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Mittwoch, 25. Januar 2023

WasserSpiegelBild

 Der Winter 
spiegelt sich 
im grünen Wasser des Waldteichs 
das braune Schilfgras 
bewegt sich leise im Wind 
die Wellen des Weihers 
Spiegelbild der Erdseele. 
hukwa

Mittwoch, 19. Januar 2022

In der Stille des Winters

 Als Jahreszeit hat der Winter, zumindest in den wenigen noch dörflich strukturierten Landschaften, den Menschen in seinen "Weltinnenraum" getrieben. Einst war dies die Zeit, da mensch und Tier in ihre Unterkünfte gezwungen wurden und eine Ruhezeit begannen. Es war die Zeit des "spiritus phantasticus", Zeit für Märchen und Geschichten. Ich versuche mich immer noch in dieser Zeit der Altvorderen zu üben. 
In der Stille des Winters 
ist mir nahe 
das Werden und Vergehen. 
hukwa

Dienstag, 18. Januar 2022

Mauswiesel

 Vom Schnee umfangen 
im Feld 
das weiße Mauswiesel. 
hukwa

Montag, 17. Januar 2022

Das Haiku am Morgen

 Sobald der Schnee die Landschaft verzaubert fühle ich die Inspiration in mir ein Haiku zu schreiben. Meistens am frühen Morgen. Der Inhalt ist eine kleine Erinnerung die ich von einem Feld oder Waldspaziergang mitbringe. Wenn ich Monate oder Jahre später das Haiku nochmals lese erinnere ich mich sofort an den Moment wie und wo es entstanden ist. 
Verdorrte Astern im Schnee 
unter ihnen 
das traurige Rotkehlchen. 
hukwa

Schneemorgen

 Ich bin allein 
in Feld und Wiese 
im Schnee des frühen Morgen. 
hukwa

Mittwoch, 5. Januar 2022

Weiße Engel

 Uralte Eiche 
spricht die Sprache des Winters 
ein laubloser Gott 
fährt windig durch dein Geäst 
schon suchen die Vögel nach Futter 
noch wartet Schnee in den Wolken 
rief da eben nicht 
Joringel nach Jorangel 
noch eine kurze Weile 
und die Bäume werden 
weiße Engel sein. 
hukwa

Dienstag, 19. Januar 2021

Kristallmorgen

 "Philosophie und Poesie sind in ihrem innersten Urprung miteinander verbunden und besitzen eine geheime Verwandtschaft in der Seele". Edmund Husserl  

Versunken in der Ruhe eines kalten Wintermorgens 
an den Fenstern Eisblumen 
unter meinen Füßen knirscht der Schnee 
der einsame Birnbaum am Feldrand 
hoch oben in seiner Krone 
eine Krähe 
zersaust ihr Gefieder 
unruhig ihr Blick 
der frühe Morgen 
weitet die Seele 
vielleicht ist sie 
ein eiskalter Kristall.  
hukwa
 

Mittwoch, 6. Januar 2021

Schneewanderung

Heute morgen ist endlich wieder mehr Schnee gefallen. Im Wald herrscht nun eine winterliche Stille vor. Die richtige Stimmung um sich unter die Führung der Philosophie zu begeben. Jetzt werden die Gedanken besonders tief.  
 
Ich liebe es wenn der Schnee 
auf den Dächern liegt 
 die Nebel aufsteigen 
und die Dämmerung herauf zieht 
wenn der Tag in die Stille einkehrt 
und die VIELEN sich in ihre 
Betonhöhlen flüchten 
dann 
wenn der Abend naht 
beginnt für mich 
der Tag. 
hukwa 

Donnerstag, 24. Dezember 2020

Verborgen

Wie in die Wolken 
hinein tätowiert 
die Gestalt 
des alten Winters 
fürchtet ihn nicht 
sein Mantel 
enthält 
eine Welt des Schweigens 
weit weg von Euch 
wo sein Echo verklingt  
hat er in der gefrorenen Erde 
sein Kind verborgen 
das wartet 
auf die ersten lauen Lüfte 
der Märzwinde. 
hukwa
 

Montag, 7. Dezember 2020

Winternacht im Garten

Goldfarbener Mond 
in stiller Winternacht 
am Himmel stehen die Sterne 
beleuchten die weiße Birke 
ihre Zweige bewegen sich sacht 
hier stehe ich 
im Frost um Mitternacht 
betört von des Winters 
schneeweißer Pracht. 
hukwa 

Dienstag, 1. Dezember 2020

Erster Schnee im Jahr

Wenn die Wälder sich verdunkeln 
wird in meiner Seele Licht 
wenn die ersten Sterne funkeln   
flieht alles Gewohnte von mir 
und im Schnee bekränzten Walde 
stehe ich überwältigt da.  

