Sonntag, 5. April 2026

Absolute

 Das Haiku 
dringt in das 
Absolute der Natur. 
hukwa

Samstag, 4. April 2026

Inkarnationen

Mein wiedergeborenes Fleisch 
ist Millionen von Jahren alt 
und meine Haut war einst 
die Rinde eines Ginko Baumes  
bevor ich zu meinem Ich wurde 
als ich noch Selbst war 
kleideten meine Haare 
die Beine des Urpferdes 
Ich bin Staub von Sternenstaub 
kosmischer Samen 
Teil einer ewigen Erinnerung 
im Weltgedächtnis 
Millionen von Jahren  
lagerte ich in den Gesteinsadern eines Kometen 
der mich mit Lichtgeschwindigkeit 
auf die Erde brachte 
so begannen meine 
Inkarnationen. 
hukwa 

Wind

 Sie Blühen 
der Wind treibt sie vor sich hin 
Kirschblüten im Frühling. 
hukwa

Vollmondwanderung

 Zwei einsame Wanderer 
im Mondschein 
mein Schattten und ich. 
hukwa

Freitag, 3. April 2026

Der Weg des Shugendo

 

Einen Berg

bewusst zu Besteigen

ist etwas mystisches“.

Hukwa

In alten Zeiten verehrte man in Japan viele Berge die als heilig galten. Im frühen 7.Jahrhundert entwickelte sich dort Shugendo – der Weg -mit dessen Hilfe die Menschen mittels Pilgerschaft und Rituale oder durch Rückzug in die Bergeinsamkeit ihre geistigen Kräfte stärkten. Bedeutung und Ziel von Shugendo werden durch die Herkunft des Namens klar ersichtlich: Shugendo bedeutet: beginnende Erleuchtung des einem Pilger innewohnenden göttlichen Wesens; gen-seine Verwirklichung; und do- das Erlangen dessen, was Buddha als Nirwana und die Japaner als „nehan“

bezeichnen. Von den 134 geheiligten Bergen der Shugendo-Sekte war der Berg Hakuro mit seinen 33 Haupttempeln der bedeutenste. Auf dem Berg sind zu jeder Jahreszeit Rituale vorgenommen worden, in deren Verlauf Pilger in „den Berg eintraten“ und diese Welt zugunsten einer „Andersswelt“ hinter sich ließen. Eihei Dögen schrieb:

„Seit urvordenklichen Zeiten sind die Berge der Lebensraum der großen Weisen, sie haben die Berge zu ihren Kammern gemacht, zu ihren Körpern und Geist. Und durch diese weisen Männer wurden die Berge verwirklicht. Wieviele große Weise wir in den Bergen dort auch versammelt glauben, seit sie ins Gebirge eingingen, ist niemand auch nur einem einzigen von ihnen begegnet. Das ist nur das Verwirklichen des Lebens der Berge: nicht eine einzige Spur ihres Eingehens blieb zurück“.

H.W.

Anker

 Mein Anker 
den ich in die Welt werfe 
ist die Poesie. 
hukwa

Donnerstag, 2. April 2026

Früchte der Stille

 Die Früchten von 
Stille und Abgeschiedenheit 
sind Harmonie und Zufriedenheit. 
hukwa

Wunder

Ich finde das 
alltägliche Wunder 
in der Natur. 
hukwa  

Die wirklichen Momente 
da wir auf Wunder treffen 
sind die völliger Selbstvergessenheit.  
hukwa 

Nebelgeist

 Der Geist der Stille 
erwartet mich am Morgen 
in der Nebellandschaft der Feldflur. 
hukwa

Mittwoch, 1. April 2026

Haiku und Zen

Zen findet seinen Ausdruck eher 
in der Poesie als in der Philosophie 
deswegen seine Verwandtschaft mit dem Haiku. 
hukwa 
Denn: 
Zen und Haiku 
sind vom 
gleichen Geist. 
hukwa   

Morgentau

 Glänzender Morgentau 
an den Bäumen 
lässt vergessen 
den Schmutz der Welt. 
hukwa 

Satori

Der rote Dompfaff 
in der weißen Birke 
ist heute der Vogel Satori. 
hukwa 

Dienstag, 31. März 2026

Situation

 Der Weise beherrscht die Situation 
der Materialist 
wird von der Situation beherrscht. 
hukwa

