Am Wegrand
sprach zu mir das Hirtentäschel
vom Sommer.
hukwa
"Jeder Zustand, ja auch jeder Augenblick ist von unendlichem Wert, den er ist der Repräsentant einer ganzen Ewigkeit", sagte am 3. November 1823 Goethe zu Eckermann.
Das Haiku ist ein solcher Repräsentant der Zeit. Der Inhalt des Haiku ist kein "Gedachtes" sondern ein "Gegebenes", ein "Vorhandenes". Ein Ausdruck des reinen Daseins, in einem kurzen Augenblick aufgenommen.
Vor allem während der Naturbetrachtung im meditativen Zustand entsteht eine magische "Ver-Bindung" zwischen Mensch und Naturwesen. Der Haiku Dichter lauscht in eine pandämonistisch beseelte Natur hinein- in die Natura naturans, die innerliche Natur.
hukwa