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Mittwoch, 23. September 2020

Herbstanfang

Morgenröte 
die Nacht verabschiedet sich 
Herbstanfang 
Farbe und Kühle 
Trockenheit 
vergilbtes Laub 
in Gedächtnis und Erinnerung  
sind wir geblendet 
durch die Wahrheit 
die sich in der Gegenwart manifestiert. 
hukwa 

Montag, 7. März 2016

ErdSein

Wenn ich auch durch Sternenmeere reise
ich Pilger
durch Milchstrassen Äonen
gefallener Engel und
wiedergeborener Stern
so bleibe ich dir treu
Alte Erde
schau ich aus fernen Galaxien
deinen blauen Körper sanft
so spür ich das Salz deiner Meere
in meinen Adern Rauschen
ich rieche den Duft deiner harzigen Wälder
schmecke die Sandkörner deiner Wüsten
die Hitze deiner Vulkane
brennt in meinen Gedanken
Alte Erde
auf ewig verbunden ist unser Sein.
hukwa

Donnerstag, 25. Februar 2016

Ruhend unter dem alten Schamanenbaum

Februar Sonne
dein Strahl er glänzt das Waldesdickicht
über Sandsteinschichten
mit Moosgrünem Rücken
wo einsam entlegende Plätze ich aufsuche
wo grüne Eiben mit roten Früchten
sich mit Eichbaum und Fichte verdichten
heidnischer Baum
Telefon zu den alten Göttern
ruhend unter ihnen in der
Da Seienden Zeit.
hukwa

Montag, 11. August 2014

Wenn im Mondschein die Elfen tanzen

Durch stille Wälder leuchtet
das Mondlicht wunderbar
die Welt ist noch verdunkelt
bald graut der neue Tag.

Ein Wolkenvorhang schiebt sich
jetzt vor den Silbermond
er dunkelt sanft und mystisch
Wege und Bäume ein.

Auf einer Wiese hüpfet
im Mondlicht ein kleiner Elf
und wenn der Morgen sich lüftet
verschwindet er im Wald.
hukwa

Freitag, 23. Mai 2014

Wo die Toten die Toten begraben

Als ich kam
in euer Land
wo die
toten die Toten begraben
erschrak ich
vor der Lethargie
und dem Schatten eures Geistes
vor der Fäulnis eurer Gleichnisse
ich bewegte mich im Werden
doch die Sonne dieses Ortes
warf nur Schatten
vor solcher Trübnis zu flüchten
wäre zwecklos
also entfernte ich mich
zog mich aus einer Situation zurück
die Ihr als heilsam empfindet
versteckte mich in den grünen Wäldern
und trank vom Wasser
das noch nicht vergiftet ist.
hukwa

Donnerstag, 1. August 2013

Großer Berg

Von weitem schon hör ich es raunen
was einstmals auf dem Berg geschah
wo Trümmer im Dickicht verborgen
aus alter Zeit ich sah.

Hier hatten Kelten ihren Hain
und Römer strömten hoch zum Berge
hier oben wird man selbst Geschichte
hier kehre ein.

So oft ich komm um hier zu lauschen
dem Ruf aus der Vergangenheit
es rauscht mir zu aus den Eichbäumen
uralter Hauch der Ewigkeit.
hukwa

Samstag, 2. März 2013

Zugvogel

Wenn die Frühlingslüfte ziehen durchs Land
Die ersten milden Winde wehen
Dann möchte ich mit den Kranichen ziehen
Um die ganze Welt zu sehen
Schon in meiner Knabenzeit 
Erhob ich meine Arme weit
In der Hoffnung ich werde leicht
Um mit diesen Vögeln zu ziehen so weit
Und wenn im Herbst die Gänse zogen
Dann träumte ich auch wieder vom Fliegen
Ich dachte dann oft so bei mir
Ach wenn ich nur Nils Holgerson wär.
hukwa

