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Donnerstag, 17. September 2020

Eigenzeit und Zeitpolitik


 "Ich hatte nur zu bewahren und zu erhalten, und das ist ein 
stilles unscheinbares Werk. Die Neuerung ist ein ruhmvolles Tun; 
doch sie ist uns in einer Zeit untersagt, in der wir von Neuerungen 
zu Boden gedrückt sind und kaum wissen, wie wir uns ihrer erwehren sollen". 
Montaigne 

Eine ökologische Politik muss dafür sorgen, das die Eigenzeiten der Natur, zum Maßstab für menschliche Eingriffe in den Naturhaushalt erhoben werden. Diese Eigenzeiten sind Resultate der Evolution, sind biologische Fakte. Unsere Hochgeschwindigkeitsgesellschaft ist nicht nur moralisch bedenklich sondern auch wenig zukunftfähig. Ein Wirtschaftswachstum, das auf maximale Produktion zielt, vernachlässigt logischerweise die Reproduktion dessen, was in der Produktion verbraucht worden ist. Daher ist es an der Zeit sich zu fragen ob eine natürliche Langsamkeit besser ist als eine künstliche Hochgeschwindigkeit.Dabei geht es nicht um Einzelne sondern um soziale Strukturen. Tragischerweise brauchen wir eine Pandemie um in der Hetzjagd innezuhalten um solche Fragen zu stellen.
hukwa

Mittwoch, 30. Januar 2019

Wahrnehmung am Morgen

Um vier Uhr früh aufgewacht und nach draußen gegangen. Kälte und Neuschnee empfing mich. Ein wunderschöner Landmorgen. Reine Wahrnehmung.
Der materialistische Nützlichkeitsgeist des Menschen ist eine Entwürdigung der Seele. Die Menschen entfernen sich immer mehr von ihrem Selbst. So wird das Dasein zu einem Gefängnis und der Mensch zu einem Roboter.
hukwa

Dienstag, 1. Januar 2019

Bereit neue Pfade zu Erkunden

Von einem Neujahrsspaziergang am frühen Morgen durch den noch verdunkelten Wald habe ich mir dieses Gedicht mitgebracht: 
Ich Grüße den Morgen 
das klare Sein 
fühle mich wie gehauener Stein 
schaue tief in mich hinein 
den Weg aus dem Labyrinth gefunden 
durch des Lebens Mandala gedrungen 
bin ich Gehäutete Schlange 
bereit neue Pfade zu Erkunden. 
hukwa

Donnerstag, 30. November 2017

Innere Stimmung bei Neuschnee

Heute morgen bin ich aufgewacht und als ich aus dem Fenster schaute war die Landschaft über Nacht weiß geworden. Dem Schnee wohnt eine Magie inne. Jedenfalls empfinde ich dies als Landbewohner so. Neuschnee macht in mir Platz für Phantasie und Romantik. Ich komme dann in die Stimmung Gedichte zu schreiben. Wie andere eine Stimmung mit dem Fotoapparat auffangen tue ich dies mit Versen. Es zieht mich hinaus in die Wälder und von dort bringe ich die Poesie mit nach Hause.
hukwa

Dienstag, 17. Januar 2017

Die Öffnung der Landschaft

Komme gerade von einem langen Spaziergang durch den vereisten winterlichen Wald zurück. Zu jeder Jahreszeit kann man die Landschaft als Zustimmung erleben. Wenn sich Landschaft für uns "öffnet" ist es dann nicht so als treten wir ein in den Garten Eden?
Landschaft ist eben mehr als nur Kulisse und Staffage, die unerschöpfliche Vielfalt ihrer Formen und Farben vermittelt dem der bewusst in ihr wandert und sie in seiner Seele aufnimmt das große Geheimnis der Natur, es dringt in uns ein mit seinem Zauber, Geheimnis und seiner natürlichen Sinnlichkeit.
Die Erfahrung von Landschaft macht uns zu Teilhabern der natürlichen Erscheinungen. Das Biotop Natur wird für den Menschen zum Psychotop.
hukwa

Dienstag, 9. Februar 2016

Versteinere nicht

Wenn ich durch die Wälder laufe, ja selbst wenn ich in meinem eigenen Garten bin, dann sehe und spüre ich etwas: Wachstum und Veränderung! Auch der Mensch sollte in Wachstum und Veränderung leben ansonsten wird sein Leben schnell zur Stagnation.
Wachstum und Veränderung dass sind die wahren Mysterien und Geheimnisse des Lebens. Wenn das Leben zur Versteinerung wird, leben wir ein armseliges Leben. Also lebe dein Leben doch "versteinere" nicht.
hukwa

Freitag, 17. Juli 2015

Rätselhafter Sommer

Holunderblüte
des Sommers Rätselhafte Grüße
im Schattengarten verweile ich
Echsenauge im Baumgesicht 
Königslibelle geht auf Jagd
Sperlingsgezeter in sommerlicher Glut
Rätsel des Morgens
hängt wie eine Spinnwebe
im Erlengebüsch
Hornissenhochzeit
im Eichengeäst
zart biegt sich im Wind
die Glockenblume
in ihr versteckt
eine eigene Welt
es spricht das dunkelnde Du
im Duft des Holundergebüschs.
hukwa

Mittwoch, 15. Juli 2015

Die Stimme des Sommers

Der Sommer ist die Zeit des Sich - Hingebens an die Fülle der Natur aber er ist auch die Zeit der Töne und Düfte. Sobald ich in den Wäldern bin lausche ich auf alle Geräusche. Hahnenschrei und Hundegebell dringt am frühen Morgen aus dem Dorf in den Wald. Direkt über mir singt eine Amsel ihr Sommerlied, es ist leiser als ihr Frühlingsgesang. Aus der Ferne der Ruf des Habichts. Grillengezirp vermischt sich mit harziger Luft. Es tut gut hier zu sein. Die Menschen geben keine Töne von sich, sie machen nur Lärm.
hukwa

Mittwoch, 17. Juni 2015

Poesie des Landlebens

Wenn ich in meinem Garten weile bin ich zufrieden. Jeder Mensch sollte einen Garten besitzen dann gäbe es mehr Harmonie auf der Welt- vorausgesetzt er weiß seinen Garten zu nutzen. Ich habe es im vergangenen Jahr fertiggebracht dass ich nur zweimal in die Stadt musste. Das nenne ich: Poesie des Landlebens.
hukwa