Mittwoch, 18. Mai 2022

Befragung

 Befrage ich den Krähenflug 
Schaue was sich unter der Eiche tut 
das alte Holz vom Weidezaun 
ertönt im lauten Bienengesumm 
Maisonne schenkt Verwandlung 
die Grüne Wiese 
gelbe Löwenzahnblüte  
ich ruhe unter der alten Buche 
am Horizont der Bussard schwebt 
ich gehe in mich 
wie im Gebet. 
hukwa

Dienstag, 17. Mai 2022

Wiesengang

 Löwenzahn erleuchtet die Wiese 
Wind weht seinen Duft heran 
ein Seelenklang 
aus Kindheitstagen 
ein Bild 
ein Junge der über die Wiese geht  
am blauen Himmel ein Falke steht 
die alte Feldulme bebt 
in flackerndem erwarten 
der Ginster am Wegrand blüht. 
hukwa

Echsenauge im Baumgesicht

Holunderblüte 
rätselhafte Grüße 
im Garten verweile ich 
Echsenauge im Baumgesicht 
Hornisse geht auf Jagd 
die Akelei im Wind 
es spricht 
des Gartens dunkelndes Du 
im Duft des Holundergebüschs. 
hukwa 

Sonntag, 15. Mai 2022

Pflanzenkommunikation

"Die Pflanze lässt sich- sei es physisch oder metaphysisch- von der Welt, die sie beherbergt, nicht trennen. Sie ist die intensivste, die radikalste und die paradigmatischste Form des in-der-Welt- seins." E.Coccia 
Ein Garten bietet seinem Eigner und Pfleger mehr als "nur" Pflanzen. Der Garten schenkt Atmosphäre und Aura, Klima und Harmonie. Er biete Allgemeinbildung und Weisheit, je nachdem wie man sich in ihm bewegt und sich mit ihm beschäftigt. In meinem Garten befinden sich Pflanzen die ich seit über 20 Jahren kenne und Pflege. Da stellt sich natürlich auch eine natürliche Kommunikation mit den Pflanzenwesen ein. Eine solche "Unterhaltung" geht meist vom Unbewussten aus, sie beginnt sobald ich den Garten betrete.                
hukwa 

Freitag, 13. Mai 2022

Wie man sich einen Kraftplatz schafft

Ich komme derzeit nicht so oft zum Schreiben. Der Garten als Denk- und Arbeitsraum beansprucht viel Zeit. Man darf den Garten dennoch nicht als reinen Arbeitsraum sehen sondern vor allem als Meditationsraum. Diesen "Raum" muss man zuerst in sich selbst schaffen, schließlich muss man ihn erweitern, auf die eigene Wohnung, auf den Garten, auf ein Stück Natur. So schafft man sich Orte der Kraft. Wenn ich einen solchen von mir geschaffenen Raum betrete, versetze ich mich in die Stimmung als würde ich einen Andachtsraum betreten. Im Garten habe ich jenen Teil der ans Nachbargrundstück grenzt mit Strohmatten und japanischem Knöterich "abgedichtet". Knöterich bannt gut die verschmutzte Aura von Anderen. 
hukwa

Donnerstag, 12. Mai 2022

Die ätzende Schleimspur des Menschenork

 Die vergangenen Tage fast ganz im Garten verbracht. Viel gepflanzt und neue Beete angelegt. Der Garten ist eine Welt für sich, man findet hier Abstand zur Welt wie im Wald auch. Die Gedanken während der Gartenarbeit sind meditativ doch auch ökologisch kritisch. Naturgeschichtlich wissen wir heute das die Menschheit diesen Planeten nicht erschlossen hat- sondern dabei ist ihn zu liquidieren. Der Mensch kam als störendes Element in eine intakte Natur. Unter seinem ätzenden Giftatem und seiner alle Natur vernichtender Schleimspur sterben die in Jahrtausenden gewachsene Naturgemeinschaften dahin. Geschichtlich gesehen begann ungefähr mit der Renaissance ein Vertilgungswahn, der den Vertilger in nicht mehr allzulanger Zeit selbst vertilgen wird. 
hukwa

Donnerstag, 5. Mai 2022

Gartenlektüre

 Ich habe mir in den Garten ein Buch über Buddhismus mitgenommen, um diese Lehre philosophisch, nicht religiös ein wenig zu überdenken und komme zu der Überzeugung des verfassers Edward Conze der schreibt: "...die buddhistische Philosophie könnte...als dialektischer Pragmatismus mit besonderer Hinneigung zu psychologischen Betrachtungen definiert werden". 
hukwa

