Dienstag, 30. Januar 2024

Tierethiker kritisiert Landauer Zoo

 Das traurige Bild des Schimpansen in der Zeitung kann das altbekannnte Argument vom Zoo als eine Art „Arche Noah“, in der vom Aussterben bedrohte Tierarten erhalten werden, kaum halten. Beim betrachten des Fotos muss man unwillkürlich an Isolation denken. Die Befürworter der Institution Zoo führen immer wieder an, dass er wissenschaftlichen Zwecken diene und die Arterhaltung gewährleiste. Doch welche Konsequenzen haben solche Argumente für den Tieralltag im Zoo? Das Zurschaustellen von wildlebenden Tieren ist nicht nur eine Entwürdigung der jeweiligen Tierart, wir entwürdigen uns damit auch selbst. Die „Bildungsstätte Zoo“ überbrückt unsere Entfremdung von der Tierwelt nicht, sondern gibt uns nur ein Zerrbild von einst freien und wildlebenden Tieren. Wir sollten langsam erkennen, dass die Institution Zoo eine überholte Form des Umgangs mit unserem Mitgeschöpf Tier darstellt. In diesem Sinne muss man dem Tierethiker Markus Wild zustimmen wenn er meint „wir brauchen Visionen für ethische Zoos, die nur Artenschutz und Auswilderung betreiben“. 

©hukwa