Heute Nacht fiel der erste Schnee für dieses Jahr. Am Morgen waren die Wälder weiß. Ein kleines Gedicht habe ich von meinem ersten Schneegang in diesem Jahr mitgebracht. 
hukwa
 
 

Freitag, 28. Februar 2020

Schneetag

Versunken in der Stille eines eiskalten Wintertages
an den Fenstern Eisblumen
unter den Füßen knirscht der Schnee
der einsame Birnbaum am Feldrand
hoch oben in seiner Krone
eine einsame Krähe
vergraben in unendlicher Einsamkeit
dieser Wintertag.
hukwa


Dienstag, 6. Februar 2018

Schneegang

Die weiße Magie von Neuschnee verzaubert die Landschaft. Wie schwarze Flecken in den Feldern, die Krähen. Ich lausche ihrem Geschrei. Am Waldrand ein einsames Reh. Momente tiefer Stille. Ich stehe bewegungslos am Feldrand. Nehme Stift und mein Notizbuch zur Hand und reihe diesen Morgen mit einem Gedicht in meine Erinnerungen ein:

Februar treibt nochmals Schnee
Schwarze Schwärme in weißem Land
Krähenschrei über Äcker
Und im feuchten Wiesenland
Dämmrig bleibt der ganze Tag
Nur ein Reh steht einsam am Waldesrand
Sich verlierend in der weißen Nebelwand.
hukwa

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Zwölf Nächte

Die entlaubte Buche vor meinem Arbeitszimmer
in ihrem Geäst eine einsame Krähe
ein Morgen im Dezember.
hukwa 

Heute ist Stephanstag. An diesem Tag beginnen die Rauhnächte: 
Es ist wie ein Singen
Flüstern und Klagen
es schwebt durch die Lüfte
ein einsames Klagen
lange zwölf Nächte
es ist wie ein Heer
so braust es umher
tut sich Offenbaren
in Regen und Wind
in diesen zwölf Nächten
kehrt Wotan zurück
zieht einsam umher
zwölf lange Nächte
schafft sich einen neuen Erdenleib
reitet auf seinem Ross
zur uralten Quelle
wo Mimir haust
wo der Erde entquillt
Nebel und Rauch
wo die Seherin noch wacht
wo der Zwerg das Erz bewacht
das heidnische Echo kehrt zurück
Wotan ist aus Walhall entrückt.
hukwa

Freitag, 15. Dezember 2017

Sumpfmeisen

Heute Morgen herrschte starker Schneefall vor. Als ich tiefer in den Wald lief erfreute ich mich an der Stille. Nur das leise Piepsen der Sumpfmeise drang an mein Ohr. Auf den Ton dieser Meise ist auch im Winter verlass. Im dichten Fichtendickicht kommt es mir vor als sei sie der einzige Bewohner des Winterwaldes. Dennoch weiß ich das mich viele Tieraugen beobachten. Auch jene Wesen die wir nicht sehen im Wald machen seinen Mythos aus.
hukwa

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Morgens im Wald

An einem frühen Wintermorgen zeigt sich der Wald in seiner ganzen Vollendung. Wenn die Bäume in Eis oder Schnee gehüllt sind strahlen sie eine flüchtige Schönheit aus. Es sind dies kurze Momente zum Innehalten. Bäume und Sträucher verharren in Meditation. Jetzt kann man ihrem Wesen besonders nahe sein.
hukwa

Sonntag, 22. Oktober 2017

Altvater Winter

November naht
der Stille und Neblige
abgeblättert sind die Bäume
Wind pfeift durch die Äste
Stimme des nahenden Altvater Winters
die ersten Meisen plustern sich auf
von Reif überzogen
der Fliegenpilz im Fichtenhain
Neblung naht
der Düstere und Nachdenkliche
Zeit für Gedichte und Verse zu schmieden
im Garten die Windsbraut tanzt
Einäugiger Odin wandert durch die Wälder
der Wolf kehrt bald wieder
mit Stille und Nebel.
hukwa

Sonntag, 8. Januar 2017

Dem Absoluten nahe

Gerade im Winter erscheint die Natur dem der in ihr Lesen kann, als Verkörperung der Einsamkeit. Vor allen an den Abenden wenn die Vögel ihre Schlafplätze in den Wäldern aufsuchen und eine mystische Stimmung über der Landschaft liegt, sind wir dem Absoluten sehr nahe.
hukwa