Mittwoch, 4. Mai 2022

Ein kosmischer Attraktor

Im Garten blühen die Akelei.  Ich bewundere die wunderschöne, zarte Blüte dieser Pflanze, erinnere mich dabei was Emanuelle Coccia darüber schrieb: "DieBlüte...ist ein kosmischer Attraktor, ein vergänglicher instabiler Körper, der es möglich macht, die Welt wahrhzunehmen- also zu absobieren- um die wertvollsten Formen daraus herauszufiltern, um sich davon modifizieren zu lassen, um das Dasein da fortzusetzen, wo die eigene Form einen nicht hinbringen könnte". 
So ist es doch wohl auch mit dem Menschen- wenn die Selle Wurzel und Pflanze ist dann ist der physische Körper die Blüte. 
hukwa

Montag, 2. Mai 2022

Die Odysee einer Monade

Nichts kann zu Nichts zerrinnen, schrieb Goethe. Und Pythargoras behauptete "früher schon viermal gelebt zu haben und in der Zwischenzeit verschiedene Tier und Pflanzenkörper besucht zu haben. Diese these stammt aus Asien und konnte in der abendländischen Philosophie nie so richtig Fuß fassen. Daher ist es um so interessanter was Aldo Leopold einer der ersten Ökologen schrieb, und zwar von der Lebensreise zweier Atome (Monaden?), die er X und Y nannte."Seit die Meere des Paläozoikum das Land bedeckten verharrte X eingeschlossen im Kalksteinfelsen, schon eine Ewigkeit die nicht zu vergehen schien. Doch das änderte sich als die Wurzel einer Kletterfrüchtigen Eiche sich in einen Riß schob und anfing zu schnüffeln und zu saugen. Der Fels zerfiel in der Blitzesschnelle eines Jahrhunderts, und X trat in die Welt der lebenden Dinge hinaus, wo es eine Reihe von Gestalten durchlief. Es half dabei eine Blüte zu bilden, die zur Eichel wurde, die einen Hirsch mästete, der einen Indianer ernährte, kam irgendwann zurück in den Boden, landete in einem Würzelchen des Bartgrases und in noch viel weiteren Pflanzen und Tieren". Ähnlich erging es dem Atom Y. 
Diese Geschichte ist eine ideale Meditationsübung über unsere persönliche Naturgeschichte. 
hukwa

Samstag, 30. April 2022

Im Garten

Grau-trüb das Wetter, mein Lieblingswetter, dazwischen immer mal wieder Regen. Die richtige Zeit für Gartenarbeit. Ich wühle mich in die schwarze Komposterde und lege Beete an, ein Geschenk der alten Gaia. Meine beiden Krähen leisten mir Gesellschaft. Sie hüpfen um mich herum und schnappen sich einige Regenwürmer. Wir reden miteinander, in einem kosmischen Dialekt. Auch die Sperlinge sind sehr zutraulich. Dies sind Momente die eine tiefe Metaphysik ausströmen.  
hukwa

Sonntag, 24. April 2022

Von Lebewesen zu Lebewesen

 Endlich Regen. Als ich heute Morgen gegen sechs Uhr in den Garten ging spürte man förmlich das Aufatmen der Pflanzen und Tiere. Jetzt ist die Zeit da die Erde Feuchtigkeit braucht. Überall kann man nun das rege Pflanzenleben beobachten und die Vögel bringen mir noch ein Morgenkonzert dazu. 
Noch im Bettliegend am Morgen gegen 5 Uhr las ich in den Metamorphosen von Emanuele Coccia diese wahre Sätze: Unser Ursprung ist immer nichtmenschlich, und unsere Verwandtschaft mit allen lebenden Spezies besteht darin, dass wir alle aus dem selben Fleisch sind, das wir seit dem Urknall von Lebewesen zu Lebewesen weitergeben".  
Im Garten wurde mir diese Ansicht sehr bewusst und ich wusste auch ich war einmal eine Akelei, ein Regenwurm und ein Sperling. 
hukwa

Freitag, 22. April 2022

Von der natura naturan zur natura vexata

 Es sollte uns immer bewusst sein, dass unser Verhalten zur Natur auch uns selber betrifft. was ich der natur entnehme muss ich ihr auch wieder zurückgeben. Dies können wir im ältesten Fragment der europäischen Philosophie nachlesen, Anaximander schrieb: " Alles was eine Form annimmt, eine Schuld verursacht, die durch seine Auflösung bezahlt werden muss, so dass sich daraus wieder neue Dinge bilden können". Was bedeutet: Jede Kreatur, die sich aus den Vorräten der Natur bedient, muss diese Entnahme wieder an die Natur zrückgeben, sonst wird aus der natura naturans schnell eine natura vexata- eine "erboste Natur", wie wir sie in der Gegenwart erleben. Je mehr wir die Natur ausbeuten, desto unbarmherziger schlägt sie zurück. 
hukwa

