Sonntag, 8. Februar 2026

Meditation

 Meditation besteht 
in der Intuition 
des wahren Wesens der Existenz. 
hukwa

Zen und Haiku

 Zen findet seinen Ausdruck 
eher in der Poesie 
als in der Philosophie 
deswegen sein Hang zum Haiku. 
hukwa

Das Herz des Zen

 Nanao Sakaki sagt: 
Wie die Alten die Erde bebaun,
Mit dem Koyoten singen, 
Singend dem nuklearen Weltenbrand entgegentreten, 
Solang ich dies kann, werd ich des Lebens 
niemals müde sein. 
"Zen versäumt nie, einem windzerzausten und schmutzbefleckten armseligen Grashalm anzubeten, Es vergißt nie, all die wilden Blumen des Feldes, so wie sie sind, allen den Buddha der dreitausend Welte,n darubringen. Zen kennt die Ehrfurcht, denn es kennt auch das Wehetun. Was Zen wie jedes andere Tun fordert, ist die Wahrhaftigkeit des Herzens, nicht irgendeine vorgeschriebene Einstellung oder die äußere Form ihrer Gebärde".  
Daisetz Teitaro Suzuki 
Das Haiku 
gedeiht am besten 
wo es noch Geheimnisse gibt. 
hukwa

Tagesbeginn

Der Tag 
der mit einem Gedicht beginnt 
ist ein erfolgreicher Tag 
hukwa.  

Samstag, 7. Februar 2026

Teichmeditation

 Leichter Regen 
ich bewundere die Kreise 
im Teich. 
hukwa 
Die magische Weltanschauung kommt im Alter zu uns, sie ist die Krone eines meditativ geführten Lebens. 
hukwa

Selbstbegegnung

 Früh am Morgen 
heimlich und leise 
begegne ich mir selbst. 
hukwa

Schattensprung

 Im Winterregen 
ein einsamer Kranich 
vielleicht der Geist Bashos? 
hukwa 
Wir sollten von Zeit zu Zeit unsere Vorstellungen von den Grenzen unsere Geistes als auch unseres Körpers beiseite schieben um unseren Gedanken einen grenzenlosen Raum zu bieten. 
hukwa

Morgengedanken

 Die Meisen flogen weg 
ihr Gezwitscher 
blieb in meinem Gehör. 
hukwa 
Oft verstecken sich in einem Haiku die Worte von William Blake: 
"Den jedes Ding  das lebt, ist heilig". 
hukwa

Freitag, 6. Februar 2026

Tänzer

 Auf vereistem Teich 
wie Tänzer 
die Kraniche. 
hukwa

Ohne Grenzen

 Sei wie der Wind 
er kennt keine Grenzen. 
hukwa 
Früh am Morgen 
regt sich längst 
Vergessenes in mir. 
hukwa

Donnerstag, 5. Februar 2026

Menschenzeit

 Das Wesen ist ewig 
nur die Formen ändern sich 
im Lauf der Gezeiten. 
hukwa

Alltägliche Wunder

 Ich suche das alltägliche Wunder 
in der Einfachheit meiner Tage. 
Zum Beispiel beim Morgenspaziergang: 
Die einsame Krähe 
auf dem kahlen Feld 
Einsamkeit des Winters. 
hukwa

Suche

 Das Haiku 
am Morgen 
ist reines Empfangen. 
hukwa
Der Haiku Dichter Basho gab seinen Schülern den Rat: 
"Sucht nicht nach den Spuren der Alten, 
sondern sucht nach dem 
was die Alten suchten."

Erkunden

 Das ganze Geheimnis 
liegt verborgen im Jetzt 
erkunde es. 
hukwa

Mittwoch, 4. Februar 2026

Bashos Geist

 Der alte Waldteich 
ein Frosch springt ins Wasser 
war es der Geist Bashos? 
Obiges Haiku entstand bereits im vergangenen Frühling. Ich saß beim alten Waldweiher und lauschte dem Konzert der Vögel als plötzlich ein Frosch ins Wasser hüpfte. natürlich kam mir sofort Bashos berühmtes Haiku in den Sinn: 
Der alte Weiher 
ein Frosch der grad hineinspringt 
Des Wassers Platschen..." 
Basho 
In diesem Moment wusste ich-bashos Geist hat mir einen Gruß zugeschickt. Ich erlebte einen Moment, einen Augenblick, eine metaphysische Offenbarung, im Sinn des alten Zenspruches: 
"Die Rede kann es nicht gestalten, 
das Schweigen kann es nicht durchdringen". 
hukwa

Bruch

 Damit etwas Neues entsteht 
muss man manchmal 
mit den Traditionen brechen. 
hukwa

Morgenstimmung

 Es liegt eine geheime Stimmung 
im Ruf des Schwarzspechts 
am frühen Morgen. 
hukwa

