Sonntag, 18. November 2018

Verbunden mit der Allseele

So entfernt ist die Vergangenheit nicht
das ich nicht mehr beobachten könnte
wie Wordsworth durch die Wälder streift
ein Gedicht ohne Scham und ohne Begrenzung
das sich durch den Kosmos bewegt
ist das Vermächtnis von Blake
der aus einem Strudel von Wolken
Regenbogen farbene Vögel fliegen ließ
denn seine Worte waren die Wolken der Poesie
und seine Zeichnungen gezogen mit Elfenhand
so entfernt ist die Vergangenheit nicht
das wir keine Medusenschwärme
sondern blutrote Regenwürmer sind
die sich in einer entfernten Vergangenheit
in dieses heutige Sein entwickelten
nun drängt zur nächsten Stufe
dem Erwachen
des göttlichen Antropos.
hukwa

Samstag, 17. November 2018

Gespür für die Allseele

Gerade war ich im Garten die Krähen füttern. Als ich unter die Bäume trat warteten beide schon auf mich. es sind wunderschöne Momente wenn man das vertrauen das Wildtiere einem entgegen bringen können spüren darf. In mir spüre ich dann ein tiefes Gefühl mit der Allseele in Verbindung zu stehen. Man gehört zur großen Familie von Stein, Pflanze und Tier.
hukwa

Donnerstag, 15. November 2018

Uralte Sehnsucht

Uralte Sehnsucht
lagert in dunklen Herbstnächten
die Spur im Sand
wird zum Wegweiser des Traums
früher Morgen
erstes Licht
in der Ferne
die regungslose Nebelwand
durchbrochen
vom ersten rötlichen Dämmern
des neuen Morgen
der erwachende Tag
wird zum Sprungbrett
den eigenen Schatten zu überwinden.
hukwa

Mittwoch, 14. November 2018

Wir sind nur ein Versuch der Natur

Die Welt ist ein Lebewesen, 
ausgestattet mit einem Körper, 
den die Menschen sehen können, 
und einer Intelligenz, 
die die Menschen nicht sehen können. 
Hermes Trismegistos 

Es ist mir fast nicht möglich den Gedanken zu fassen dass diese Welt doch einmal zur Vernunft finden wird. Der Mensch ist ein Zerstörer, er vernichtet mutwillig Tiere und Ökosysteme und lebt im Krieg mit seiner eigenen Spezies. Dumpfheit, Dummheit und Gier regiert die Welt. Die Erde ist ein Lebewesen und sie wird sich gegen die zerstörerischen Eingriffe des Menschen zur Wehr setzen. Dies passiert ja schon man muss nur die Auswirkungen des Klimas beobachten!
Der Mensch sein ein "Fehlschlag der Natur" meinen einige. ich denke wir sind nur ein "Versuch der Natur" und wenn wir uns weiterhin gegen die Erde stellen wird unsere Erde diesen "Versuch" einfach abbrechen.
hukwa

Dienstag, 13. November 2018

Novembergedanken

Das fahle Licht des Novembers
Erinnerungen aus dem alten Jahr
Trost meiner Gedanken
noch einmal rinnt vorbei
Erlebtes und Gedachtes
November der Erwartungen
erfüllst du die Abende
mit Schweigendem.
hukwa

Freitag, 9. November 2018

ABHÄNGIGKEITSERKLÄRUNG

für Hambi und alle Wälder unserer gemeinsamen Erde

WIR
Foto©UteKW

Wir die Kinder dieser Erde erklären uns abhängig
von der Erde der Sonne dem Mond und den Planeten
von den Bäumen den Pflanzen den Ozeanen den Eisbergen den grünen Wäldern
wir gehören zu dieser Erde wie die Pflanzen und Tiere
wir sind verbunden mit den Wäldern die ihr täglich zerstört
wir sind verbunden mit den Meeren und den Flüssen die ihr täglich vergiftet
wir sind Kinder dieser Erde die uns ernährt und die wir lieben
wir sehen uns in einer Verpflichtung für diesen Planeten
wir haben Angst
diese Angst hat konkrete Gründe
sie ist Verantwortung gegenüber den Nachgeborenen den noch Ungeborenen
wir sehen eine ungewisse Zukunft vor uns
wir die Kinder dieser Erde wissen
dass unsere Philosophie nicht identisch ist
mit der Sicht der Konzerne und ihrer Manager die diese Erde ausbeuten
uns ist bewusst dass ihr mit eurer Verantwortungslosigkeit
mit eurer ungelenkten Konsumsucht und Raffgier
unsere Zukunft zerstört
denn die Zukunft gehört dem Leben
nicht dem schleichenden Tod den ihr vorbereitet
die Zukunft gehört den klaren Wassern der Meere und Flüsse
denn grünen Wäldern und Hügeln
die Zukunft gehört nicht euren roten Listen
die ihr den Nachgeborenen als Erbe hinterlassen wollt
wir die Kinder dieser Erde erklären uns abhängig
von unserem noch blauen Planeten
und wir werden kämpfen
für unsere Kinder und Enkelkinder
denen wir eine Zukunft geben wollen
deshalb
lasst uns unsere Träume und Visionen zu Werkzeugen schmieden
mit denen wir unsere Sehnsüchte
nach einer besseren Welt
konkret verwirklichen können. 
 
hukwa












Donnerstag, 8. November 2018

Historisches Wissen ist immer Mitwissen am Mythos - Von der metaphysischen Geschichte der Menschheit

