Posts mit dem Label Konkrete Poesie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Konkrete Poesie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 8. Februar 2024

Synthese: Gedicht

 Es ist die Arbeit des Dichters, die äußere Realität mit der inneren Erfahrung zu verbinden und somit eine Synthes herzustellen: Das Gedicht! 
Es 
kommen die Jahre 
mal kurz auf Besuch vorbei 
ich sitze am Schreibtisch 
und arbeite 
und 
lasse die Vergangenheit 
die Zukunft einholen. 
hukwa

Sonntag, 22. Oktober 2023

Herbstgeheimnisse

 Die Krähen auf dem Feld 
beobachte ich 
achte auf die Stimmungen meiner Seele 
jetzt im Herbst 
da die Regenschauer einsetzen 
und die Nebel steigen 
sind wir den Geheimnissen 
sehr nahe. 
hukwa

Donnerstag, 19. Oktober 2023

Rauch der Zeit

 Rauch steigt zum Himmel empor 
Rauch der Vergangenheit mischt sich in den 
Rauch der Gegenwart 
Rauch umkreist die Welt 
Beunruhigt uns 
Was macht ihr 
Die Rache ist mir sprach einst ein Gott 
Was macht ihr? 
hukwa 
 

 

 

Montag, 1. August 2022

Poetisierung der Welt

 Ich will nicht politisieren 
ich will poetisieren 
so mache ich das Gedicht zu meinem Schild 
das Wort zu meiner Schleuder 
Sätze zu meinem Lebensfundament 
und beginne mit der 
Poetisierung der Welt. 
hukwa

Donnerstag, 28. Juli 2022

Sichtbar gemachter Geist

 Warum sollen sich mir die Worte verweigern 
an diesem Morgen 
wo sie Hand in Hand gehen 
durch das Labyrinth meiner Tagebücher 
warum soll ich nicht Gebären 
wenn ich gefüllt bin 
mit Poesie 
ein Gedicht entsteht auch an diesem Morgen 
sichtbar gemachter Geist 
entweicht in die Welt. 
hukwa

Samstag, 24. Oktober 2020

Die Nebel sinken

 Dichten ist oft ein warten auf die Imagination, das der inneren Ruhe bedarf. Mir geht es in meinen Gedichten darum den Einzelnen, nicht die Vielen anzusprechen. Wie sollten die auch die Symbolwelt des Gedichtes verstehen? Jedes dieser Gedichte ist ein Zeugnis persönlicher Selbsterforschung. 

Nachtdurchwobene Träume 
erzählen vom Zauber junger Jahre 
die Schwalben sind nach Süden gezogen 
mit ihnen strich die Zeit vorbei 
noch vor wenigen Wochen 
zogen sie ihre Kreise 
kahl werden die Bäume 
glitzerndes Eis an den Zweigen 
die grauen nebel sinken 
bald wird es Winter sein. 
hukwa