Dienstag, 3. Februar 2026

Verkörperungen

 Das meine Prosa 
nicht so einsam ist 
schmücke ich sie mit etwas Poesie. 
hukwa 
Jetzt im Februar wo die Bäume so kahl sind und über der Feldflur oft Nebel steht, ist die Natur oft die Verkörperung von Einsamkeit. Es ist die Zeit da wir die Stille förmlich beobachten können. Jedes Wesen der Natur strahlt jetzt eine gewiße Stille aus. Ja, wir können sagen:die stille gehört im Winter zur Aura der Natur, die ja nichts anderes ist als die Quelle des Lebens. 
hukwa

Begrüßung

 Am Wegrand 
begrüßen mich am Morgen 
die Schneeglöckchen. 
hukwa

Geburt

 Früh am Morgen 
warte ich 
auf die Geburt eines Haiku. 
hukwa

Montag, 2. Februar 2026

Augenblick

 Wilde Wolken über mir 
das Universum in mir 
am Abend zogen Kraniche. 
hukwa

Sonntag, 1. Februar 2026

Dasein am Morgen

 Ich würde etwas vermissen 
wenn ich nach dem Morgenspaziergang 
kein Haiku nach Hause bringen würde. 
hukwa 
Bei meinen Spaziergängen, egal zu welcher Jahreszeit, ist es mir sehr wichtig etwas mit Nachhause zu bringen, sei dies ein Haiku, ein gedicht oder ein schönes Teil geformtes Holz. In vielen Dingen und Gedanken versteckt sich oftmals ein Geheimnis. Dies zu Erkennen gibt dem Dasein einen Sinn. 
hukwa

Spiegelverbindung

 Die Spiegelung des Vollmond 
im Waldteich 
Verbindung von bewussten und unbewussten. 
hukwa

Samstag, 31. Januar 2026

Verwandlung

 "Nur der Tag bricht an 
für den wir wach sind". 
Thoreau 
Aus der Welt des Unbewussten 
steigen die Strukturen der Poesie auf 
verwandeln sich in Dichtung. 
hukwa

Verschmelzung

Wenn Dichtung mit dem 
Universum verschmilzt 
entstehen Haikus. 
hukwa 

Seelenraum

 Innere Stille 
ist Teil 
der kosmischen Ordnung. 
hukwa

Freitag, 30. Januar 2026

Das Haiku als metaphysische Erfahrung

Auge in Auge 
die alte Krähe und ich 
ein Moment innerer Stille. 
hukwa 
 
Ein Haiku das Natur zum Inhalt hat 
ist in seinem ontologischen Sinn 
eine metaphysische Erfahrung. 
hukwa 

Donnerstag, 29. Januar 2026

elan vital

 Aufgeladen mit der schöpferischen Kraft 
des elan vital 
gehe ich in den neuen Tag hinein. 
hukwa

Mittwoch, 28. Januar 2026

Dienstag, 27. Januar 2026

Versäumnis

 Wer nie in  seinem Leben 
die Erfahrung des Geheimnisvollen machte 
muss ein Versäumnis anmelden. 
hukwa

Montag, 26. Januar 2026

Nebelwald

 Atem des Winters 
sich kreuzende Wege im Wald 
Wohin 
Nebelschwaden 
im Dickicht der Bäume 
Landschaft 
wie von einer magischen Hand entworfen
unvermittelt einen Weg wählen 
hineingehen 
in grauweiße Nebellandschaft. 
hukwa

Sonntag, 25. Januar 2026

Die Farbe ist der Prüfstein der Wirklichkeit

 Der zarte Laut des Rotkehlchens 
im Schneewald 
gehört zur Sinfonie des Universums. 
hukwa 
Am Morgen ist die Landschaft weiß.In der Nacht fiel Schnee. Ich laufe durch den Wald, konzentriere mich auf die weiße Landschaft. Im schnee erkenne ich noch andere kaum merkbare Farbtöne. Gelb, leichtes Blau, Grün, Rot, nur über meditatives Schauen bemerkbar. Jetzt verstehe ich die metaphysische Bedeutung die sich in dem Ausspruch von Aldous Huxley versteckt: "Die Farbe ist der Prüfstein der Wirklichkeit". 
hukwa

Früh am Morgen

 Das Haiku am Morgen 
ein schöperischer Akt 
von symbolischer Bedeutung. 
hukwa

Samstag, 24. Januar 2026

Waldwiese

 Wie Blütenschimmer 
der Reif am frühen Morgen 
verzaubert die Waldwiese. 
hukwa

Freitag, 23. Januar 2026

Klang als Stille

 Einem Vogelkonzert lauschen 
ist 
Kommunikation ohne Worte. 
hukwa 
Mit bestimmten Klängen ist es wie mit der Stille, sie ziehen mich auf eine höhere Ebene des Seins und in einen Zustand von Kontemplation. Dennoch muss ich sagen das ich die Musik die mir am Morgen die Natur zuspielt, ein Vogelkonzert oder das Rauschen des Windes,dem des Konzertsaals oder der stereoanlage vorziehe. 
hukwa

Donnerstag, 22. Januar 2026

Ein Haiku entsteht

 Es gibt eine Beziehung 
zwischen mir und dem Wintergoldhähnchen 
dort in den Fichtenzweigen. 
hukwa 
Am frühen Morgen im Garten. Gleich neben mir in der Fichte konnte ich ein Wintergoldhähnchen beobachten und es beobachtete mich. Ein Moment für ein Haiku. 
hukwa