Wir alle tragen ein Geschichtsbild in uns (das Geschichtsbild des Einzelnen), das in der Regel von dem Geschichtsbild der professionellen, institunionalisierten Geschichtswissenschaft abweicht. Diese Geschichtsbild des Einzelnen ist in der Regel kein so „trockenes“ wie das der Geschichtswissenschaft. Es ist spekulativ. Ein Mensch wie Schliemann hatte gewiß ein großes Geschichtswissen dennoch verließ er sich bei seiner Suche nach Troja nicht auf das Geschichtsbild der damaligen Geschichtswissenschaft sondern er zog den niedergeschriebenen Mythos in seine Suche mit ein und wurde fündig. Hätte er sich nur auf die Fakten damaliger historischer Erkenntnisse verlassen er hätte niemals seine großen Entdeckungen gemacht.
Echtes historisches Wissen ist immer auch „Mitwisserschaft“ am Mythos der aus dem Reich der Archetypen zu uns dringt. Schliemann las den Homer nicht als mythische Überlieferung für ihn war dieses Schriftum ein frühgeschichtliches geistiges Dokument das zum Teil auf Tatsachen beruhte.
Denn der Mythos ist zu einem Teil objektive Wahrheit und zum anderen Spekulativ. Was Schliemann erkannt hat war dass neben der äußeren Geschichte noch eine „Innere Geschichte“ existiert, diese hatt man mit dem Kleid des Mythos umhüllt.
Bachofen hat dies korrekt ausgedrückt:
Was nicht geschehen sein kann, ist jedenfallls gedacht worden. An die Stelle der äußeren Wahrheit tritt also die innere. Statt der tatsächlichkeiten finden wir Taten des Geistes“.
Der Mythos der ja die Innere Geschichte des Menschen beschreibt ist die Metaphysische Geschichte der Menschheit. Zwischen dieser metaphysischen Geschichte und der historischen Geschichte besteht immer eine Verbindung. Der mythos erzählt also die älteste gedachte Geschichte des Menschen. Das mythische Denken ist ein vorsokratisches Denken. Das Alte Testament ist hierfür ein Beispiel. Man kann davon aus gehen das Moses eine historische Person war seine „Taten“ allerdings sind mythisch. Hier kannn man deutlich die Verbindung zwischen innerer und äußerer Geschichte erkennen. Die metaphysische Geschichte des Menschen ist so alt wie seine Evolution. Mit dem Aufdämmern der Logik, mit der Philosophie des Sokrates der die Wurzeln der Logik gepflanzt hat, wurde der Mythos ins menschliche Unbewusste verdrängt. Dort führt er als „psychische Realität“ eine eigenständige existenz, die der Kontrolle unseres Ich-Bewusstseins nur bedingt erfahrbar ist. 

hukwa 



Mittwoch, 7. November 2018

Die dunkle Seite des Novembers

Die dunkle Seit des Novembers
legt sich auf das glänzende Gefieder der Krähe
Nacht am Tag
Tagesnacht
Novembernebel
Beschwörung der Zeit
das sind Novembermächte.
hukwa

Dienstag, 6. November 2018

Mit Tieren sprechen

Seit Jahren spreche ich mindestens einmal am Tag mit den Krähen. Es sind wildlebende Tiere die mich mehrmals am Tag besuchen und sich ein Leckerli abholen. Sie sind sehr intelligent und ich weiß dass sie mich verstehen wenn ich mit ihnen spreche. Wenn man mit Tieren spricht muss man gleichzeitig das Gespür in sich fühlen, das es echt ist, wenn man davon überzeugt ist das sie einem Verstehen. Man darf sich da nichts selbst vormachen. Dieses Gespür beruht auf einer sehr langen Erfahrung im Umgang mit Tieren. In der Regel finde ich es weitaus interessanter mich mit Tieren auseinanderzusetzen als mit Menschen.
hukwa