Wale

 Das Meer ist ruhig 
keine Flutwellen 
kein Wind 
in den warmen Sonnenstrahlen spielen sie im Meer
mit ihren Säugetiergefährten 
die Walmutter ist glücklich 
die Walkinder sind glücklich 
kein Mensch in Sicht 
nur die Riesenkaulquappen der Meere 
durch ihr 20 pfundschweres Gehirn  
strömt ein 
evolutionärer-sozialer-ökologischer 
          Bewusstseinsstrom  
den Neurologen und Forscher  
          spirituell nennen 
stellen wir uns vor welch ein erhabener Geist 
 vielleicht in diesen Wesen wohnt 
die Walbabys spielen  
die Schlächter sind-noch- fern 
doch wehe sie kommen 
jene 
die das Wort Vergeben erfunden haben 
doch nie Vergeben 
nicht den Walen nicht den Gorillas nicht den Tigern 
keinem Tier vergeben sie 
auch ihren eigenen Artgenossen nicht 
lang vorbei ist die Zeit da sie glücklich waren. 
hukwa


Weidenwind

 Des Frühlings sanftes Lied 
ist 
der wind in den Weiden. 
hukwa

Montag, 30. März 2026

Alter ego

 Wie sich der Dinge 
ende und Anfang gleichen 
All dein Besitz 
wirst wieder du hergeben 
nur eines können sie dir nicht stehlen 
wird auf ewig dein Eigen bleiben 
deinem Schatten kannst du nicht entrinnen 
du bist ewig ihm verbunden. 
hukwa

Eigensinn

 Lausche nicht der 
Masse Geschwätz 
lebe nach deinem eigenen Gesetz. 
hukwa

Sonntag, 29. März 2026

Senryu

 Die alte Buche im Mondschein 
ein starker Halt 
in einer von Haltungen vergessenen Welt. 
hukwa

Morgen

 Mein erstes Tun 
an diesem Frühlingsmorgen 
ich lausche dem Lied der Amsel. 
hukwa

Samstag, 28. März 2026

Lange vorbei ist die Zeit...

 Das Meer ist ruhig 
keine Wellen 
kein Wind  
in der warmen Sonne spielen sie im Meerwasser 
mit ihren Säugetiergefährten 
die Wahlmutter ist glücklich 
die Wahlkiinder sind glücklich 
kein Mensch in Sicht 
nur die Riesenkaulquappen der Meere 
durch ihre kiloschweren Gehirne 
strömt ein 
sozial-evolutionärer-ökologischer Bewusstseinsstrom 
den Neurologen und Forscher als spirituell bezeichnen 
stellen wir uns vor 
welch erhabener Geist 
vielleicht 
in diesen Wesen wohnt 
die Walbabys spielen 
doch lange vorbei ist die Zeit da sie glücklich waren. 
hukwa

Nachts im Garten

 Kirschblüte und 
der Himmel voller Sterne 
der Kirschbaum auch. 
hukwa

Freitag, 27. März 2026

Botschaft

 Inneres Wachstum 
festgehalten im Gedicht 
Botschaft nach aussen. 
hukwa

Jeden Tag

Werde nie der Suche satt 
jedem neuen Tag 
ein Geheimnis abzuringen. 
hukwa 

Donnerstag, 26. März 2026

Lebensreise

 Leben wir unser Leben als Reise 
dann siehen wir es mehr auch als einen Weg 
der zu einem universellen Ziel führt. 
hukwa

Kirschblüten

 Das rote Kleid 
des Dompfaffs 
leuchtet in den Kirschblüten. 
hukwa

Mittwoch, 25. März 2026

Mächte und Nächte

Mächte und Nächte


Es ist die Nacht die immer ruft Die dunkle Macht

Die in uns ruht

Uns lenkt die Macht der dunklen Nacht

Am Tag sind wir nur ihre Knechte

Es geht der Tag

Es kommt die Nacht

Wenn wir erwachen

Ist alles vollbracht. 

hukwa

 

Schwarzer Engel meiner Kindheit 

 

Nachts wenn ich Ruhe schwebt

Der Engel meiner Kindheit

Im blauen Äther durch mein Zimmer

Schwarzer Engel meiner Kindheit

Mit roten Augen

Kalt und bös

Dennoch

Dein Zauber kann

Die Fesseln der Seele lösen 

hukwa

 

Seinserinnerung

 Ein verspäteter Nachtfalter flog vorbei 
auf der Wiese 
ein Pfauenauge 
unter den Wolken ein Trupp Kraniche 
Leben ist Erinnerung 
an ein verlorenes Sein. 
hukwa

Oberflächliche Zeiten

 Sei nicht traurig 
über diese Zeit 
der Verkommenheit 
bereite dich vor 
auf die Zeit der 
Vollkommenheit 
sie wird kommen 
verlasse dich darauf 
irgendwann. 
hukwa

Dienstag, 24. März 2026

Frühlingsgefühle

 Die Waldquelle sprudelt 
im Dickicht der Bäume 
Vogelhochzeit. 
hukwa 

Frühlingssinfonie

 Es spricht das Echo des Werden 
was du noch nicht bist 
wirst du noch werden. 
hukwa 
Das Schilf beim Waldweiher 
und der Märzwind 
eine Frühlingssinfonie. 
hukwa

