Menschenork

 Die vergangenen Tage fast ganz im Garten verbracht. Viel gepflanzt und neue Beete angelegt. Der Garten ist eine Welt für sich, man findet hier Abstand zur Welt wie im Wald auch. Die Gedanken während der Gartenarbeit sind meditativ doch auch ökologisch kritisch. Naturgeschichtlich wissen wir heute das die Menschheit diesen Planeten nicht erschlossen hat- sondern dabei ist ihn zu liquidieren. Der Mensch kam als störendes Element in eine intakte Natur. Unter seinem ätzenden Giftatem und seiner alle Natur vernichtender Schleimspur sterben die in Jahrtausenden gewachsene Naturgemeinschaften dahin. Geschichtlich gesehen begann ungefähr mit der Renaissance ein Vertilgungswahn, der den Vertilger in nicht mehr allzulanger Zeit selbst vertilgen wird. 
hukwa