Freitag, 26. Oktober 2018

Herbstwanderer


Eine Naturmeditation
Fotos Moosalbtal©UteKW



Wenn im Herbst die ersten weißen Nebel in den Tälern des Pfälzerwaldes erscheinen und die Bäume ihr buntes Herbstkleid angelegt haben, beginnt für den Wanderer eine besonders schöne Zeit.
Die goldene Sonne des frühen Oktober zieht ihn nun magisch in die Wälder. Der zehnte Monat des Jahres trägt den altdeutschen Namen Gilbhart. In ihm verborgen sind die längst ausgestorbene Wörter „Gilb“ für Gelb, ein Hinweis auf das sich verfärben der Baumblätter und „Hart“ das einst für Bergwald stand. In den Gebirgsnamen Haardt und Harz ist es bis heute erhalten geblieben.
Wer im Herbst durch die Wälder wandert, hat die Möglichkeit vieles und Absolutes zu sehen und zu erkennen. Kann man doch in der Natur und ihre Prozessen die eigene Vollendung entdecken.
Mit dem Fallen der Blätter erinnert man sich seiner geschichtlichen Zeit aber auch seiner schöpferischen Endlichkeit. Der ganze Herbst ist eine einzige Naturmeditation.
In den Wäldern begegnen wir nun besonders intensiv dem Spiel der Naturelemente von Zerfall und Wiedergeburt. Hier der Friedhof des toten Laubes und doch keimt unter dieser Schicht schon das neue zukünftige Baumleben.
Ein elementares Spiel treibt der Herbst in den Wäldern. Die Wucht seiner faszinierenden Farben betören den Wanderer und doch steckt in ihnen schon das Ahnen des nahenden Winters. Hoch oben am Himmel erscheinen am Abend die ersten diamantene Herbststerne.
Manchmal hat der Wanderer das Glück, wenn er am Abend aus den Wäldern heraustritt, das Schnattern der Wildgänse zu hören, dies sind besondere Augenblicke.
Herbst das ist kein Niedergang, diese Jahreszeit spricht in einem wunderbaren Schöpfungsalphabeth zu uns. Im Lied des Herbstes singt noch einmal die ganze Süße und Schwermut des Sommers zu uns.
Stimmt das Wettter dann erreicht jetzt die Hirschbrunft ihren Höhepunkt. Wer ein solches Naturschauspiel einmal erlebt hat, für den wird es ein unvergessenes Ereignis bleiben.
Die Bienen machen jetzt ihren Stock dicht und nach den ersten Nachtfrösten beginnt der Siebenschläfer seinen Winterschlaf. Dort wo Eichbäume stehen erscheint jetzt sehr häufig der Eichelhäher, der fleißig Eicheln sammelt. Dieser Baumpflanzer kann bis zu sechs Eicheln in seinem Kehlsack tragen die er zu seinen Sammellagern bringt.
Der Oktober ist auch die Zeit der Pilze und eine Art fällt uns nun besonders auf. Der Fliegenpilz. Vor allem dort wo Birken und Fichten wachsen, finden wir nun dieses mystische „Männlein im Walde“, hat es doch zu diesen beiden Baumarten eine besondere Beziehung.
Eine besonders schöne Herbstfärbung findet sich jetzt bei den Ahornbäumen aber auch die Wildkirsche, die im Frühjahr mit ihren schneeweißen Blüten die Landschaft verzaubert hat, verzückt uns nun noch einmal mit der besonderen Rotfärbung ihrer Blätter.
Der „Goldene Oktober“ dauert etwa bis zur Monatsmitte. Jetzt, da die ersten Frostnächte nahen, erreichen der Wildapfelbaum und die Schlehe ihre letzte Reife.
Je tiefer der Wanderer nun in die Wälder eindringt, desto intensiver trifft ihn nun die Melancholie des herbstlichen Untergangs und doch schwebt in diesem scheinbaren Vergehen bereits die Frucht eines neuen Werdens. 
hukwa 

Mittwoch, 24. Oktober 2018

„Auf dem ältesten Altare der Menschheit stehend“

Gedanken beim Besteigen eines Berges bei Trippstadt

Foto©UteKW

An solchen Orten erkennnnt man dass Natur vielmehr ist als das wissenschftlich Messbare oder wirtschaftlich Verwertbare. Solche Plätze sind ein Sinnbild für seelische und kosmische Verbindungen. Es sind Landschaftsräume von Andacht, Demut und Stille. Wenn man sich hier aufhält kommt der Moment wo der Geist zwischen Tag und Nacht, Wachheit und Phantasie, zwischen Gegenwart und ältester Vergangenheit weilt.
Einsam auf einem Bergrücken im Pfälzerwald gelegen steht eine seltsame Formation von Buntsandsteien. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren als wären sie einst von Riesen errichtet worden. Es handelt sich natürlich um ein Steingebilde das in der Eiszeit entstand.
Die Anordnung der Felsen ist so bizarr das man davon ausgehen muss dass sich hier in der Frühgeschichte ein heidnischer Kultplatz befand. Verwitterte Ritzungen in den Steinen und kaum noch deutbare Felszeichnugen lassen ahnen dass dieser Platz einst für religiöse Handlungen genutzt wurde.
Etwas entfernt im Gebüsch, von Farn und Brombeerranken bedeckt, liegt ein spitz zu laufender Stein von etwa drei Meter Länge bei dem es sich um einen Menhir handeln dürfte. Eine Vertiefung auf der Buntsandstein Formation hat die gleichen Umrisse wie der Sockel dieses Steins. Noch etwas weiter entfernt findet sich eine Steinanlage die mit Sand ausgefüllt ist und bei der es sich wohl um einen urzeitlichen Grabhügel handeln muss.
Wenn man die Felsformation erklettert hat und auf der Plattform steht auf der mindestens zehn Menschen Platz haben empfängt einem das erhabene Schweigen dieser mystischen Waldlandschaft. Wie Mahner oder Wächter stehen die mächtigen Buchen und Eichbäume hier. Die darauf achten dass die moderne und entmytologisierte Gegenwart hier nicht so einfach eindringen kann. Der Weg hier herauf führt vorbei an abgelegenen Felsplateaus, verwunschenen Steinen und dichtem Wald. Die Moose an den mächtigen Buntsandsteinblöcken erscheinen wie Metaphern für das zähe Überleben dieses mythischen Raums. Wie schlafende Riesen mahnen sie uns an ein goldenes mythisches Zeitalter. Auf der Bergkuppe weilend scheint sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu Vereinen. Es ist der Moment wo sich die Gedanken einem Höherem, einem Anderen zuwenden. Und dieses Andere scheint jetzt in seiner urgewaltigen, archaischen Sprache zu sprechen. Es ist als würde sich ein Vorhang Lüften der für einge Sekunden einen Blick in die Frühgeschichte der Menschheit preisgibt. Und im leisen rauschen der Bäume, im Rascheln der trockenen Blätter und im Wispern des Windes scheint plötzlich die Stimme Goethes zu ertönen:
In diesem Augenblick, da die inneren anziehenden und bewegenden Kräfte der Erde gleichsam unmittelbar auf mich wirken, da die Einflüsse des Himmels mich anher umschweben, werd ich zu höheren Betrachtungen der Natur hinaufgestimmt, und wie der Menschen Geist alles belebt, so wird auch ein Gleichnis in mir rege, dessen Erhabenheit ich nicht widerstehen kann. So einsam sage ich zu mir selber, in dem ich diesen ganzen nackten Gipfel hinabsehe und kaum in der Ferne ein gering wachsendes Moos erblicke, so einsam sage ich, wird es dem Menschen zu Mute, der nur den ältesten, ersten, tiefsten Gefühlen der Wahrheit seiner Seele öffnen will. Da kann er zu sich sagen: Hier, auf dem ältesten ewigen Altare, der unmittelbar auf die Tiefe der Schöpfung gebaut ist, bringe ich dem Wesen aller Wesen ein Opfer dar“.

