Wenn wir ein Buch aufschlagen, einen Roman oder einen Gedichtband, woher wollen wir wissen ob nicht sein einstiger Verfassser uns während des Lesens aus dem Jenseits, der Anderswelt herüber zuschaut?
Heinrich Zimmer schrieb: "Beim Lesen nickt vielleicht ein dämmerhaftes Ahnen-Ich, dessen wir nicht inne sind, seine Zustimmung, wenn es seine alten Geschichten hört,und freut sich, wieder zu erkennen, was einst Teil seiner alten Weisheit war. Wenn wir darauf achten vermag uns dieser in uns Anwesende vielleicht zu lehren, wie wir diese alten Erzählungen hören,wie wir darauf reagieren, wie wir sie verstehen und in unserer alttagswelt anwenden sollten".
Ich selbst kenne dieses Gefühl, vor allem beim schreiben von Erinnerungen, wo mir der Ahn oder die Ahnin manchmal etwas zuflüstert. Heinrich Zimmer meint dazu: "...doch sind die Generationen, die diese Romane gestalteten, nicht nur unsere geistigen, sondern bis zu einem gewißen Grade auch unsere leiblichen Vorfahren. Sie leben- ohne das wir es wissen-in uns,und wenn wir zuhören, hören sie mit".
hukwa