Donnerstag, 21. April 2022

Naturidentität

Dichter sei 
und Philosoph 
Ahnender  
den Gesetzen des metaphysischen 
immer 
Gegenwärtiger 
bleib deinem Ursprung immer 
Innen. 
hukwa 
Es gibt eine Naturätiologie, eine Lehre von den Ursprüngen der Natur, besonders der metaphysischen Anfänge des Planeten, was nicht gleichbedeutend ist mit der wissenschaftlichen Evolutionstheorie. Schließlich ist dass was wir heute Philosophie nennen, ursprünglich als das Fragen nach dem Sinn von Welt und Natur entstanden. Man kann also sagen Mensch und Natur ist eine Identität.  
hukwa 

Mittwoch, 20. April 2022

Natursprache

 Pflanzen sind die Lebewesen, die unsere Welt zusammenhalten, sie haben ihr ganz eigenes Dasein und folgen ihren eigenen metaphysischen Gesetzen. Ihre Form ist erkennbar, die Pflanzenseele nur ahnbar. 
In uns Menschen kommt die Natur in einer Art von Urchiffre zur Sprache (Natursprache). Die Wenigsten können sie entziffern, da ihre Existenz von einer dicken Schicht Bewusstseinsbeton ummantelt ist. 
hukwa

Dienstag, 19. April 2022

This is a blue planet, but it is a green world (Karl J.Niklas)

 Früh am Morgen in den Garten und gepflanzt. Zwischendurch lese ich immer wieder mal einen Philosophen, diesen Morgen Emanuele Coccia, dabei fand ich diesen schönen Vers von David de Dinant: 
"Es ist offensichtlich, dass es nur eine einzige Substanz gibt, 
die nicht nur allen Körpern gemeinsam ist, sondern auch allen 
Seelen und Geistern, und das sie nichts anderes ist als Gott 
selbst. Die Substanz, von der aller Körper kommt, heißt 
Materie; die Substanz von der alle Seelen kommt, heißt 
Vernunft oder Geist. Und es ist offensichtlich, das Gott, 
die Vernunft alller Geister ist und die Materie aller Körper".  
Lohnt sich darüber nachzudenken! 
hukwa

Montag, 18. April 2022

Stufen des Bewusstseins

Ich-Bewusstsein, Selbst-Bewusstsein, Natur-Bewusstsein, Kosmisches-Bewusstsein. Montaigne fand im Ich- und Selbstbewusstsein die einzige Sicherheit des Lebens und der Erkenntnis. Dem stimme ich zu, weiß aber aus meiner Erfahrung heraus dass es weitere (höhere) Bewusstseinzustände gibt. Jede weitere Bewusstseinsstufe die über dass Egozentrierte Ich-Bewusstsein hinaus geht ist eine geistige Wiedergeburt. 
hukwa

Donnerstag, 14. April 2022

Aron

Überall in der Natur erwacht jetzt das frühlingshafte Leben. Auf den Wiesen blüht der Löwenzahn, Gäseblümchen und Schaumkraut. Die Wollbiene sammelt schon fleißig Nektar. Im Buchendickicht entdeckte ich am Morgen den Aronstab, eine sehr mystische Pflanze. Sein Name beruht auf einer Fehldeutung des griech.aron, eines alten Pflanzennamens, der angesicht des merkwürdigen Kolbens später mit dem ergrünenden Stab des biblichen Hohepriesters Aaron in Verbindung gebracht wurde. Die Pflanze wird auch im Pfälzerwald immer seltener, wie soviele Pflanzenarten. 
hukwa