hukwa

Dienstag, 23. Oktober 2018

Das Einfache ist das Wahre

Der alte bemooste Zaunpfosten 
vom Eisreif  ummantelt 
steht ganz versunken in Sein und Zeit. 
hukwa  

Ich versuche meinem Alltag einen spirituellen Hintergrund zu geben, ihm täglich ein kleines Wunder abzuringen. Simplex sigillum veri.  Es ist die tägliche Reise vom Alltag in den ALL-TAG.
hukwa

Sonntag, 21. Oktober 2018

Herbstreigen

Wald versinkt in weißen Nebelschwaden
letzte Gladiolen grüßen aus welkendem Garten
Alles sehnt sich nun nach Schweigen
lauscht des Herbstes friedlichem Reigen
im Gebüsch schläft fest die Unke
Schwalben sind schon lang verschwunden
Letzter Kranichzug
nur die alte Eiche tut noch künden
von vergangenen Frühlingswinden.
hukwa

Freitag, 19. Oktober 2018

Wie kommt der Stein zu seinem Sein


Foto©UteKW


Sie haben eine starke Ausstrahlung die riesigen Felsen im Karlstal. Aus Sicht der Geomantie ist das Karlstal ein großer, sakraler Landschaftstempel. Die mächtigen Felsen in diesem Tal scheinen ihr eigenes Sein zu führen.
Der russische Wissenschaftler Vernadsky sah das Leben auf der Erde als eine „Dispersion des Gesteins“. Er ging von einer sich über Milliarden von Jahren erstreckenden Umgestaltung des Gesteins aus, in deren Verlauf sich der Stein von der Mikrobe zum Menschen in immer komplizierteren Lebensformen transformierte. So gesehen ist der Stein einer der ältesten Verwandten von uns. Wie das Salz der Meere gehören auch Mineralien zu den „Urbausteinen“ unseres Körpers. Das „Fundament“ unseres Körpers ist ja letztendlich nichts anderes als „Sternenstaub“. Der Regen schuf Rinnen in die Felsblöcke und transformierte in einem Zeitraum von Jahrmilliarden feinste Staubkörner samt Gesteinssalzen in die Meere denen dann das Leben entstieg. So existiert in uns das Reich der Mineralien, der Pflanzen und der Tiere. Die ganze lange Naturgeschichte ist in uns vorhanden.
Wer weiß, vielleicht haben Felsen deswegen manchmal fast menschenähnliche Züge sie sind ja entfernte „Verwandte“ von uns.
Das wirklich Ur-sächliche in der Natur ist immer Symbolon. Deshalb können wir die Natur in ihren Tiefen nur deuten, wenn uns soweit unser eigenes Wesen von innen her in lebendigen Bezug zu seinem schöpferischen Urgrund steht, der eben auch der Urgrund von Natur und Kosmos ist. Von dorther erhält unser Bewusstsein seinen Inhalt, dem wir dann einfach ein rationales Kleid geben müssen um überhaupt zu verstehen. Man könnnte auch sagen „der Stein lässt seine Masken fallen“. In dem wir anfangen dies zu begreifen wird uns klar, dass wir das „Unsichtbare“ sichtbar machen und zwar als lebendiges Symbol innerer Wirklichkeit.

hukwa

Wald Haiku

Beim Waldbach
sitze ich in Meditation
über mir der Zug der Kraniche.
hukwa

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Zweimal Genius Loci

Fotos©UteKW

hukwa

Im weltweiten Rauschen der Baumeswipfel

Wenn ich durch die Wälder laufe sehe ich dass jeder Baum ein Konkurrent um das stark umkämpfte Sonnenlicht ist und doch leben sie friedlich zusammen.
Wir könnten von den Bäumen lernen.
hukwa  

Im weltweiten Rauschen der Baumeswipfel stimmt der Wald seinen Gesang mit noch vielen anderen Elementen ab. Der Wald und seine Funktionen zeigen uns dass wir nur überleben werden wenn wir bereit sind dass Ganze zu Schauen, uns für ein ökologisches Leben entscheiden und entschlossen für den Schutz der Erde eintreten, vor allem die Natur die wir ja selbst sind in den Mittelpunkt unseres Denken stellen.
Stimmen wir doch ein in diesen Gesang.
hukwa

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Herbst Haiku

Der Flug der Wildgans
erzählt mir wo
vor vielen Jahren ihr Flug begann.

Den Ruf der Wildgans hörte ich deutlich
im Echo
flog die alte Erdmutter mit.
hukwa

Montag, 15. Oktober 2018

Ihre Gier kennt keine Grenzen

Vor langer Zeit schrieb Leonardo da Vinci folgende Zeilen: "...Die werden immer untereinander Kämpfen und sich größten Schaden zufügen, und viele werden Sterben auf beiden Seiten. Es wird keine Grenzen geben für ihre Bosheit und mit ihrer Wildheit werden sie die großen Bäume der Wälder des Universums zu Boden reißen. Dann, wenn sie satt sind, wird ihr Wunsch davon genährt sein, Tod zu geben, Leiden, Ungemach, Kriege und Wut, gleich auf wenn und was da lebt. Und in ihrem unersättlichen Hochmut, werden sie sich zum Himmel hinauf heben wollen, doch durch die allzu große Schwere ihrer Leiber werden sie unten bleiben. Nichts auf Erden, unter der Erde oder im Wasser wird es geben, dass nicht verfolgt, aufgestöbert, verdorben wird und von dem einen Land ins andere versetzt... 
Leonardo da Vinci 
 

Sonntag, 14. Oktober 2018

Vom konsequenten Weiterdenken der Dinge oder VON DER POETISIERUNG DER WELT

Quad natura relinquit 
imperfectum asperficit  - was die Natur unvollständig lässt, vervollständigt die Kunst.
 


