Dienstag, 12. Dezember 2023

Die weiße Frau von Bernstein

Eine der bekanntesten Spukgestalten ist die „Weiße Frau von Schloss Bernstein“. Eine Geistergestalt die von zahlreichen Zeugen beschrieben worden ist und somit zu einer der bestbeglaubigten Geistererscheinungen wurde. E. Mattiesen schreibt über dieses Spukphänomen:

„Nach den Worten eines französischen Verwandten des Schlossherrn (1910) war die Erscheinung von einem fluoreszierenden Lichtphänomen begleitet...Der obere Teil des Kopfes scheint eine besondere Lichtquelle zu sein, denn er ist lebhaft leuchtend. Herr E.v.R. Der Direktor eines großstädtischen Museums, der Schloss Bernstein besuchte, um die Stuckverzierungen des großen Barocksaales zu besichtigen und aufzunehmen, wurde im Oktober 1911 nachts durch einen kühlen Lufthauch erweckt: die weiße Frau sei bei seinem Bett, über ihn gebeugt gestanden...Als er erschreckt auffuhr, habe sie sich ans Fussende seines Bettes gestellt und ihn starr angeschaut, worauf er nach seinem Sekretär, Hrn v.C. gerufen, der gekommen sei, aber die Erscheinung nicht gesehen habe. Er beschrieb sie als eine in weißen Schleier gehüllte Gestalt mit dem diademartigen ungarischen Kopfschmuck (parta) auf der Stirn. Die Baronin, R.H. Sah sie am 16.Juni 1912, 10.15 abends, während „lustiger Unterhaltung“, eine große Steintreppe hinaufsteigen- oder schweben. Das Licht umgab sie, das Geländer war vollkommen sichtbar. Am ende der Treppe verschwand oder zerfloß die Erscheinung. Dies „furchtbar unheimliche, unirdische Hinaufschweben über die Treppe- so dass ich in lähmenden Schreck erkennen musste: das ist kein Mensch, kein Lebewesen- beschrieb am 7. September, auch die Baronin G. Sch.- Im November 1912 sah die Gräfin Th.B. die Gestalt im Eingangstor zum inneren Schlosshof. Auf einmal wurde das ganze Tor sichtbar, und zwar von einem starken smaragdgrünen Licht beleuchtet. Dieses Licht hielt aber nur sekundenlang an und verschwand dann, um gleich darauf im Kapellenfenster so deutlich zu erscheinen, dass wir genau die Muster des Fensters und die sie umgebende Bleieinfassung sehen konnte. Dreimal sah die Gräfin die Gestalt selbst in der Kapelle, wo sie auf der ersten Altarstufe kniete und zu beten schien; und zwar gleichzeitig mit ihrer Kusine, die mit ihr durch das Oratoriumsfenster in die Kapelle hinunterblickte. „Sie war von einem grünen Licht umgeben, oder eigentlich, möchte ich sagen, sie hatte es an sich, es sah aus als hielte sie es vorn an der Brust, und es schimmerte durch den Schleier, den sie auf dem Kopf trägt. Die weiße gestalt blieb sichtbar, wenn man in die Kapelle hinableuchtete. Sie verschwand wieder plötzlich, und es wurde dunkel. Ein andermal schwebte sie dicht an der Kusine vorüber und bei der Kapellentüre, die offen stehen geblieben war, hinaus. (Freitag 6.Dezember). Auch das typische Rauschen, wie von einer Seidenschleppe, wurde gelegentlich um das Phantom gehört. Einmal sahen der Schlossherr, seine Mutter, Schwester und Kusine gleichzeitig die Gestalt in der Kapelle knien. Die Gräfin G.M.B. Rannte einmal bei plötzlicher Begegnung durch sie durch , kehrte so schnell als möglich um und sah sie eben noch die große Stiege hinaufschweben. Damals hat sie den Kopf gegen mich zurückgewendet, und ich meinte, sie hebe die Hand. Einige wollen einen kalten luftzug als Begleiterscheinung ihrer Nähe gefühlt haben. Bei einem törichten Schuss auf die Gestalt in der Kapelle erlosch der Lichtschein sofort und verschwand die Gestalt, um Sekunden danach aufs neue zu erscheinen.“ „Ein anderes mal fasste einer der Beobachter den Entschluss die Erscheinung anzusprechen...Sie blieb stehen und drehte sich um. Sie sah mit starrem Blick auf ihn aber gewissermaßen durch ihn ins Leere. Der Blick machte auf ihn einen derart entsetzlichen Eindruck, dass er verstummte und die Steige wieder hinablief.“ 

hukwa