Samstag, 12. Januar 2019

Die Natur mag keine Roboter

 
Foto©UteKW

Ich singe dieses Lied
für mich und die Buche da draußen und für
DICH
BLAKE
BYRON
SHELLEY
für WORDSWORTH
und ganz viele andere
für die BLUTBUCHE
etwa fünfzehn Meter von meinem Arbeitszimmer entfernt
Es ist der Winter wo der Schnee ausblieb
ein unheiliges Datum
in den Himmel GEÄTZT
in jenem Jahr als die GLETSCHER schmolzen
und vom Himmel sanft schwarzer REGEN fiel
und die Augen der KRÄHEN die täglich die Buche anfliegen
gefüllt mit blutigen Tränen
die Weide schlug viel zu früh aus
und der Igel musste ohne Winterschlaf auskommen
in diesem unheimlichen Winter
sind die Zugvögel hier geblieben
als wären sie ORIENTIERUNGSLOS
die Kinder waren TRAURIG denn sie wussten
dass sie nie wieder SCHNEEMÄNNER sehen würden
und so VIELE WISSEN IMMER NOCH NICHT DAS SIE SICH SCHULDIG machten
Wir bewahren von nun an die Schönheit
weißer Winterlandschaften
in unserer ERINNERUNG auf
Wie die Märchen aus dieser Welt verschwunden sind
wird bald so vieles VERSCHWUNDEN sein
was einst bekannt war
In meinen Augen schmelzen die Tränen
sie trocknen aus wie die Gletscher der ARKTIS
durch meinen Körper strömt eine Hitzewelle
stickig wie die Sonne
über den Lagern von Äthiopien
Dennoch
DAS INNERN MEINES KOPFES IST HEUTE EIN HIMMEL VOLLER STERNE
MEIN Herz ein Glutball wie die Sonne AFRIKAS
ich bin gefüllt mit angehenden EXPLOSIONEN
ich laufe über den Waldboden
ich laufe über den Feldboden
ich laufe über den Asphalt
mir ist als hebe ich ab
fliege über dem Boden dahin
Ich verliere gerade meine SCHWERKRAFT
durchbreche das MUSEUM meiner vergangenen Jahre
in meinem INNERN schmelzen die STERNE
meines einzigarteigen UNIVERSUMS
ich trotze der Depression dieser WELT
denn das Leben soll WAHRHAFTIG sein
wie der sonnige Wintermorgen eines frühen Tages
der mich an den Anfang der GEZEITEN erinnert
der alle Schwere von uns nehmen kann
wie das GEÄDER in den Sandsteinen
erkennbar ist
ERKENNE ich die SCHICHTEN der EVOLUTION in meinem GEIST und meiner SEELE
Tote in BAGDAD
HUNGER in ÄTHIOPIEN
DURST in ganz AFRIKA
ARMUT AUSBEUTUNG überall
Wann endlich:
DURCHBRECHEN wir das MUSEUM
dieser längst schon nicht mehr aufrecht zu erhaltender WELT
Wann Schreien wir laut
SODOM NINIVE NEW YORK MOSKAU BERLIN BOMBAY DEHLI TOKIO PEKING
all diese Menschenschluckende LEVIATHANE
schon HEUTE sind eure Namen nur noch ERINNERUNGEN
an eure Verfehlbarkeiten
aus dem Herzen dieses kleinen Dorfes
grüß ich die STRANDGÜTER der Großstädte
Brüder und Schwestern in den Slums dieser verkommenen WELT
der ORGANISIERTEN ARMUT
Huren und Strichjungen die ihr euch verkauft
weil ihr den FESSELN DER ARMUT nicht entfliehen könnt
Koksschnüffler Alkoholleichen Penner
STADTNEUROTIKER auf eurem wiederkehrenden WEG ins VERDERBEN
irrend in den Betonschluchten und im Großstadtdschungel
wann endlich beginnt ihr mit dem Feiern einer Politik der friedlichen Ekstase
Wann endlich verliert ihr eure SCHWERKRAFT und folgt mir in die
LEICHTIGKEIT der WÄLDER
das NEUE zu GEBÄREN
Hinein steigend in ein Gedicht von
Farben Geflecht Wurzeln und Spinnweben
vermoostem Laub und Unkengeschrei
Vogelgezwitscher
brechenden Ästen und brausenden Baumwipfeln
hier ist das Leben sonst nirgends
NEWS FROM NOW – HERE
"das einzige was wir über die Lage von Nirgendwo wissen, ist das es nicht da liegt wo wir sind".
Doch wir sind hier
HIER SIND WIR!
Vielleicht stimmt es und der Himmel gehört GOTT
doch die ERDE gehört UNS
UNS nicht euch
nicht eurem ausufernden TURBOKAPITALISMUS
diese betörende ERDE
die ihr täglich schändet
in eurer GIER und HABSUCHT eurer DUMMHEIT
die ihr täglich oberflächlich tötet
Oh diese betörende ERDE
deren zarte Haut wir mit Asphalt vernarben
meinen SEGEN soll sie haben
diese archaische Umgebung mit den rauschenden Bäumen
lausch ich euch doch schon ein Leben lang
dieser anmutende Sang
aus dunklem Fichtentann
dringt in mein MUSCHELOHR
wie das rauschen des salzigen OZEANS
der durch meine ADERN fließt
wie PLANETENSPHÄRENKLANG
Steig ich zu euch empor
um den GÖTTERN zu sagen
vielleicht stimmt es und der Himmel gehört euch
doch die ERDE gehört UNS
also entfernt die ROBOTER sie sind ZUHÄLTER und MORDWERKZEUGE
Steinhart ist es aufgezeichnet
im Millionen Jahren altem FELS
Wir sind die Mordwerkzeuge
in den Händen dieser ERDMÖRDER
sie lassen uns morden
täglich
oberflächlich
fortwährend
durch
INSEKTIZIDE WAFFEN AUSBEUTUNG GEWALT GELD ARROGANZ GIER
sie nennen sich Bewahrer und Verwalter
gestohlenem Reichtums
ihr die ihr die SEELEN unserer Kinder ZERSTÖRT
denn dieser PLANET ist euch eine endlose Fabrik
die produziert und die man ausbeutet bis auch das letzte weg ist
mit euren
militärischen Apparaten
unmenschlichen Betonstätten
empfindungslosen Bürokratien
Industriegiften
GEN Versuchen
RADIOAKTIVEN ABFÄLLEN
ÖLTEPPICHEN
im Namen eines WAHNSINNIGEN ÖKONOMISCHEN WACHSTUMS
habt ihr ein GIGANTISCHES CHAOTISCHES
ZERSTÖRUNGSPOTENTIAL beschworen
und auf die Menschheit losgelassen
ein FRANKENSTEINMONSTER
das mit seinen Giften
unser tägliches Gewebe durchtränkt
die Wasser die Pflanzen die Fische die Tiere
unser Fleisch und unsere Knochen
habt ihr durchtränkt und befallen
mit den zerstörerischen MUTATIONEN
eurer Bakterien und Viren
die ihr frei gelassen habt
geplant in euren mordlüsternen Phantasien
die uns zu WIRKLICHKEIT geworden sind
und der WAHNSINN ist
Wir sind die MORDWERKZEUGE in den Händen unserer MÖRDER



