Stille winterlicher Zeit
Tage in dunklen Wäldern
in der Eibenrinde
eingewachsen
ein Naturgesicht
Grüner Gott der Wälder
wie Stein so hart
wirkt er auf mich
Schneegewordene Zeit
wie eisige Flammen
die Träume in der Nacht
aufsteigend aus dunklem Verlies
draussen
brausender Westwind
entreißt der alten Buche
das letzte Blatt
wie ein Gruss
vom alten Herbst
das neue Jahr
hüllt noch nicht ein
die neuen Gedanken
den bitteren Geschmack
des Januar auf der Zunge
der erst zerrinnt
wenn wir dem Winter unser Vertrauen
entgegenbringen
Lästert nicht des Winters Tristesse
dieses Seelenheil
vergesst die Welt und
begrüsst den Schneekristall
im Gedenken an Blake
ein Eismeer ist die Seele nun
im Wissen
das Lied des Dompfaffs kehrt bald wieder
wie in die Wolken gesprochen
verklingt das Echo
im sanften treiben des Schneegestöbers.
hukwa