Haiku und Symbol

 Im Licht des Vollmonds 
erschien in der Nacht 
der Himmel so ganz anders. 
hukwa 
Unter Symbol versteht man ein Wort oder Zeichen, einen Gegenstand oder eine Handlung, die über die eigene Wirklichkkeit und den alltäglichen Sinn hinausweisen. 
hukwa

Mittwoch, 21. Januar 2026

Wintersymbol

 Des Winters mystisches Rot 
der Dompfaff 
in der weißen Birke. 
hukwa 
Das Symbol steht immer stellvertretend für eine geistige Realität. Es ist sichtbares Zeichen einer unsichtbaren Wirklichkeit. Es ist Verhüllung und Offenbarung zugleich, das jedoch immer einen unübersetzbaren Rest beibehält. 
hukwa

Montag, 19. Januar 2026

Winternebel

Am frühen Morgen 
so still und verlassen 
die Wiese im  Winternebel. 
hukwa 

Sonntag, 18. Januar 2026

Wachsein und Traumwelt

 Der bewusste Träumer 
wird sich manchmal fragen 
was wirklicher ist 
der Traum oder das Wachsein. 
hukwa 
Ob wir träumen oder wach sind, wir befinden uns immer auf derselben Daseinsebene. Das was uns irritiert ist nur der Übergang vom Traum in den Wachzustand. Solange wir träumen sind wir von der Traumwelt überzeugt und sie ist real. Sobald wir erwachen wird der Traum zu einer psychologischen Randerscheinung. beides aber sind nur unterschiedliche Ebenen unserer Gesamtheit. 
hukwa

Dompfaff am Morgen

Im kahlen Baum 
am frühen Morgen 
ein einsamer Dompfaff. 
hukwa

Samstag, 17. Januar 2026

Im Traumfluss meiner Gezeiten

 Es ist der Traumfluss meiner Gezeiten 
meiner persönlichen unendlichen Geschichte 
den ich jede Nacht befahre 
eine Reise im Nachen unendlicher Zeiten 
zu meinen uralten einstigen Inkarnationen  
zu meinen Verwandten im Werke Shakespear 
und Milton 
mich bewegend durch Raum und Zeit 
schicke ich meinen Bewusstseinskörper 
durch die Äonen des Weltinnenraums 
mich selbst zu finden 
neu zu erfinden 
das alte wiederfinden 
den das Wesen ist ewig 
nur die Form ändert sich 
im Lauf der Gezeiten 
den ich bin der ich bin 
der ich immer war 
derReisende im 
Traumfluss der Gezeiten. 
hukwa

Wahrnehmung

 Alles was uns umgibt 
Subjekt und Objekt 
sind Prozesse eines großen Ganzen. 
hukwa 
das was wir Wahrnehmen ist nichts anderes als das Gefüge und die Verbindung unsichtbarer Partikel die wir nur über den Geist erkennen können. 
hukwa

Freitag, 16. Januar 2026

Daseinsbereiche

Es gibt Menschen die besitzen eine größere Bewegungsfähigkeit des Bewusstseins als ihre Mitmenschen. dadurch haben sie die Möglichkeit in tiefere Dimensionen und Seinsbereiche vorzudringen, regelrecht in andere Welten.  
hukwa

Mittwoch, 14. Januar 2026

Störung

 Nur Dogmatismus und Engstirnigkeit 
können auf Dauer 
unsere persönliche Entwicklung stören. 
hukwa

Dienstag, 13. Januar 2026

Gruppenmensch oder Roboter

 Soweit sich die Individualität 
noch nicht ganz entfaltet hat 
bleibt man ein Gruppenmensch 
und im schlimmsten Fall ein Roboter. 
hukwa

Entfremdung

 Es ist der Erfolg unserer Irrtümer
der uns der 
Natur entfremdet. 
hukwa

Montag, 12. Januar 2026

Wie ist das eigentlich mit Gott?

Ein Wesen das sich um nichts kümmert kann es eigentlich gar nicht geben, das sagte schon Cicero. Vielleicht ist es mit Gott so wie mit den Göttern Epikurs, die sich in Zwischenwelten zurückgezogen haben dem Menschen die Welt über-lassend? Oder wie mt dem deistischen Gott der Aufklärung, der sich nach der Schöpfung aus ihr entfernte? Wie mit dem Gott des viktorianischen Agnostizismus, der für unser Erkenntnisvermögen unereichbar ist? Alles in allem pflegen wir in unserer metaphysischen Unwissenheit ein verkehrtes Gottesbild, hat nicht ein angeblicher Gott einmal gesagt: Du sollst dir kein Bildnis von mir machen? Gott ist also nichts anderes als eine spekulative Vorstellung- doch wohlgemerkt: Der Gott der menschlichen Vorstellung! 
hukwa

Atem der Zeit

 Der Mond gießt sein Licht in den Garten 
wo ist dunkel wo hell 
Busch und Baum atmen Zeit 
hukwa