Freitag, 4. Januar 2013

Visionssuche

Müde zog der Januar ins Land
Regen und Nebel
Erkaltetes Land
Müde tastet meine Hand
Am Abend nach dem Schlummertrank
Dem Wahrheitverkündeten göttlichen Trunk
Der mich zum Bacchus wird krönen
Am Tag sehne ich die Sternenacht herbei
Die Nacht ist mir nicht einerlei
Lässt sie auch die Seele bluten
Aber nur in der Nacht kann ich die Geister herbeirufen
Die Geister der Vergangenheit
Die mir verkünden
Es ist Zeit
Sich aufzumachen und zu suchen
Eine Vision
Die ich bisher noch nicht fand.
hukwa

Montag, 24. Dezember 2012

Unwiderstehlicher Morgen

Morgen
erscheinst du mir wie gehauener Stein
eiskalter Kristall
bist du Künder plastischer Form
dein aufdämmern ist der Seele
wärmender Mantel
Morgen
graniternes Antlitz
durchwebtes Sein
früher Morgen
Winterfell erkalteter Seelen
kühler Gebirgsbach am
Morgen
granitener
Kristallklarer
Geliebter
Morgen
übergießt für kurze Zeit
den Tag mit klarer Frische
Bruder des Regenbogens
Morgen
unwiderstehlicher.
hukwa

Montag, 3. Dezember 2012

Kehr nicht bei ihnen ein

Kehr nicht ein in ihre Tempel der Oberflächlichkeiten
Dort wo sie ihre Kinder dem gefrässigen Leviathan überlassen
Such auf den Hain des wahren Sein
Erfreue dich an der Poesie und Reinheit eines frühen
Tautropfens
Der den blühenden wilden Rosen ihren Sinn schenkt
Der kleine Zaunkönig am alten Gemäuer ist die
Offenbarung des Lebens
Such nicht ihre schmutzigen Geldscheine
Sondern jenen Kelch
In dem dein wirkliches Herz pocht.
hukwa

Donnerstag, 31. Mai 2012

Mein Land

Es gibt ein Land
ich nenne es das Land des Schweigens
ich lausche gerne in seine dunklen Tiefen
und
lese des Schweigens Hieroglyphen
am Träumer Tor
wo das geheimnis wohnt
tönen seltsame Lieder
in diesen Tönen wunderbar
wo ich mich oft verliere
erkenne ich mich dann wieder
als Ton von wundervollen Liedern.
hukwa

Letztes Mailicht

Nun geht der Mai
Monat aus dem Leib der Nacht geboren
ein letztes mal
erhebt sich die Mai Sonne
über das Land
Licht das zu neuem Lichte strebt
aus Sternenstaub geboren
das sich mit der Trollblume verwebt
Ginster strahlt so wunderbar
Flammenblüte überall
Mai warst wunderbar.
hukwa

Donnerstag, 17. Mai 2012

Ich bin ein Satyr

Ich will nicht schlafen
In dieser frühen Morgendämmerung
Ich bin aufgestanden und habe das Haus verlassen
Streiche durch das feuchte Gras
Kühle Morgenluft beschlägt mein Gesicht
Dort oben
Weit weg von mir und doch so nah
Tausendfaches Sternengefunkel
Ich bin allein mit dem Rauschen der Bäume
Der Kühle des Wildbachs
Ich laufe umher wie Bacchus
ein vollblütiger Satyr
Sehe ich ein Licht nahe vor mir
Ein Licht das eigentlich ein Gefgühl ist
Heute Morgen
Hier in den Wäldern
Spüre ich so vieles.
hukwa

Donnerstag, 10. Mai 2012

Schloßgeist

Manchmal öffnet er die Tür
Schleicht sich in den Raum
Keiner hat ihn je gesehn
Morgens wird er wieder gehn
Nächtens aber sitzt er hier
Aus der Tür der Ewigkeit
Tritt er ein in unsere Zeit
Nachts ans Fenster klopft er an
Auch im Park wandert er dann
Geht durch ihn jahrhundertlang.
hukwa

Mittwoch, 9. Mai 2012

Mein Berg

Geballtes Grün am Wegrand
Kiefernduft liegt in der Luft
Zilzalp warnt im Dickicht
Fichten stehn bemoost
Adlerfarn in Büschen
Schenken dem Wanderer Trost
Maisonne bringt wieder
Freude in mein Herz
Ruhig wie ein Buddha
Thront der Berg
Der Scharderkopf.
hukwa