Wir haben konsequent die Dinge weitergedacht


aus der Schaufel wurde der Bagger
aus dem Rad dass Auto
aus der Steinschleuder dass Gewehr
aus dem Gewehr die Atombombe
wir haben die Dinge weitergedacht
wir haben nur eines nicht bedacht
die Ergebnisse
sie sind es jetzt die Macht über uns haben
Klimakatastrophe Luftverschmutzung Umweltgifte
eine endlose Liste
sicher wir haben die Dinge
wirtschaftlich konsequent weitergedacht
wir haben nur nicht an die Konsequenzen gedacht.

Ich denke die Ökologie weiter
und finde die Tiefenökologie
ich denke die Poesie weiter
und finde die Möglichkeit
der Poetisierung der Welt
ich will nicht politisieren
ich will poetisieren
mache dass Gedicht zu meinem Schild
dass Wort zu meiner Schleuder
baue auf dem Alphabet der Harmonie mein Fundament
kauft euch die neuesten Autos und betet sie an wie Götzen
opfert ihnen einen blechernen Stern
einen silbernen Mustang
opfert euren Götzen
mich zieht es in die Wälder
in jene die ihr durch euren Götzendienst noch nicht vernichtet habt
von hier aus beginne ich mein Werk
DIE POETISIERUNG DER WELT:
hukwa

Samstag, 13. Oktober 2018

Der künstliche Mensch

In der Faszination und dem Wahnsinn des äußeren Fortschritts, bemerken wir überhaupt nicht dass wir den inneren Fortschritt vollkommen vergessen. Dass Leben der meisten Menschen umfasst nur Oberflächlichkeiten. Die wenigsten arbeiten am inneren Fortschritt. Die Forschung konzentriert sich besonders auf die Entwicklung künstlicher Intelligenz dabei vergessen wir ganz und gar die Weiterentwicklung unserer eigenen Intelligenz. Wir warten mit Sehnsüchten auf die Neuesten Computerprogramme in Handys, Computer, Autos ect. und vergessen dabei das wir selbst ein Teil eines Computerprogramms von Wirtschaft und Politik geworden sind. Wir träumen den Traum des äußeren Fortschritts, doch wir Träumen nicht vom inneren Fortschritt. In diesem Sinne ist der Mensch ein Wesen dass in einem tiefen Schlaf liegt und davon ausgeht er wäre die Krone der Schöpfung, dabei ist er dass schwächste Glied einer Entwicklung die noch nicht abgeschlossen ist und die bei allen positiven wissenschaftlichen Entwicklungen eine negativ Entwicklung ist.
hukwa

Freitag, 12. Oktober 2018

Aus lang vergangener Zeit - Mondnacht am Waldweiher

Der Mond scheint leicht am Himmel 
in Wolken schäumender Flut
als wäre er versunken
in nächtlicher silberner Glut.

Der Waldwog fängt des Mondes Schatten
in seiner wässrigen Gruft
die Silberweide leuchtet
ihr Stamm blinkt wie schwarzes Blut.

Ich sitze am Ufer des Weihers
dringe tief in mich ein
mir ist als erzähle mir der Mond ein Märchen
aus lang vergangener Zeit.
hukwa

Jetzt ist die Zeit...

Goldener Oktober. Stundenlang kann ich nun durch die Wälder streifen und die Farben des Herbst bewundern. Es ist eine magische Zeit, kurz aber sehr intensiv. In den gelbrot gefärbten Blättern der Eichen blitzt das blaurote Gefieder der Eichelhäher. Sie streiten den ganzen Tag um die Eicheln, manchmal tönt der Ruf des Schwarzspechts durch die Baumkronen. Die Kastanien sind reif und die Apfelbäume hängen voller Früchte. Der Herbst ist auch eine Zeit der Häutung. Die Eidechsen dösen in der Sonne. Herbst - Zeit des Wandels und der Vorbereitungen auf einen langen meditativen Winter. Jetzt werden die Gedanken klar und hart, streben in die Höhe wie die alten Eschen im Wald.
hukwa

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Steinmeditation

Fotos©UteKW

hukwa

Sehnsucht im Herbst

Wald versinkt im weißen Nebel
Letzte Gladiolen im welkenden Garten
Alles sehnt sich nun nach Schweigen
Verzicht und Hoffen des Herbstes Reigen
Im Gebüsch schläft tief die Unke
Schwalben sind schon längst verschwunden
Hör die alte Eiche künden
Sehnt sich nochmal nach frühlingshaften Winden.
hukwa

Dienstag, 9. Oktober 2018

Der Herbst ist meine Zeit

Eine entlaubte Buche
eine einsame Krähe im Geäst
ein Abend im Herbst.
hukwa  

Der Herbst ist meine Zeit
wenn er naht
beginnt in mir ein neues Erwachen
Oktobersonne grüßt
lässt sprießen neue Geistestriebe
entfaltet sich
ein Seelenfrieden
gewiss
der Winter naht
der Uralte
der Weise
ist er da
gehe ich auf Geistesreise.
hukwa 

Das Fallen der Herbstblätter
erinnert mich
an die Lebensreise.
hukwa


Samstag, 6. Oktober 2018

Herbstnachmittag am Kalteborn



Fotos©UteKW


hukwa

Hambi – oder im Geiste dabei sein.