hukwa






Montag, 31. Dezember 2018

Orpheus

Jeder neue Tag 
vollendet ein Stück Welt in mir 
 Ich in Ihr 
Sie in Mir 
Gemeinsam 
Unterwegs 
zur Unendlichkeit. 
H.W. 

Zu ihm bekenne ich mich
der sich durch Wort erschafft
in nie erschöpfter Kraft
der unbewusst in allem was da lebt
Urwort zu finden weiß
das in göttlichen Atem webt
der selbst sich singt
und selbst sich dichten weiß
durch ihn erfüllt gehe über zum Tagwerk
darum
beginne
Poesie gefüllter Tag.
hukwa

Sonntag, 16. Dezember 2018

Sternengärtner

Meine Verse haben den Sinn den man ihnen gibt. 
Paul Valery  

Es ist das weiße Haar des Dezembers
das Heute Morgen die Landschaft bedeckte
der Frost klirrt
das Jahr ist alt geworden
in der Nacht leuchten die Sternengärten
nun besonders hell
und jene die noch lauschen können
hören nun den Sphärenklang
sind Pilger in den diamantenen Gärten
die einem fernen Horizont
eine neue Welt erträumen.
hukwa

Sonntag, 14. Oktober 2018

Vom konsequenten Weiterdenken der Dinge oder VON DER POETISIERUNG DER WELT

Quad natura relinquit 
imperfectum asperficit  - was die Natur unvollständig lässt, vervollständigt die Kunst.
 


Wir haben konsequent die Dinge weitergedacht


aus der Schaufel wurde der Bagger
aus dem Rad dass Auto
aus der Steinschleuder dass Gewehr
aus dem Gewehr die Atombombe
wir haben die Dinge weitergedacht
wir haben nur eines nicht bedacht
die Ergebnisse
sie sind es jetzt die Macht über uns haben
Klimakatastrophe Luftverschmutzung Umweltgifte
eine endlose Liste
sicher wir haben die Dinge
wirtschaftlich konsequent weitergedacht
wir haben nur nicht an die Konsequenzen gedacht.

Ich denke die Ökologie weiter
und finde die Tiefenökologie
ich denke die Poesie weiter
und finde die Möglichkeit
der Poetisierung der Welt
ich will nicht politisieren
ich will poetisieren
mache dass Gedicht zu meinem Schild
dass Wort zu meiner Schleuder
baue auf dem Alphabet der Harmonie mein Fundament
kauft euch die neuesten Autos und betet sie an wie Götzen
opfert ihnen einen blechernen Stern
einen silbernen Mustang
opfert euren Götzen
mich zieht es in die Wälder
in jene die ihr durch euren Götzendienst noch nicht vernichtet habt
von hier aus beginne ich mein Werk
DIE POETISIERUNG DER WELT:
hukwa

Donnerstag, 20. Oktober 2016

LiteraTour

Früh am Morgen
entwerfe ich die Pläne für
meine Inneren Landschaften
schreibend entdecke ich was Literatur ist
Enträtselung der Innenwelt
Vision und Möglichkeit von Verwirklichungen 
Ich befinde mich auf einer
Expedition nach meiner
eigenen entworfenen Geisteskarte
Traumkarten anderer Wirklichkeiten
führen mich in bisher unbekannte Landschaften
das Vorhandensein
solch innerer Traumlandschaften
macht mich zu einem Marco Polo des Geistes
es ist das Bewusstsein der eigenen
Unwiederholbarkeit
das mich in immer weiter entferntere Gebiete des Bewusstseins treibt.
hukwa