Donnerstag, 1. März 2012

Schwebende Seele

Wenn fern die Sonne im Westen verglimmt
Wenn Sehnsucht die Seele einstimmt
Wenn Still der Tag verrinnt
Wenn die Seelenharfe erklingt
Wenn Diamantfarben die Sternenwelt am Himmel blinkt
Dies lässt die sanfte Seele beben
Ins All sich nun Gedanken und Gefühle erheben
Unendlich ist der raum
Durch den die Seele schwebt
Unendlich ist der Geist der diese Räume webt
Unendlich ist der Radius
Durch den der Geist sich nun bewegt.
hukwa

Montag, 27. Februar 2012

Komm in meinen Zauberwald

Komm in meinen Wald
In meinen nebligen Märchenwald
Wo unter Tannen und Fichten
Auf Moosen zwischen Farnen
In Holunderbüschen
Die Elfen das Lied des erkreislauf singen.

Komm in meinen Wald
In meinen nebligen Märchenwald
Dort werden wir im dusteren Licht der Eiben
Von den Spinnetzen den Tau auffangen
Komm in meinen Wald
In meinen mystischen Märchenwald
Dort wo der Weisdorn die alten Wahrheiten summt.

Wo unter vermoosten Steinen
Die alten Sagen lauern
Und der Häher
Der Schatzkundige
Eicheln versteckt
Komm in meinen Wald
In meinen nebligen Märchenwald
Dort lege ich euch aus Buchenhölzern Runen
Dort lesen wir die Gedichte
Aus dem Buche der Natur.
hukwa

Sonntag, 26. Februar 2012

Adonis

In dieser Nacht da der Mond kaum merklich im
Abnehmen begriffen ist und die
lauen Winde durch die
dunklen Wälder tanzen
Stieg er herab aus der
Krone eines uralten Baumes
Unter der eine Nymphe im weichen Moos schlief
Bewacht von einem grünen Einhorn
Er wusste um die Vergänglichkeit der Tage
Daher zog er weiter zu den dunklen Waldseen
An dessen Ufer sich die Waldgeister versammelt hatten
Hier wo finstere Wünsche unbekannter Herkunft über den
Wassern schweben
Beschwor er die Elemente
Befahl dem Nordwind sich in die Berge zurück zu ziehen
Der Wald versank in Grabesfinsternis und
Mit rauher Stimme rief er die Demeter
Sowie die Töchter des Okeanos
Er beschwor die Elemente
Bannte das unsterbliche Pferd des Hades
Der ein Sohn des Kronos ist
So traten aus der Erde die Blumen des Frühlings
Mit ihr die Herrin Demeter
Die Tochter der Rheia
Deren Haar in reichen Flechten wächst
Zur Zierde der Bäume
Und der da herabstieg von der Krone des uralten Baumes
War kein anderer als Adonis
Der zur himmlichen Hochzeit aufrief.
hukwa

Freitag, 24. Februar 2012

Abendspaziergang durchs Waldtal

Rauschende Bäume am Hang
Euch lausch nich schon mein Leben lang
Archaisch anmutender Sang
Dringt in mein Muschelohr
So vieles das ich schon verlor
Bleib mir erhalten Waldesrauschen
So dass ich als
Sternkind und Steinknabe
Zu euch steige empor.
hukwa

Donnerstag, 23. Februar 2012

Verborgenes in den Buchen

Ich sah den Habicht kreisen
Hoch oben bei den Wolken
Ich lieg im Hain der Buchen
Traumselig heimgesucht
Ich schaue in den Himmel
Wolken im rötlichen Gewimmel
Bald naht das Abenddämmern
Es ruft aus alten Tagen
Wie eine Melodie
Die Kindheit kehrt nie wieder
Und doch ist da ein Schimmern
Ein fahles weißes Glimmern
Ein entzückendes erinnern
An meine Kindheitstage
Als wär verborgen im Gedächtnis der Buchen
Eine Schatzkiste die ich heute erst entdeckt.
hukwa