Leben
einzeln und frei wie ein Baum
und brüderlich
wie ein Wald
das ist unsere Sehnsucht.
Nazim Hikmet



Vorübergehend müssen die Rodungsarbeiten im Hambacher Wald eingestellt werden. Am 6.10.2018 ist eine Großdemonstration für „Hambie“ organisiert. Wenn ich schon nicht dabei sein kann, will ich wenigstens mit dem Geiste dabei sein!
Gestern Abend sprach einer der Konzernbosse von RWE im Fernsehen. Vollkommen gefühlslos und kalt. Solche Gestalten sorgen dafür, dass dieser Planet immer mehr zu einer Wüste wird. Diese Roboter verkaufen ihre eigene Kinder für Geld. Sie stehen für eine Technik die ganz auf Raubbau eingestellt ist. Materialistisch gesehen verwandeln sie in kürzester Zeit ein hochwertiges Produkt (Wald) in Müll und Kohlendioxid. Dabei haben wir längstens eine Technologie die nicht mehr gegen die Natur gerichtet ist sondern die die Rohstoffe der Natur wieder in Naturkreisläufe führt. Es ist an der Zeit, dass diese „Ökologisch Gestrigen“ zur Verantwortung gezogen werden. Der RWE Konzern versucht Herrrschaft über Naturschützer durch Polizeigewalt auszuüben. Über die Natur die den Bürgern gehört, über das Land und seine Rohstoffe, über Märkte und materielle Güter. Gegenüber unserer Gesellschaft ist der Raubbau der von der RWE betrieben wird ein bodenloses soziales Versagen. Einem Großteil der Menschen reicht es, diese tägliche Naturvernichtung mit ansehen zu müssen. Der Aufschrei von Hambi ist zu unserem persönlichen Aufschrei geworden.
Wir werden diesen Wald mit friedlichen Mitteln retten! Dieser Wald gehört nicht der RWE – dieser Wald gehört unseren Kindern und Enkelkindern, er gehört den Nachgeborenen und den heute noch Ungeborenen.
hukwa

Freitag, 5. Oktober 2018

Herbst Haiku

Herbstblätter fallen
Wildgänse ziehen wieder
Loslassen spricht der Herbst.
hukwa 

Der Herbst geht durch die Wälder
seine feuchte Nebel
Kristalle der Seele.
hukwa 

Mittwoch, 3. Oktober 2018

"Im Wald sind alle Wunder wach"...

"...im Wald sind alle Wunder wach"... schrieb ein Dichter einmal. Und Aristoteles schrieb: "Die Heimat des Philosophen ist dort wo er am besten Denken kann!" Ich selbst kann im Wald am besten denken. So ist er aus diesem Grund wohl auch meine Heimat. Jetzt im Oktober erzählt uns der Wald die Geschichte des Werden und Vergehen besonders intensiv. Der gang in den Wald wird um diese Jahreszeit zu einem besonders spirituellen Spaziergang. Ich lasse auf meinen Waldgängen das Profane hinter mir, denn vor mir liegt eine transzendentale Wirklichkeit.
hukwa

Ich bin immer noch nicht angekommen-Gedanken im Herbst

Meine frühe Erinnerungsbilder hängen mit der Landschaft zusammen in der ich aufwuchs. Der Wald, die Tiere, die Pflanzen darinnen. Aber auch viel mit Literatur. Lesend eroberte ich mir die Welt. Natur und Literatur waren mir Wegweiser. In beide Reiche unternahm ich meine Streifzüge. Schaue ich heute zurück so erkunde ich die Landschaft der Kindheit wie eine innere Landkarte und oft denke ich dabei- ich bin immer noch nicht angekommen.
hukwa

Dienstag, 2. Oktober 2018

Geheimnisvoller Herbst

Es ist das wunderschöne Licht dieses berauschenden Herbsttages dass mich heute Morgen in eine besonders musische Stimmung versetzt. Eine leichte Wehmut liegt über der Landschaft wie ein ätherischer Strahl dringt diese in meine Seele ein. An solch einem Morgen darf man keine profanen Gedanken aufkommen lassen.
hukwa

Sonntag, 30. September 2018

Der Herbst ist meine Zeit

Ein goldener Oktobermorgen. Im Garten sammeln sich die bunten Blätter, wie ein Teppich breiten sie sich auf dem Gartenboden aus. Noch herrschen die Gelbtöne vor, doch die rotfärbenden Blätter werden in diesem Monat folgen.
Der Herbst ist meine Zeit 
wenn die Blätter fallen
und die Winde rauschen
wenn in den Wäldern
das Schöpfungsalpabeth erklingt
im Farn die Spinnen
ihre silbernen Fäden ziehen
vom Himmel herab 
die Kraniche rufen
schwer hängen die Ebereschenfrüchte
die Gedanken werden fundamental
der Herbst
ist meine Zeit.
hukwa

Samstag, 29. September 2018

Allseele

Die Natur ist die große Offenbarerin. Wer sich ihr hingibt dem öffnet sich die Allseele. Sie lehrt uns das Materie und Geist eingebunden sind in den großen kosmischen Reigen.
Ganz wie es Bernhard von Clairvaux ein mal schrieb: 
"Du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern.
Die Bäume und die Steine werden dich Dinge lehren,
die dir kein Mensch sagen wird."
hukwa