Mittwoch, 13. April 2022

Leserbrief: Krähensafari

Wir Menschen  sind mit den Tieren und Pflanzen, mit Erde und Wasser, aus der Naturgeschichte hervorgegangen, sie sind unsere natürliche Mitwelt. Auf diese Mitwelt ist in unserem Handeln, um ihrer Selbstwillen, in ihrem Eigenwert und nicht nur um unseretwillen Rücksicht zu nehmen. So etwas nennt man in Zeiten von Umwelt- und Klimakatastophen "ökologische Sensibilität". Die Argumente die Gerhard Schmidt gegen die Krähenkolonien in KL vorbringt, zeugen von der Ungeschlachtheit unserer Gesellschaft, die in Sätzen zum Ausdruck kommt wie: "handfeste Schäden an Lack von Autos". Solche und andere Ausdrücke sagen doch nur aus, dass man gegenüber der Natur sehr oberflächlich ist. Es gibt Menschen die kein Verhältnis zu bestimmten Tieren wie z.B. Saatkrähen haben. Doch warum sollen die Tiere weg? Auch Menschen haben die Möglichkeit ihren Wohnort zu wechseln wenn sie sich durch die Natur gestört fühlen. Wir geraten schnell in unauflösliche Widersprüche, wenn wir nach menschlichem Maß die Tierwelt beurteilen. Wichtig ist doch allein, ob die naturgemäße Artenvielfalt erhalten bleibt ob alle Mitglieder einer Lebensgemeinschft (Pflanze, Mensch, Tier) in Zukunft ihr Auskommen finden und ob sich die (Stadt-) Natur selbst erhält oder menschlicher Hilfe bedarf? Ich rate Herrn Schmidt bei seiner nächsten Krähensafari durch KL sich doch auch mal an diesen Lebewesen zu erfreuen, sie gehören genauso zur Schöpfung wie wir Menschen auch. 
hukwa

Dienstag, 12. April 2022

Platonische Fülle

Platons Gedankenwelt sind auch heute noch lebendige Realität, nicht nur im Reich der Philosophie. Der Platonismus ist eine zeitlose Philosophie. Die ewigen Urbilder das Fundament platonischer Philosophie, sind nicht über die Sinne wahrzunehmen, sie offenbaren sich uns in intuitiver Schau, durch mystische Einsicht. Die Philosophie vom Altertum bis in unsere Zeit kann man im gewißen Sinne als eine Geschichte des Platonismus bezeichnen. So schrieb A.N.Whitehead zu recht: "Ich würde sagen,es ist die treffendste Charakterisierung der philosophischen Tradition Europas, dass sie aus einer Reihe von Fußnoten zu Platon besteht...ich denke an die Fülle fundamentaler Gedanken, die überall bei ihm zu finden sind."      
hukwa 

Montag, 11. April 2022

Anfang der Zeiten

 Am Abend Schellling gelesen. Für mich war er einer der letzten großen Philosophen des tiefen Denkens.Schellings philosophisches Denken ist seine lebenslange Entzifferung des Schöpfungsalphabet gewesen, deren geheimer Sinn nur über die intuitive Schau ganz zu enträtseln ist. So schrieb er: "Dem Menschen muss ein Prinzip zugestanden werden, das außer und über der Welt ist, denn wie könnnte er allein von allen Geschöpfen den langen Weg der Entwicklungen von der Gegenwart bis in die tiefste Nacht der vergangenheit zurückverfolgen, er allein, bist zum Anfang der Zeiten aufsteigen, wenn ihm nicht ein Prinzip von dem Anfange der Zeiten (inne) wäre". 
hukwa

Sonntag, 10. April 2022

Ein Nebenprodukt unseres Denken

 "Menschen die nicht denken sind wie Schlafwandler", schrieb Hannah Arendt in ihr Denktagebuch. Für die "Perlentaucherin der Philosophie", war immer klar: Wo Denken stattfindet, wird ein "Nebenprodukt" aktiviert: Das Gewissen! Dies fehlt vielen Menschen heutzutags, wohl weil sie nicht tief genug Denken. Ein Leben ohne Denken bezahlt man mit einem Leben aus zweiter Hand, es findet nicht im Werden statt sondern im Nichts, 
hukwa

Freitag, 8. April 2022

Schellings Geisterwelt

 Für den Naturphilosophen Schelling bedeutet der Tod, die rückkehr des Menschen zu seinem wahrhaftigen Wesen. Ein Wiedereintritt in seine höhere Potenz. "Potenzen" nennt Schellling die einzelnen Stufen der Naturentwicklung: Materie, Licht, Organismus. Diese Hierachie der Naturkräfte fließt in die Schellingsche Identitätsphilosophie. Die gegensätze von Subjekt und Objekt, von Realem und Idealem, Natur und Geist lösen sich ihm im Absoluten auf als das der Identität von Idealem und Realem. Nach ihm ist dieses Absolute unmittelbar erfassbar durch die intellektuelle Anschauung. In den Gegenständen der empirischen Wirklichkeit sieht er Natur und Geist vertreten.  Infolgedesssen bildet das Reich der Natur, ebenso das Reich des Geistes eine einzige Entwicklungsgeschichte, deren einzelnen Stufen er als "Potenzen" bezeichnet. Diese Bewusstseinsstufen gehen direkt aus dem Absoluten hervor. 
Schelling: "Was folgt aber nun dem Menschen in die Geisterwelt? 
Antwort: Alles, was auch hier schon ER selber war, und nur das bleibt zurück was nicht ER selber war! 
hukwa

