Es ist ein Moment der Erhabenheit wenn am frühen Morgen die Schwalben den Himmel durchsicheln, begleitet vom Frühlingslied der Amsel. Aus der Ferne tönt das Echo des Buntspechts in den Garten und die Sperlinge zwitschern voller Freude. Jetzt ist es an der Zeit die Omen der Morgendämmerung aufzunehmen.
Der Buddha fand seine Erleuchtung unter dem Bodhi-Baum, einem Feigenbaum. Doch aus seiner Biographie geht hervor das bevor er den Bodhi-Baum aufsuchte er sich an den "Rosenapfelbaum" seiner Kindheit erinnerte unter dem er oft saß und wo er sich frei, wach und konzentriert gefühlt hatte. Obiges Haiku möchte ich als meinen Rosenapfelbaum bezeichnen. In meiner Kindheit saß ich oft unter einem alten Holunderbaum unter dem ich mich besonders wohl fühlte. Ich denke Kindheit und Bäume haben etwas archetypisches.
Im Haiku versteckt, liegt immer auch ein verborgener Sinn. Darinnen geht es um die mystisch-psychologische Wirkung im Zeischenbereich von Unbewussten und Bewussten. Erst wenn wir dies erkennen wird das Haiku zur Erfahrung.