Freitag, 3. April 2026

Der Weg des Shugendo

 

Einen Berg

bewusst zu Besteigen

ist etwas mystisches“.

Hukwa

In alten Zeiten verehrte man in Japan viele Berge die als heilig galten. Im frühen 7.Jahrhundert entwickelte sich dort Shugendo – der Weg -mit dessen Hilfe die Menschen mittels Pilgerschaft und Rituale oder durch Rückzug in die Bergeinsamkeit ihre geistigen Kräfte stärkten. Bedeutung und Ziel von Shugendo werden durch die Herkunft des Namens klar ersichtlich: Shugendo bedeutet: beginnende Erleuchtung des einem Pilger innewohnenden göttlichen Wesens; gen-seine Verwirklichung; und do- das Erlangen dessen, was Buddha als Nirwana und die Japaner als „nehan“

bezeichnen. Von den 134 geheiligten Bergen der Shugendo-Sekte war der Berg Hakuro mit seinen 33 Haupttempeln der bedeutenste. Auf dem Berg sind zu jeder Jahreszeit Rituale vorgenommen worden, in deren Verlauf Pilger in „den Berg eintraten“ und diese Welt zugunsten einer „Andersswelt“ hinter sich ließen. Eihei Dögen schrieb:

„Seit urvordenklichen Zeiten sind die Berge der Lebensraum der großen Weisen, sie haben die Berge zu ihren Kammern gemacht, zu ihren Körpern und Geist. Und durch diese weisen Männer wurden die Berge verwirklicht. Wieviele große Weise wir in den Bergen dort auch versammelt glauben, seit sie ins Gebirge eingingen, ist niemand auch nur einem einzigen von ihnen begegnet. Das ist nur das Verwirklichen des Lebens der Berge: nicht eine einzige Spur ihres Eingehens blieb zurück“.

H.W.