Donnerstag, 7. April 2022

Eine Grenzscheide in der Philosophie

 Das Denken transzendiert sich selbst, es erkennt dass es die Gesamtheit seiner Inhalte niemals ganz erfassen kann. Dies ist der Moment wo man begreift, das es einen über der Wirklichkeit liegenden, hinausgehenden Sinn unserer Existenz gibt. Etwas weist uns darauf hin, das es da was gibt, das wir mit dem Denken nicht fassen können. Doch wir können es ahnen. Dieses "ahnen" ist mehr als Mutmaßung, es ist "Wiedererinnerung", etwas das wir irgendwann einmal geschaut haben. An dieser Grenzscheide der Philosophie, tritt diese ins Reich der Metaphysik über. 
hukwa

Mittwoch, 6. April 2022

Vom Ich des Ich

 Das Dasein ist oft ein Schweben zwischen Geist und Materie. Novalis schrieb einmal: "Die höchste Aufgabe der Bildung ist, sich seines transzendentalen Selbst zu bemächtigen, das Ich seines Ich zugleich zu sein". Wenn sich der trügerische Schleier (Maia) lüftet erkennt man jenes Ur-Ich. Ein Weg vom empirischen Ich zum transzendentalen Ich gilt es zu finden. Ich würde sagen das transzendentale Ich ist das Selbst. Ein ich das gereinigt ist vom empirischen Ego-Ich. 
hukwa

Dienstag, 5. April 2022

Philosophie ist...

Philosophieren heißt, die Philosophie zu haben, sie in Besitz nehmen, denn Philosophie ist immer auf das Ganze ausgerichtet. Sie beschäftigt sich unaufhörlich mit den Rätseln unseres Daseins,mit mir und mit der Welt.Philosophie trägt dazu bei das sich Geist und Persönlichkeit erweitern und fetigen. Zunächst ist philosophisches Denek Selbstreflexion, ist bewusst - werden unseres Gesamtbewusstseins. In diesem Sinne ist die Philosophie keine akademische Disziplin, sondern sie ist das "Denken an sich", eine Beschäftigung mit dem menschlichen Phänomenen, der Versuch mein wahres Selbst (innerer Kern) zu erreichen.Von ihm aus beginne ich die Betrachtungen über meine Um-Welt. 
hukwa

Montag, 4. April 2022

Denkendes Dasein

 Die Philosophie ist denkendes Dasein. Sie beschäftigt sich mit dem Gewöhnlichen,dem Außergewöhnlichen, dem Sinnlichen und dem Übersinnlichen. Sie ist das Konzentrierende wodurch der Mensch zu sich selbst findet, indem er der Wirklichkeit teilhaftig wird. Die philosophische Tagestechnik kommt nicht daran vorbei sich auch mit dem Profanen zu beschäftigen ohne populärphilosophie zu werden.In der Philosophie gibt es keine Einmütigkeit des endgültig Erkannten. 
hukwa

Donnerstag, 17. März 2022

MenschSein

 Es gibt einen Zustand- die Inder nennen ihn Samadhi, die Japaner Satori, bei uns ist er als unio mystica bekannt. Ich denke jeder wirklich geistig Suchende versucht zu jener Ebene dieser tieferen spirituellen Realität zu gelangen. Diesen geistigen Zustand zu erreichen ist die tatsächliche Aufgabe unseres Daseins. In dieser Ebene angelangt beginnt das Mensch-Sein. 
hukwa

Mittwoch, 16. März 2022

Spirituelle Realität

Wir müssen mal wieder erkennen dass wir in einer Welt leben in der jederzeit alles möglich ist. Derzeit leben wir in Europa eine Existenz am kriegerischen Abgrund. Da geben die Worte die der Geschichtsphilosoph A.J.Toynbee in seiner Biographie schrieb ein wenig Trost: 
Ich glaube an die Wahrheit der intuitiven Erkenntnis...Ich glaube, dass der, der im Tiefinnern eines Menschen wohnt, identisch ist mit der spirituellen Präsenz hinter dem Universum und jenseits von ihm und ich glaube, das diese letzte spirituelle Realität Liebe ist". 
hukwa

Dienstag, 15. März 2022

Ich möchte euch vor Augen führen...