Freitag, 28. September 2018

Kindheit und Geomantie

Schon als Knabe zogen mich gewisse Plätze in der freien Natur magisch an. Plätze und Orte wo ich mich wohlfühlte. Wo ich allein sein konnte und mich an der Umgebung erfreute. Vor allem war es das goldene Licht der frühen Herbsttage, das erste Färben der Laubbäume, der Tau am frühen Morgen, die ganze Magie des Altweibersommers - eine Jahreszeit in der ich spürte das da noch viel mehr war als dass was ich sah. Es war vor allem die Morgen und Abenddämmerung die mich in die Wälder zog. In diesen Stunden verwischen die Farben der Diesseitigen Welt mit der Jensseitigen. Auf diese weise wollte ich etwas von der besonderen Atmosphäre der Plätze die ich aufsuchte erfassen. Dies geschah natürlich auf einer mir damals noch nicht bewussten ebene meiner Wahrnehmung. Auch mein Bezug zur Tiefenökologie hat hier seine Wurzeln. Schließlich ist Tiefenökologie wie Geomantie ein Austausch mit der Erde. Auch für meine spätere Berufung als Künstler waren diese Erfahrungen prägend. Dieses "Zu-Hause-Sein" in der großen Gemeinschaft von Stein, Pflanze und Tier ist noch heute Teil von mir.
hukwa

Donnerstag, 27. September 2018

Septembervollmond

Herbstsonne golden
funkelndes Nornenhaar
Götternebel
Septembervollmond
spricht zu den Steinen im Garten
die Elster schläft im Weidenbaum
Fliegenpilz beim Birkenbaum
weißes Vollmond Licht
Elfentanz im Garten.
hukwa

Mittwoch, 26. September 2018

Schattenspringen

Du musst mit den Bäumen reden
der Kiefer
der Fichte
der Erle und der Eiche
mit all ihren Freunden
sie sprechen zu dir
wispernde Blätter
knarrende Äste
du musst ihnen zuhören
ihre Sprache lernen
goldgelb sind jetzt die Wiesen
die Distelsamen fliegen
an den Abenden ist der Himmel
besonders rot
und die Wälder sind nun Beerenschwer
die Stille unter den Bäumen
schmeckst du auf der Zunge
und das letzte Sommersonnenlicht
fordert auf
Schattenspringen.
hukwa

Dienstag, 25. September 2018

WIR

Wir sind ein Teil der empfindlichen Ökologie dieses Planeten, mit ihm streben wir in die Höhe oder fallen in die Tiefe, wir gedeihen mit dem Planeten oder wir gehen mit ihm zugrunde. Wenn wir dies nicht begreifen, besiegeln wir unseren eigenen Untergang.
hukwa

Montag, 24. September 2018

Baumesecht - Buchenstark

Meist schlägt die vierte Stunde nach Mitternacht
oft dringt Mondschein in die Stube
wenn ich mit meiner Schreib und Malarbeit beginne
es ist die Zeit der Strategien
das Dorf schläft noch fest
nur die uralte Buche
jammert im Herbstwind
sie ruht nie
immer ist Bewegung in ihr
etwas stoisches lauerndes geht von ihr aus
wir haben viel gemeinsam
die alte Buche und ich.
hukwa

Sonntag, 23. September 2018

Der kleine Vogel

Es ist dieser kleine unscheinbare Vogel
der mich staunen und traurig macht
wie er da hüpft am Straßenrand
in dieser grauen trostlosen Stadt
wie er verzweifelt versucht
seinen toten Artgenossen
aus dem dreckigen Rinnstein zu heben
wie er aufgeregt um ihn herum hüpft
vielleicht weiß er wie sinnlos seine Bemühungen sind
derweil rollt der Verkehr weiter die Verzweiflung dieses kleinen Vogels macht mich betroffen
ich verjage ihn damit er nicht unter die Räder kommt
trage den toten Vogel
in die nächste Grünanlage
vielleicht beobachtet mich sein noch lebender Kamerad
ich bin erschüttert über dieses realistische Schauspiel
von Liebe Solidarität und Tragödie
ich verlasse die Stadt
und beschließe zu hause ein Gedicht zu schreiben
über einen solch alltäglichen unwichtigen Vorfall.
hukwa

Freitag, 21. September 2018

Herbst Tag und Nachtgleiche

Fotos©UteKW
Herbst Tag und Nachtgleiche 

Grauer Herbst zog heute auf
verdrängt die sonnnige Tage
Sommer verfällt zu Erde
noch wuchert die fleckige Nessel am Hang
der Himmel geschwärzt von Staren
der alte Brunnen am Strassenrand
vom Blätterfall begraben
im Schlosspark unterm Birnbaum
ein letzter Hornissentanz
daneben im Blätterskelett
die Eberesche mit glutroter Frucht
auch sie ist schon
auf den Winter eingeschworen.
hukwa

Donnerstag, 20. September 2018

Nahender Herbst

Fotos©UteKW


hukwa

Abschied vom Sommer

Hörst du das Geflüster
Rufen und Klingen
Leise Rauschen Krähe Schwingen
Erste gilbende Eschenblätter
Noch blühen
Sonnenblumen und Georgien
Blutrot hängt die Eberesche
Letztes Aufbäumen der Septembersonne
Leise veratmet der Sommer.
hukwa

Mittwoch, 19. September 2018

Nachmittag

Heute ist wieder ein wunderschöner Spätsommertag. Täglich fallen nun ein paar Blätter mehr von den Bäumen. Laden dazu ein über das Vergehen zu meditieren. Jeden Tag kann man nun Farbveränderungen in der Landschaft erkennen. Altweibersommerwetter.
hukwa

