Die nächsten heißen Sommer kommen bestimmt. Der Klimawandel wird uns durch die kommenden Jahrzehnte begleiten. Die Schwindsucht in den Kronen der Bäume wird sich verstärken, der Borkenkäfer wird sich invasionsartig vermehren. Angesichts dieser Fakten stellt sich nicht nur die Frage ob der Wald im Sterben liegt, sondern was zur Heilung des Waldes geschehen kann. Die forstwirtschaftlichen„Rezepte“ die verschrieben werden bringen unserem Wald keine Heilung. Die Wurzel des Übels wird verdrängt. Noch immer wird eine „Hochschornsteinpolitik“ betrieben. Doch an erster Stelle ist der Kraftfahrzeugverkehr als Baumkiller zu nennen. Die unvorstellbaren Mengen an Abgasen, die von den Verbrennungsmotoren abgegeben werden, verbreiten sich weitaus flächiger übers Land als industrielle Emissionen. Der Preis den Mensch und Natur für den ungezügelten und unkontrollierten Einsatz des Autos bezahlen, ist zu hoch. Wir verprassen die Ressourcen die unseren Kindern und Enkeln zustehen. Die momentan effektivste Methode zur Reduzierung des Austoßes von Kohlendioxid, einem der gefährlichsten Treibhausgase, wäre es eine Geschwindigkeitsbeschränkung einzuführen, doch dies ist im Land der Autofanatiker und Geschwindigkeitssüchtigen politisch wahrscheinlich nicht durchsetzbar. Der schlafwandlerischen Klimapolitik der vergangenen Jahre muss endlich ein ökologischer Realismus folgen. Selbst wenn wir es schaffen bis 2050 Klimaneutral zu werden, wird es in den nächsten hundert Jahren zu weiteren Hitzesommern kommen, denen alle paar Jahre eine Hochwasserkatastrophe folgt. Maßnahmen zur Reduzierung von Abgasen müssen jetzt getroffen werden sonst droht in den nächsten Jahren der Alptraum eines entwaldeten Mitteleuropas. Eine solche hausgemachte Entwaldung wird aus dem Klimawandel schnell eine Sauerstoffkatastrophe machen. Schon jetzt läuft uns die Zeit davon und viele Maßnahmen zur Rettung des Waldes werden zu spät kommen. Es reicht einfach nicht aus, immer neue Konferenzen einzuberufen in denen über das zukünftige Weltklima diskutiert wird und nicht zu bemerken, dass die Biosphäre schon längst in Flammen steht. Inzwischen ist der Klimawandel für jeden merkbar geworden, das Problem allerdings ist, dass die meisten von uns davon nichts wissen wollen.
©hukwa