 "Ich möchte euch vor Augen führen: 
Schwerwiegend ist die Frage nach Leben und Tod, 
die vergesslichen Dinge schwinden rasch dahin, seid daher 
stets wachsam, 
niemals nachlässig und niemals schwach". 
Diese Worte werden in allen Zen-Klöstern am Abend kurz bevor das Licht ausgeht, von einem Mitglied des Konvents gesprochen. Ich denke sie passen auch gut in diese Zeit hinein, da in Europa wieder ein barbarischer Krieg tobt, wo ein Diktator über Leben und Tod von Millionen Menschen entscheidet. 
hukwa

Montag, 14. März 2022

Manchmal verweigern sich mir die Worte

 Manchmal verweigern sich mir die Worte 
das solllte mich nachdenklich stimmen 
Manchmal werde ich wortlos 
Staune sprachlos in eine täglich brutaler werdende Welt 
das sollte mich kritisch stimmen 
auf die Suche gehen lassen 
nach neuen Sätzen und Wörtern wie 
friede oder Liebe 
und ich denke so bei mir 
jetzt bloß nicht ratlos werden 
in all der Sprachlosigkeit 
einer brüllend brutalen Welt. 
hukwa 
In diesen Tagen denke ich oft an die Worte die der große Historiker Arnold J. Toynbee in seiner Biographie schrieb: "Ich glaube an die Wahrheit der intuitiven Erkenntnis...Ich glaube dass der, der im Tiefinneren eines Menschen wohnt, identisch ist mit der spirituellen Präsenz hinter dem Universum und jenseits von ihm und ich glaube, das diese letzte spirituelle Realität Liebe ist". 
hukwa

Sonntag, 13. März 2022

Augen des Krieges

Das Gesicht des Krieges 
spiegelt sich 
in den Augen der Geflüchteten 
spiegelt sich in unseren Augen 
Deine Augen Meine Augen Unsere Augen 
Fenster nach innen Fenster nach aussen 
Leuchtende Kinderaugen 
Angstaugen 
Lebenszeichen die sich sehnen 
nach Hoffnung und Versöhnung 
Zeichen der Gegenwart von Trauer und Schmerz 
Deine Augen Meine Augen Unsere Augen 
Suche nach Orientierung 
aus Dunkel und Verzweiflung 
Augen durchdringen die Welt des Krieges 
Suchen nach Frieden 
nach Gerechtigkeit 
Andere Augen Augen der Mörder 
Stumpf Abgebrüht Kalt Egoistisch Hinterhältig und Brutal 
Augen des Krieges 
der Kälte 
des Todes 
funkelnde Augen des Bösen 
doch schaut 
die Andern 
Schaut die Augen der Kinder 
Weinende Augen 
Verzweifelte Augen 
Sehen eine gebrochene Welt 
Augen 
Fenster nach Innen 
Fenster nach Aussen. 
hukwa 

Sonntag, 27. Februar 2022

Das Unerhörte ist Alltag geworden

Die reale Frage die sich uns in der momentanen Gegenwart stellt, in der die Welt, mit Angst in die Geschehnisse in der Ukraine schaut ist die: Was dürfen wir uns noch erhoffen? Was wir derzeit sehen und hören sind auch die Folgen eines seit Jahrzehnten andauernden kollektiven Wahnsinns der milit. Aufrüstungen weltweit. Dürfen wir überhaupt noch mehr erhoffen, als dass der Planet nicht irgendwann auseinandergesprengt wird? Dass die demokratischen Institutionen es schaffen wieder eine ordnung der Ruhe herbeizuführen? Dass ein stillschweigender Waffenstillstand eintritt und dieser schreckliche Angriffskrieg aufhört? Die Entwicklung kann tragisch verlaufen. Aber eines ist auch in dieser schlimmen Zeit sicher: Wenn es zum schlimmsten kommt hat selbst der Sieger keine Zukunft mehr. 
hukwa

Donnerstag, 17. Februar 2022

Strom des Werdens

Es ist schon der nahende Märzgeist, denn man bereits jetzt, Mitte Februar spürt. Die Sträucher der Haselnuss haben bereits gestäubt und seit Tagen blühen die ersten Schneeglöckchen. Die Krokusse und der Winterling werden in den nächsten Tagen die weiße Pracht dieser Winterblume noch Farbe hinzufügen. Ein neuer Wachstums Lebenskreis beginnt. Die Natur feiert die Auferstehung der Demeter. Der Vorfrühling ist eine Zwischenzeit- die lebendige Brücke vom Winter zum Frühling. Die Natur zeigt uns in diesen Zeiten ihr nacktes Angesicht. Sie lässt uns ihre elementare Tiefer ahnen. Diese Woche zogen die ersten Kraniche. Ein neuer Strom des Werdens beginnt. 
hukwa 
Baum Fels Strauch 
der Regen lässt nach 
murmelndes Wasser 
zwischen Gestein und Farn 
die Schneeglöckchen  
am Himmel ziehen Kraniche 
geheimnisvoll ihr Ruf 
hier in der Gegenwart 
allmächtiger Natur 
finde ich das Sein 
meiner Tage. 
hukwa