Sonntag, 16. September 2018

Mittagszeit im Spätsommer

Die letzten Panstunden
vor dem aufziehenden Herbst
Geflüster im Schilf
die ewige Zeit
für einen Moment
gefangen
im spiegelnden Gelb
der Ringelblume
einsamer Farn beim Erlenbaum
im verwünschten Garten
den Tulpen und Rosen so fern
der alte verrostete Eimer
bemoost von der Zeit
ein einzelner Star
blickt nach Süden
prüft sein Gefieder
auf dem Maulwurfshaufen
eine Spur
erinnert
an den Huf des Pan.
hukwa

Freitag, 14. September 2018

Ein alter Freund

Foto©UteKW
hukwa

Kampf um den Hambacher Wald



Es ist der alte Kampf: Ökologie gegen Ökonomie, Sauerstoff gegen Luftverschmutzung.
Im Hambacher Wald wird die Natur unter dem Diktat von RWE zu einer reinen Funktion des Geldes. Und anscheinend gibt es kein Einhalten mehr, das große Geld setzt sich mal wieder durch!
Die „Baumbewohner“ dieses Waldes werden als Sicherheitsrisiko dargestellt, der Kohleabbau derweil ökonomisch gesund geschrieben. Bürger die emotional (bundesweit) über den Raubbau in diesem Forst klagen, werden von der Nordrhein-Westfälischen Landesregierung als inkompetent hingestellt.
Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen spricht von „Pseudo-Umweltschützern“ und das Wort „Ökoterrorist“ macht die Runde. Die Umweltschützer könnten in ihrem Sinn von Energiefaschismus sprechen. Schließlich handelt es sich hier um die Geldpolitik eines Konzerns der ganz auf Raubbau eingestellt ist. Die Landesgrünen, mit öko-politischer Blindheit geschlagen, die vor Jahren diesen Raubbau im Verbund mit der SPD und RWE eingefädelt haben, waschen ihre Hände in Unschuld und wollen zunächst mal abwarten. Die GRÜNE Parteijugend hat wenigstens zu einer „Tanzdemo“ eingeladen, immer noch besser als die etablierte Elternpartei die 2016 gemeinsam mit ihren politischen und ökonomischen Partnern um das „goldene Kalb“ tanzte. Derweil kämpfen die Umweltschützer um den Hambacher Wald. Gewiss, da mischen sich auch Autonome darunter (leider), aber man muss auch jene Naturschützer miteinbeziehen die landesweit um diesen Wald zittern.
Der Klimawandel scheint die Politiker in Nordrhein-Westfalen nicht beonders zu kümmern, Biodiversität und Nachhaltigkeit auch nicht, was zählt ist nur der Mammom. Der Kohleabbau ist für unser Klima tödlich jeder einzelne Baum ist Balsam für die kranke Umwelt und vor allem für den Menschen. Ein etwa 80 bis 90 jähriger Laubbaum tut uns nur Gutes und ist mit Geld nicht aufzuwiegen. 

Foto©UteKW
 
Wenn solch ein Baum im Licht photosynthetisch aktiv ist, gibt er etwa genau soviel Sauerstoff an die Atmosphäre ab wie er an Kohlendioxid aus dem Luftraum zur Bindung in organischen Molekülen aufnimmt. Schon eine einzige ausgewachsene Eiche oder Buche kann an einem Tag ungefähr 7000 Liter Sauerstoff freisetzen. Das ergibt etwa 35 Kubikmeter sauerstoffreiche Atemluft- genug um den Tagesbedarf von über 50 Menschen sicherzustellen. Ohne diese ausgleichende und regenerierenden Leistungen der Bäume gäbe es auf Dauer kein höheres Leben in der jetzigen Form auf unserem noch blauen Planeten. Könnte es möglich sein, dass die verantwortlichen Politiker in Nordrhein-Westafalen davon noch niemals etwas gehört haben?
hukwa

Donnerstag, 13. September 2018

Zeit des Sehens

Jetzt am Anfang des Herbstes wird der Blick für das Sakrale einer Landschaft intensiver. Die Sakrale Dimension einer Landschaft wirkt nun besonders stark. Es sind die einzelnen Potenziale der Umgebung die nun besonders auffallen. Der einzelne Baum, der Fels, eine Waldwiese. Es ist die Allverbundenheit die nun ihre besondere Wirkung entfaltet. Herbstzeit ist eine Zeit des Sehens mit der Seele.
huikwa

Montag, 10. September 2018

In bunten Herbstwäldern

Jetzt flammt wieder das Rot
der Ebereschenbüsche
wie Wetterleuchten
im bunten Herbstwald
und macht den September groß
bald folgen bunte Fackeln
die Lärchen werfen ihr Los
die Wälder singen leise
ich laufe zwischen Bäumen
gefangen in einem Traum
mein Denken gilt nicht dem Morgen
es ist gebannt vom Gestern
ich glaub an einen Traum
bedrängt von Phantasien
ziehe ich durch herbstlichen Wald
und springe aus dem Gestern
in einen neuen Morgen hinein.
hukwa

Freitag, 7. September 2018

Abstand

Die Botschaft des Herbstes ist für mich in dem Wort -Abstand - enthalten. Abstand von dem Vielen des Sommers der einem überflutet. Zeit der Meditation.
Gestern im Park: 

Der Wind geht leise wie mein Atem
Herbstlicht über spätsommerlichen Tag
ich bewundere die erste Farbenpracht des
Altweibersommers
in einer einsamen Stunde
vereint mit meinem Ich.
hukwa