Montag, 23. März 2026

Monddiamanten

 Im Licht desMondes
leuchten die Frühlingsblüten
wie Diamanten. 
hukwa

Spiegelbild

 Baumschatten am Waldweiher 
im Wasser 
das Spiegelbild des Frühlings. 
hukwa

Sonntag, 22. März 2026

Pilger

 Jeder neue Tag 
vollendet meinen Geist 
Welt 
ich in dir 
ein Pilger 
Unterwegs zur Unendlichkeit. 
hukwa

Samstag, 21. März 2026

Naturgebet

 Befrage ich den Krähenflug 
schaue was sich unter der Eiche tut 
das alte Holz vom Weidenzaun 
ertönt im sanften Bienengesumm 
Märzsonne schenkt Verwandlung 
die grüne Wiese eine Blüte 
am Horizont der Bussard schwebt 
ich gehe in mich 
wie im Gebet. 
hukwa

Baumstimme

 Der Dompfaff ist 
wenn er in der Erle singt 
die Erlenstimme. 
hukwa

Freitag, 20. März 2026

Waldmusik

 Das Lied der Waldquelle 
und der Ruf des Zilp Zalp 
eine Natursinfonie. 
hukwa

Frühlingsstimmen

 Kranichruf am Abend 
am Morgen 
das frühe Lied der Amsel. 
hukwa

Morgenspaziergang

 Ein Blatt voll Haikus 
bringe ich mit Nachhause 
vom Morgenspaziergang. 
hukwa

Donnerstag, 19. März 2026

Selbsterforschung

 Wer sich selbst erforschen will 
braucht einen aufrechten Geist. 
hukwa

Pilger

 Jeder neue Tag 
gehürt der Welt 
und mir 
Ich 
Pilger 
unterwegs zur 
Unendlichkeit. 
hukwa

Mittwoch, 18. März 2026

Unter Buchen

 In meinem Rücken spüre ich den Stamm 
einer Buche 
um mich herum 
eine Meute von Baumgesellen 
die sich friedlich 
im Winde bewegen 
sie lehren mich 
das harmonische Miteinander. 
hukwa

Frühlingsfeuer

 Der rote Sonnenuntergang 
im März 
Feuer des Frühlings. 
hukwa

Dienstag, 17. März 2026

Sternengarten

 Rein will ich werden 
wie der Kiesel im Bach 
espera luz espera 
warte Licht warte  
taufeuchtes Gras im Nebel 
vom Weidenbaum her dunkelt der Tag 
in Erwartung 
steigt nochmals hoch 
die Wasseramsel 
espera luz espera 
erwarte mich 
rein 
im gestirnten Garten. 
hukwa

Unantastbarkeiten

 Die wirkliche Harmonie 
finden wir in der Natur.  
hukwa
Meine Liebe zur Natur 
und ihren Wesen 
ist unantastbar. 
hukwa

Buschwindröschen

 Früh am Morgen 
so plötzlich 
die Blüte der Buschwindröschen. 
hukwa

Montag, 16. März 2026

Transzendenz

Die wirkliche Harmonie 
finden wir in der Natur. 
hukwa 
 Der Wandel des Wassers 
im Waldteich 
die Wolken  am Himmel 
immer in Veränderung 
im Frühlingsregen 
die Schlehenblüte 
ein wehender Vorhang 
vor einer transzendenten Wirklichkeit. 
hukwa 

Das Bescheidene

 So sanft und ruhig 
fielen heute im Regen 
die Schlehenblüten. 
hukwa 
Woran ich immer festhalte 
am Kleinen und Bescheidenen. 
hukwa

Sonntag, 15. März 2026

Frühlingsandacht

 Märzwind biegt die schlamke Birke 
wie eine Verbeugung 
vor dem Frühling. 
hukwa

Samstag, 14. März 2026

Erleuchtung

 Ich bin  einer 
von  den Sternen 
da oben 
die Aufblinken 
nur um irgendwo 
wieder zu Verlöschen 
und schließlich 
an einem anderen Platz 
im Univerum 
neu zu Erleuchten. 
hukwa

Freitag, 13. März 2026

Gefällte Bäume

 Durch den Kiefernwald 
zieht der Harzgeruch 
frisch gefällter Bäume 
Rindenlos 
liegen sie da 
jeder Jahresring erzählt seine eigene Geschichte 
von Schneebruch 
Stürmen 
saurem Regen 
von Durst 
Sommerhitze 
Vogelhochzeit 
gerade gewachsene Stämme 
krumme Jahresringe 
Wege die das Baumleben schrieb 
ich setze mich zu ihnen 
schweige mit ihnen 
die sich aus dem vollen leben Verabschieden. 
hukwa