Mittwoch, 16. Februar 2022

Fliegen

Es sind weltliche Fesseln 
die uns oft umschlingen 
oft aber ist es die Kunst 
die Freiheit schenkt 
die unserem Geist Flügel verleiht. 
hukwa 

Donnerstag, 3. Februar 2022

Phantasie und Philosophie

 Echte Phantasie entsteht wenn eine magische Wirklichkeitsauffassung mit der grobschlächtigen Rationalität unseres Alltags zusammentrifft. Denn in der gewöhnlichen Realität ist immer eine Spur magisch-phantastischen Seins vorhanden. Dieses "Andere" umgibt uns, im Sinne Ludwig Wittgensteins: "Ich könnte sagen: Wenn der Ort, zu dem ich gelangen will, nur auf einer Leiter zu ersteigen wäre, gäbe ich es auf, dahin zu gelangen. Denn dort, wo ich wirklich hin muss, dort muss ich eigentlich schon sein. Was auf einer Leiter erreichbar ist interessiert mich nicht". Kurzum: die Phantasie ist immer um uns herum. 
hukwa 
Im Schweigen des Tages 
versteckt sich die Erwartung 
an die keiner mehr glaubt. 
hukwa

Mittwoch, 2. Februar 2022

Der innere Raum

Der innere Raum ist da um ausgefüllt zu werden. Wenn man älter wird verwandelt sich die Welt der Kindheit in eine innere Landschaft eine verdichtete Landschaft. 
Ich ziehe mich zurück 
in meine inneren Räume 
ins Dickicht meiner Träume 
meiner Gedichte 
mich wärmend 
im 
Dichten 
Gestrüpp 
meiner 
Gedichte 
in diesem 
Dickicht 
meiner 
Gedichte 
ohne Anfang und Ende 
werde ich selbst zum 
Gedicht. 
hukwa

Dienstag, 1. Februar 2022

Entzauberte Welt

 Es ist ein Wandern durch die Zeit 
der Welt fehlt die Geborgenheit 
ein Plastikgehäuse wird der Planet 
der Wohlstand macht euch blöd 
ihr seid nie geätttigt vom Konsum 
ihr kümmert euch nicht darum 
wie es Pflanzen und Tieren geht 
gesättigt von den alten Dingen 
merkt ihr nicht dass der 
Planet untergeht. 
hukwa

Freitag, 28. Januar 2022

In solchen Momenten

 Auch heute ist es wieder grau, dunkel und eiskalt. Die Büsche und Bäume scheinen wie erstarrt. Ein einsamer Dompfaff am Futterhaus. Wunderbare mystische Stimmung. Zeit der Verinnerlichung. 
Januarnebel 
die Wiese von gefrorenem Tau durchtränkt 
ein leichter Wind 
säuselt durch Busch und Baum 
rein ist das Denken 
in solchen Momenten. 
hukwa

Donnerstag, 27. Januar 2022

Mystischer Morgen

 Bei sich Selbstzusein heißt anwesend zu sein in der eigenen Existenz. 
hukwa 
Heute Morgen, sehr früh, lief ich zum Wildbach. Unterwegs beobachtete ich zwei Krähen, die einen Habicht bedrängten. Der gab bald auf und flog davon. Ganz in der Nähe des Fließwassers fand ich einen alten bemoosten Fuchsschädel, mystisch lag er im feuchten Gras unter den Weiden. Eine Ringeltaube flog auf und aus der ferne rief der Grünspecht. Die Bäume waren vereist. Ein wunderschöner, mystischer Morgen voller Verinnerlichung. 
hukwa 
Der Dompfaff im 
Schlehenbaum 
ein Gruß aus der Kindheit. 
hukwa

Mittwoch, 26. Januar 2022

Asche der Erde

Wenn die Asche der Erde 
das Meer schwarz färbt 
und die blauen Wolken 
des reinen Morgen  
blutrot 
sich färben 
erhebt lautlos seine Flügel 
der Phönix 
nur sein trauriges Lied wird man hören. 
hukwa 

Dienstag, 25. Januar 2022

Metaerinnerung

 Geburt ist nur 
Betäubung und Vergessen 
dazwischen Leben 
wer will in solchen Zeiten 
seine Seele noch ermessen 
und ist der Geist auch 
nackt und bloß 
Erinnerung ergibt ihn wie ein Los 
es naht der Traum 
mit Urerinnerungen 
schenkt dir Vision und ahnendes Vertrauen 
es ist die Welt 
mit ihren materiellen Strahlen 
die Grenzen zieht 
die Kerkermauern richtet 
so das du denkst 
die heimat sei so fern 
dennoch ist sie in uns 
wie ein leuchtender Stern. 
hukwa

Montag, 24. Januar 2022

Morgenmeditation

 Meine Morgenmeditation ist mir besonders wichtig. In dieser Zeitspanne bewege ich mich ganz im Ozean meines Bewusstseins. Es ist auch ein Versuch sich auf den Weg zu machen um die Wiederverzauberung mit sich selbst zu finden. 
hukwa

Sonntag, 23. Januar 2022

Licht eines neuen Morgen

 Auf der Suche 
nach dem Morgen der Vergangenheit 
in winterlichen Wäldern 
von Einsamkeit umgeben 
wo die Rufe der Jugend 
als Echo leise verklingen 
verlassen vom 
Moder der Gegenwart 
vertieft in den Anblick des Dompfaffs 
der sich versteckt 
im schneeweißen Kleid der Birke 
Jetzt 
da das Licht eines neuen Morgens scheint. 
hukwa

Samstag, 22. Januar 2022

Sphärensang der Wälder

 Jetzt 
im alten Winter 
unter der Eiche 
sitzend 
lausche ich 
dem Atem der Wälder 
Warten 
auf den Sphärensang 
über mir 
versteckt im Baum 
die Krähe 
versunken in ihrer Meditation 
schwebend 
in einer Wellenerwartung 
wird die Welt 
hier zum 
Weltinnenraum. 
hukwa

Freitag, 21. Januar 2022

Im Wald bist du nie allein

 Ein angenehmer, grau-trüb verregneter Morgen. Im Wald ist es noch ein wenig Duster, als ich ihn gegen 9Uhr verlasse achte ich auf seine Tiere. In einigen Bäumen konnte ich kleine Vögel erkennen, ich war mir sicher dass sie mich mißtrauisch beobachteten. Vom Feld her sah neugierig eine Katze zu mir herüber. Wahrscheinlich sind da noch andere Tiere die mir beim Morgenspaziergang zusahen, die ich aber nicht bemerkte. 
Im braunen Waldgras des Winters 
entdeckte ich 
die grünen Stengel des ersten Schneeglöckchens. 

Donnerstag, 20. Januar 2022

Gesang des Aion

 Als ich heute Morgen sehr früh erwachte und meine Gedanken schweifen ließ, wurde mir mal wieder bewusst das ich vorwiegend von alten Dingen umgeben bin. Das Haus das ich bewohne ist eines der ältesten im Dorf. Die große Bibliothek fasst viele alte Bücher. Alte Dinge atmen ihren eigenen Geist. Einen Geist den Generationen von Menschen diesen Dingen eingehaucht haben. Dadurch wurden sie zu Fetischen, zu magischen Utensilien. Sich mit ihnen umgeben, sie in die Hände zu nehmen gehört zu meinen täglichen Ritualen. 
Die alten Dinge 
atmen Zeit 
der feine Regen trommelt 
auch Heute in den verrosteten Blecheimer 
Gesang des Aion 
wer kennt das Geheimnis 
dieser uralten Dinge 
sich damit zu beschäftigen 
ist Wahrnehmung. 
hukwa

Mittwoch, 19. Januar 2022

In der Stille des Winters

 Als Jahreszeit hat der Winter, zumindest in den wenigen noch dörflich strukturierten Landschaften, den Menschen in seinen "Weltinnenraum" getrieben. Einst war dies die Zeit, da mensch und Tier in ihre Unterkünfte gezwungen wurden und eine Ruhezeit begannen. Es war die Zeit des "spiritus phantasticus", Zeit für Märchen und Geschichten. Ich versuche mich immer noch in dieser Zeit der Altvorderen zu üben. 
In der Stille des Winters 
ist mir nahe 
das Werden und Vergehen. 
hukwa

Dienstag, 18. Januar 2022

Mauswiesel

 Vom Schnee umfangen 
im Feld 
das weiße Mauswiesel. 
hukwa

Montag, 17. Januar 2022

Das Haiku am Morgen

 Sobald der Schnee die Landschaft verzaubert fühle ich die Inspiration in mir ein Haiku zu schreiben. Meistens am frühen Morgen. Der Inhalt ist eine kleine Erinnerung die ich von einem Feld oder Waldspaziergang mitbringe. Wenn ich Monate oder Jahre später das Haiku nochmals lese erinnere ich mich sofort an den Moment wie und wo es entstanden ist. 
Verdorrte Astern im Schnee 
unter ihnen 
das traurige Rotkehlchen. 
hukwa

Schneemorgen

 Ich bin allein 
in Feld und Wiese 
im Schnee des frühen Morgen. 
hukwa